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Nachrichten

13.06.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:08

Nachrichten von Freitag, 13. Juni 2014 – langsam gesprochen als MP3

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Nach dem rasanten Vormarsch von Islamisten im Irak ziehen die USA auch einen Militärschlag in Erwägung. Alle Optionen seien offen, sagte Präsident Barack Obama auf die Frage nach möglichen Luftschlägen. Ein Einsatz von Bodentruppen werde allerdings ausgeschlossen, erklärte das Präsidialamt. Obama sicherte der Regierung in Bagdad Hilfe zu und betonte, Islamisten dürften weder im Irak noch in Syrien dauerhaft Rückhalt gewinnen. Im Irak verliert die Regierung zunehmend die Kontrolle über das Land: Kämpfer der sunnitischen Extremistengruppe ISIS rückten bis ins Umland von Bagdad vor, kurdische Milizen übernahmen die Öl-Stadt Kirkuk. Angesichts des Vormarschs der Dschihadisten im Irak wurden hunderte US-Bürger von einem Militärflughafen nördlich der Hauptstadt Bagdad in Sicherheit gebracht.

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Der frühere Bundespräsident Christian Wulff muss nicht wieder vor Gericht. Sein Freispruch vom Vorwurf der Vorteilsannahme ist rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft Hannover teilte mit, sie habe ihren Antrag auf Revision zurückgezogen. Das Landgericht Hannover hatte Wulff Ende Februar freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte dem 54-Jährigen zur Last gelegt, als niedersächsischer Ministerpräsident Vorteile vom befreundeten Filmproduzenten David Groenewold angenommen zu haben. Wegen der Ermittlungen war Wulff Anfang 2012 als Bundespräsident zurückgetreten. Nach Prüfung der Urteilsbegründung kam die Anklagebehörde nun zu dem Schluss, dass ihr Antrag auf Revision wahrscheinlich keine Erfolgsaussicht haben würde.

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Die ukrainische Führung hat Russland vorgeworfen, trotz aller Zusagen die Versorgung der Separatisten mit Waffen nicht zu verhindern. Mindestens drei Panzer für die militanten Aufständischen seien illegal über die Grenze gelangt, teilte der neue ukrainische Präsident Petro Poroschenko in Kiew mit. Moskau kommentierte die Vorwürfe zunächst nicht. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso rief Russland nach einem Telefonat mit Poroschenko auf, jegliche Militäraktionen in der krisengeschüttelten Region zu unterlassen. Moskau hat wiederholt dementiert, Waffen für prorussische Separatisten in der Ukraine über die Grenze zu lassen.

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Der Mitherausgeber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", Frank Schirrmacher, ist tot. Er starb am Donnerstag im Alter von 54 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts. Schirrmacher gehörte zu den renommiertesten Journalisten Deutschlands und machte sich auch als Buchautor einen Namen. Politiker und Kollegen äußerten sich tief betroffen über seinen plötzlichen Tod. Schirrmacher war seit dem Jahr 1994 einer der Herausgeber der "FAZ". Er regte immer wieder gesellschaftliche Debatten an und wurde für sein Wirken mehrfach ausgezeichnet. Bundespräsident Joachim Gauck erklärte, Deutschland verliere mit Schirrmacher einen "herausragenden Journalisten und Publizisten". Er würdigte ihn als einen "wortgewaltigen Beobachter und Gestalter des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens". Die "Stimme der Vernunft" werde fehlen, erklärte Gauck.

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WM-Gastgeber Brasilien feiert den siegreichen Start in die Fußball-Weltmeisterschaft. Die Selecao gewann 3:1 gegen Kroatien. Nach dem frühen Rückstand der Brasilianer durch ein Eigentor von Marcelo sorgte Neymar für den Ausgleichstreffer. Ebenso verwandelte er einen umstrittenen Elfmeter. Während im Stadion von São Paulo Hochstimmung herrschte, kam es bei Protesten zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. Mit Tränengas und Blendgranaten verhinderten Sicherheitskräfte eine Straßenblockade. Mehrere WM-Gegner wurden festgenommen. Vier Journalisten, darunter zwei Reporter des US-Fernsehsenders CNN, wurden unter anderem durch Gummigeschosse verletzt. Auch in anderen Städten gab es Auseinandersetzungen. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisierte den Polizeieinsatz in São Paulo als unangemessen. Die Beamten seien mit überzogener Gewalt gegen die Demonstranten vorgegangen.

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