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Nachrichten

13.05.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

In Nordrhein-Westfalen wird ein neuer Landtag gewählt. In dem bevölkerungsreichsten Bundesland sind rund 13,2 Millionen Bürger zur Stimmabgabe aufgerufen. Der Landtag hatte sich im März vorzeitig aufgelöst, weil die rot-grüne Minderheitsregierung mit ihrem Haushalt für 2012 gescheitert war. SPD und Grüne hoffen bei den vorgezogenen Wahlen diesmal auf eine eigene Mehrheit für ihre Koalition unter Führung von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD). Die CDU will mit Bundesumweltminister Norbert Röttgen an der Spitze die Macht in Düsseldorf zurückerobern. Umfragen sehen SPD und Grüne leicht vorne. Mit Spannung wird erwartet, ob die FDP wie am vergangenen Sonntag in Schleswig-Holstein den Einzug in den Landtag schafft. Gute Chancen in das Landesparlament einzuziehen, haben die Piraten. Bangen muss dagegen die Linke. In Nordrhein-Westfalen lebt mehr als ein Fünftel aller Wahlberechtigten in Deutschland. Die Abstimmung gilt deshalb als 'kleine Bundestagswahl'.

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Der griechische Staatspräsident Karolos Papoulias hofft, in letzter Minute doch noch Neuwahlen abwenden zu können. Nach den drei gescheiterten Anläufen zur Regierungsbildung will Papoulias an diesem Sonntag mit den Vorsitzenden der drei Parteien reden, die bei der Parlamentswahl die meisten Stimmen erzielt hatten. Dies waren die konservative Neue Demokratie, die Sozialisten und die Koalition der Radikalen Linken. Bislang scheiterten alle Sondierungsgespräche am Widerstand der Radikalen Linken, die das mit der EU und dem Internationalen Währungsfonds ausgehandelte Sparprogramm ablehnt. Die Bundesregierung ist nach eigenen Angaben vorbereitet auf einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Eurozone.

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In Afghanistan ist ein ranghohes Mitglied des sogenannten "Hohen Friedensrates" getötet worden, welcher für die Verhandlungen mit den radikalislamischen Taliban zuständig ist. Bei dem Getöteten handelt es sich um Arsala Rahmani, einen der engsten Berater von Staatschef Hamid Karsai. Der frühere Minister Rahmani wurde in der Hauptstadt Kabul aus einem fahrenden Wagen heraus erschossen.

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In Spanien haben zehntausende Menschen landesweit gegen die Sparpolitik der Regierung protestiert. In Madrid kamen die Demonstranten am Samstagabend auf dem Platz Puerta del Sol zusammen und kündigten an, drei Tage bleiben zu wollen. Die Behörden der Hauptstadt erklärten, Zeltlager über Nacht würden nicht erlaubt. Weitere Protestmärsche gab es in Barcelona, Bilbao, Malaga und Sevilla. Die Demonstranten erinnerten auch an den Beginn der Protestaktionen der so genannten "Empörten"-Bewegung vor einem Jahr. Damals beteiligten sich Hunderttausende an den Demonstrationen und inspirierten andere in Spanien und Europa.

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Im Jemen sind bei mutmaßlichen US-Drohnenangriffen nach Regierungsangaben mindestens zehn Mitglieder des Extremistennetzwerkes Al Kaida getötet worden. Zwei Fahrzeuge im Süden des Landes seien am Samstag Ziel eines Luftangriffs gewesen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Der zweite Angriff habe sich im Osten des Landes ereignet. Bei einer Offensive hätten die Regierungstruppen des Landes zudem 15 Aufständische getötet, sagte ein Vertreter des Militärs.

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Kurz vor dem Besuch des neuen französischen Präsidenten François Hollande in Berlin hat sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble für Maßnahmen zur Förderung des Wachstums in Europa ausgesprochen. Sinnvoll wären etwa Programme, um die Berufschancen junger Leute zu fördern. Konjunkturprogramme auf Pump lehne Deutschland aber ab. Höhere Schulden führten nicht zu mehr Wachstum, sagte der CDU-Politiker der "Welt am Sonntag". Zugleich machte Schäuble deutlich, dass die Bundesregierung Abstriche beim Fiskalpakt ablehne. Es sei üblich, dass Verträge auch nach Wahlen ihre Gültigkeit behielten.

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