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Nachrichten

13.06.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

In der Türkei hat die konservativ-islamische AKP-Partei von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan bei der Parlamentswahl ihre Mehrheit klar verteidigt. Nach Auszählung aller Stimmen liegt die AKP bei 49,9 Prozent und kommt auf 325 der 550 Parlamentssitze. Die laizistische CHP erreichte 25,9 Prozent. Die rechtsnationalistische MHP erhielt 13 Prozent der Stimmen. Dem neuen Parlament werden auch etwa 36 Vertreter der Kurdenpartei BDP angehören, die als unabhängige Kandidaten angetreten waren, um die in der Türkei geltende Zehn-Prozent-Hürde für den Einzug ins Parlament zu umgehen. Vor der Wahl hatten Beobachter eine Zwei-Drittel-Mehrheit der AKP nicht ausgeschlossen. Dies hätte der Partei die Möglichkeit gegeben, im Alleingang eine neue Verfassung zu beschließen. In seiner ersten Rede nach der Wahl kündigte Erdogan an, er wolle sich um einen Verfassungskonsens mit den anderen Parteien bemühen. Das bestehende türkische Grundgesetz hatten die Militärs nach ihrem Putsch 1980 diktiert.

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Mit einem Großaufgebot ist die syrische Armee in die Tage lang belagerte Stadt Dschisr al-Schogur eingerückt, eine der Hochburgen der Protestbewegung gegen das autoritäre Regime von Präsident Baschar al-Assad. Das staatliche Fernsehen berichtete von Toten und Verletzten bei Kämpfen der Streitkräfte mit bewaffneten Banden. Die meisten Bürger hatten die 50.000-Einwohner-Stadt zuvor verlassen. Tausende flüchteten in die nahe Türkei. - Der Militäreinsatz in Dschisr al-Schogur ist der bisher größte, den das Regime seit Beginn der Proteste gegen Assad gegen die eigene Bevölkerung unternommen hat. Nach Angaben der Opposition töteten die Sicherheitskräfte seit März rund 1300 Zivilisten. Mehr als 10.000 Menschen seien festgenommen worden, teilte die wichtigste Oppositionsorganisation mit, die Lokalen Koordinierungsausschüsse.

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In der iranischen Hauptstadt Teheran sind Polizisten und Milizionäre nach Angaben von Oppositionellen gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen. Internetseiten der Opposition berichteten, die Regimekräfte hätten Schlagstöcke und Elektroschockgeräte eingesetzt. Zahlreiche Demonstranten seien festgenommen worden. Die Opposition hatte aus Anlass des zweiten Jahrestages der umstrittenen Wiederwahl des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad zu stillen Protesten aufgerufen. Nach Ansicht der Opposition wurde die Wahl vom 12. Juni 2009 manipuliert. Proteste dagegen hatte das Regime niedergeschlagen. Unterdessen ist ein seit 2010 inhaftierter Dissident nach einem Hungerstreik gestorben. Der Journalist Resa Hoda Saber habe im Gefängnis einen Herzinfarkt erlitten, meldete die Nachrichtenagenur ISNA.

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In Libyen verlagern sich die Kämpfe zwischen den Aufständischen und den Truppen von Machthaber Muammar al-Gaddafi zunehmend in den Westen des Landes. Nach Angaben der Rebellen gab es den zweiten Tag in Folge schwere Kämpfe um die strategisch wichtige Stadt Sawija nahe Tripolis. Am Samstag seien 13 Aufständische und Zivilisten getötet worden, teilte ein Vertreter der Rebellen mit. Wegen der Gefechte sei die Küstenstraße von Tripolis nach Tunesien gesperrt. Die libysche Regierung erklärte hingegen, es gebe keine größeren Kämpfe in Sawija. - Der arabische Fernsehsender Al-Dschasira berichtete von Angriffen der Rebellen auf Truppen des Regimes zwischen Jafran, rund hundert Kilometer südwestlich der Hauptstadt, und Sintan.

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Zu Gesprächen über eine Wiederbelebung des Friedensprozesses mit den Palästinensern wird Außenminister Guido Westerwelle an diesem Montag in Israel erwartet. Der FDP-Politiker kommt in Jerusalem mit Regierungschef Benjamin Netanjahu und Außenminister Avigdor Lieberman zusammen. Am Dienstag reist Westerwelle in die Palästinensergebiete. Der Außenminister wird von Entwicklungsminister Dirk Niebel begleitet, der sich im Gazastreifen über den Fortschritt deutsch-palästinensischer Projekte wie etwa ein Klärwerk informieren will.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordosten ein Mix aus Sonne und Wolken. Sonst nur vorübergehend aufgelockert. Gebietsweise Schauer, besonders südlich des Mains. Höchstwerte zwischen 16 und 25 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag Wechsel von Wolken und größeren Aufheiterungen. Örtlich Schauer. 15 bis 25 Grad.

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