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Nachrichten

13.05.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 11:21

Nachrichten von Freitag, 13. Mai 2016 – langsam gesprochen als MP3

Brasilianischer Übergangspräsident Temer hält erste Rede:

Der neue brasilianische Übergangspräsident Michel Temer hat versprochen, dem Land wieder Glaubwürdigkeit zu verschaffen. In seiner ersten Rede betonte Temer, genauso dringend sei es, den Frieden wiederherzustellen und Brasilien zu vereinen. Der Senat hatte zuvor die Amtsenthebung von Brasiliens Staatschefin Dilma Rousseff für zunächst 180 Tage beschlossen. In dieser Zeit muss sich der Senat ausführlich mit den Vorwürfen gegen Rousseff befassen, um dann eine endgültige Entscheidung über ihre Amtsenthebung zu treffen. Rousseff wird vorgeworfen, Haushaltszahlen geschönt zu haben, um so vor der Präsidentschaftswahl 2014 ihre Chancen zu verbessern.

Hisbollah-Kommandeur Mustafa Badreddine in Syrien getötet:

In Syrien ist ein hochrangiger Kommandeur der Schiiten-Miliz Hisbollah bei einem israelischen Luftangriff getötet worden. Mustafa Badreddine sei bereits am Dienstag bei einer schweren Explosion in der Nähe des Flughafens der Hauptstadt Damaskus umgekommen, teilte die vom Iran unterstützte Miliz mit. Badreddine ist einer der Hauptverdächtigen im Mordfall des ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri 2005. Er wurde zudem wegen seiner Beteiligung an Bombenattentaten 1983 in Kuwait zum Tode verurteilt, konnte aber nach dem Einmarsch irakischer Truppen 1990 in Kuwait aus dem Gefängnis entkommen. Die Hisbollah-Miliz kämpft in Syrien auf der Seite von Machthaber Baschar al-Assad und ist einer der schärfsten Gegner Israels.

Italiens Küstenwache rettet 800 Bootsflüchtlinge:

Die italienische Küstenwache hat nach eigenen Angaben rund 800 Flüchtlinge aus Seenot gerettet. Die zum großen Teil aus Syrien oder dem Irak stammenden Menschen seien auf zwei Schiffe verteilt gewesen und vor Sizilien aufgegriffen worden, teilte ein Sprecher mit. Dem UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) zufolge haben seit einem Jahr nicht mehr so viele Menschen aus Syrien und dem Irak gemeinsam die Überfahrt nach Europa gewagt. Die Boote seien vermutlich in Ägypten gestartet. Oft ist auch Libyen der Ausgangspunkt für die Flucht über das Mittelmeer nach Italien. Dort sollen nach Informationen des UNHCR im April mehr als 9000 Ankömmlinge registriert worden sein – gut zweieinhalb mal so viele wie in Griechenland. Seit der Vereinbarung der Europäischen Union (EU) mit der Türkei, Flüchtlinge aus dem benachbarten Griechenland zurückzunehmen, scheint das Land nicht mehr Hauptziel der Migranten zu sein.

Deutsche Wirtschaft mit stärkstem Wachstum seit zwei Jahren:

Kauffreudige Verbraucher, höhere Staatsausgaben und steigende Investitionen haben der deutschen Wirtschaft das kräftigste Wachstum seit zwei Jahren beschert. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Januar bis März im Vergleich zum Vorquartal um 0,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt bekanntgab. In den beiden Quartalen zuvor hatte das Plus bei jeweils 0,3 Prozent gelegen. Der Außenhandel bremste dagegen, weil die Importe stärker stiegen als die Exporte. Letztere hätten vor allem unter der schwächelnden Nachfrage aus großen Schwellenländern wie China und Russland gelitten, so die Statistiker weiter. Deutschland hat sich angesichts der jüngsten Zahlen besser geschlagen als andere Industriestaaten: Die US-Wirtschaft wuchs zu Jahresbeginn nur um rund 0,1 Prozent, Großbritannien kam auf 0,4, Frankreich auf 0,5 Prozent. In der deutschen Metall- und Elektroindustrie konnten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften auf einen neuen Tarifabschluss einigen. Demnach erhalten die Beschäftigten 4,8 Prozent mehr Lohn.

Kuba will Investoren anlocken:

Der kubanische Außenminister Bruno Rodriguez hat bessere Bedingungen für Investoren angekündigt. Sein Land werde die Entwicklung des nichtstaatlichen Teils der Wirtschaft weiter fördern und die Marktwirtschaft werde präsenter sein, sagte Rodriguez der "Süddeutschen Zeitung". Die wichtigsten Produktionsmittel sollten aber beim Staat bleiben. Kuba wolle ausländische Investoren anlocken, aber im Kern sozialistisch bleiben, betonte Rodriguez. Die Regierung wolle keine Schocktherapie. Bisher waren Investitionen auf Kuba fast nur über Joint Ventures mit dem kubanischen Staat möglich. Es soll spezielle Angebote für Hightech-Firmen geben. Aber auch erneuerbare Energien, Tourismus, Landwirtschaft und Flughäfen stehen Investoren offen.

Olympia ohne kenianische Leichtathleten?:

Kenias Leichtathleten müssen nach einer Entscheidung der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA um einen Start bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro bangen. Die WADA entschied, dass die Doping-Bekämpfung in dem ostafrikanischen Land nicht regelkonform sei. Vor einem Monat hatte Kenias Präsident Uhuru Kenyatta zwar ein Anti-Doping-Gesetz unterzeichnet. Das von der WADA geforderte Gesetz erfülle aber nicht alle Anforderungen, sagte René Bouchard, Vorsitzender des zuständigen WADA-Komitees. Mit dem neuen Gesetz sollten internationale Standards bei Dopingtests in Kenia gewährleistet werden. Sie sind Voraussetzung für die Teilnahme an Olympischen Spielen. Kenia steht seit Jahren unter dem Verdacht, keine ausreichenden Doping-Kontrollen durchzuführen. 2015 war das Land bei der Leichtathletik-WM das erfolgreichste Land. Seit 2012 sind mehr als 40 kenianische Leichtathleten wegen Dopings gesperrt worden.

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