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Nachrichten

13.05.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die deutsche Wirtschaft wächst noch stärker als bislang erwartet. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2011 um 1,5 Prozent im Vergleich zu den drei Monaten zuvor. Damit habe die deutsche Wirtschaft das Vorkrisenniveau von Anfang 2008 bereits wieder überschritten, erklärten die Statistiker in Wiesbaden. Angetrieben wurde das Wachstum zum Jahresauftakt vor allem von der Binnenwirtschaft. Besonders dynamisch stiegen die Investitionen von Industrie und Baubranche, aber auch der Konsum. Auch die Exporte legten weiter zu. Der Chef der so genannten Wirtschaftsweisen, Wolfgang Franz, hält nach eigenen Worten ein Wachstum von drei Prozent im Gesamtjahr 2011 für möglich.

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Bei einem Doppelanschlag im Nordwesten Pakistans sind mindestens 70 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt worden. Nach Behördenangaben wurde ein Ausbildungszentrum der Grenzpolizei von zwei Explosionen erschüttert, als gerade Rekruten das Gelände verließen. Der bislang folgenschwerste Anschlag in Pakistan in diesem Jahr ereignete sich im Bezirk Charsadda nördlich der Provinzhauptstadt Peshawar. Die Verantwortung für die Tat übernahmen die radikal-islamischen Taliban. Ein Sprecher kündigte zugleich weitere Angriffe in Pakistan und Afghanistan an, um so die Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden durch ein US-Spezialkommando zu rächen. Der Nordwesten Pakistans gilt als Hochburg islamistischer Kämpfer und zugleich als Rückzugsgebiet der Taliban und des Terrornetzwerks Al Kaida.

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In New York sind zwei aus Nordafrika stammende Männer festgenommen worden, die Anschläge auf Synagogen und das Empire State Building geplant haben sollen. Gegen die Verdächtigen im Alter von 26 und 20 Jahren sei sieben Monate lang verdeckt ermittelt worden, teilten die Behörden in der US-Metropole mit. Es handele sich um Einzeltäter ohne Verbindungen zu Extremistengruppen wie dem Terrornetzwerk Al Kaida. Bei einer Verurteilung droht den Männern eine lebenslange Haftstrafe. Es handelt sich um den 13. vereitelten Anschlag mutmaßlicher Islamisten in New York seit den Terroranschlägen auf das World Trade Center am 11. September 2001.

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In Libyen hat die NATO einen weiteren Angriff der Truppen von Machthaber Muammar al Gaddafi auf die umkämpfte Hafenstadt Misrata vereitelt. Zwei Schiffe unter NATO-Kommando hätten Schnellboote an einer Attacke gehindert, teilte das Bündnis in Brüssel mit. Die NATO-Schiffe unter britischer und kanadischer Flagge seien dabei von der Küste aus beschossen worden und hätten das Feuer erwidert. Auf Seiten der NATO habe es keine Verletzten gegeben. Zuvor hatten NATO-Kampfflugzeuge erneut eines der Anwesen von Gaddafi sowie drei weitere Ziele in der Hauptstadt Tripolis bombardiert. Sprecher der Regierung und Klinikärzte berichteten von mindestens sechs Toten und etwa zehn Verletzten. Seit Ende März flog das westliche Militärbündnis damit nach eigenen Angaben in Libyen mehr als 2.400 Luftangriffe.

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Die Menschenrechte werden nach Feststellung von Amnesty International weltweit von immer mehr Ländern beachtet. Die Umwälzungen im arabischen Raum und in anderen Regionen hätten in bislang beispielloser Weise gezeigt, dass die Durchsetzung von Grundrechten und Forderungen nach globaler Gerechtigkeit auf dem Vormarsch seien, heißt es im neuen Jahresbericht der Menschenrechtsorganisation. Immer noch sei aber in 89 Staaten die Meinungs- und Informationsfreiheit beschränkt. Aus 98 Staaten würden Folter und andere Formen von Misshandlungen gemeldet. - Scharfe Kritik übte Amnesty am Umgang der Europäischen Union mit den Flüchtlingen aus Nordafrika. Verschärfte Grenzkontrollen seien keine Lösung, und das Abfangen von Asylsuchenden im Mittelmeer ohne Überprüfung ihrer Fluchtgründe verletze das internationale Flüchtlingsrecht und die Menschenrechte.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vor allem im Süden viel Sonne und trocken. Nach Norden hin mehr Wolken, aber nur geringe Schauerneigung. Höchstwerte 13 bis 23 Grad.

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