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Nachrichten

13.04.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Nordkorea hat trotz scharfer internationaler Kritik versucht, eine Langstreckenrakete zu starten, ist damit allerdings gescheitert. Nach Berichten der Nachbarländer über einen Absturz der Rakete räumte auch Pjönjang den Fehlschlag ein. Der Satellit habe das Weltall nicht wie geplant erreicht, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA des kommunistischen Landes. Die Ursache sei noch unklar. Nach Angaben des südkoreanischen Verteidigungsministeriums brach die Rakete kurz nach dem Start auseinander und stürzte ins Meer. Südkorea, die USA, Japan und Russland verurteilten den Start als Provokation und Bedrohung der regionalen Sicherheit. Bundesaußenminister Guido Westerwelle forderte eine starke Reaktion des UN-Sicherheitsrats. Das Gremium will sich in einer Dringlichkeitssitzung mit dem Raketenstart befassen. Nordkorea wird verdächtigt, unter dem Deckmantel eines Satellitenstarts eine militärische Rakete von großer Reichweite zu testen, die einen atomaren Sprengkopf tragen könnte.

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Der UN-Sicherheitsrat nimmt einen neuen Anlauf für eine Syrien-Resolution. Das Gremium berät an diesem Freitag in New York über das Papier, das die Entsendung einer Beobachtermission zur Überwachung der Waffenruhe vorsieht. Außerdem soll Damaskus zur vollständigen Umsetzung des Sechs-Punkte-Plans von Sondervermittler Kofi Annan aufgefordert werden. Russland und China, die zwei frühere Resolutionen gegen Syrien blockiert hatten, haben diesmal ihre Unterstützung signalisiert. Die seit Donnerstagmorgen in Syrien geltende Waffenruhe hat nach Angaben von Annan bislang weitgehend gehalten. Es gebe allerdings einzelne Berichte über Gewalt mit mehreren Toten. Die Opposition hat unterdessen zu neuen Demonstrationen aufgerufen.

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Im westafrikanischen Guinea-Bissau hat das Militär einen Staatsstreich unternommen. Nach Medienberichten nahmen Soldaten mehrere Politiker fest, darunter auch Ministerpräsident Carlos Gomes Junior, der als Favorit bei der Ende April anstehenden Stichwahl um das Präsidentenamt gilt. Militärs besetzten zudem das Gebäude des nationalen Rundfunksenders und bezogen Stellung an strategisch wichtigen Punkten in der Hauptstadt Bissau. Nach Informationen des Senders RDP wurde mindestens ein Mensch getötet. In Ginea-Bissau ist es seit der Unabhängigkeit von Portugal im Jahr 1974 immer wieder zu Aufständen und Staatsstreichen gekommen. Seither hat kein Präsident eine volle Amtszeit von fünf Jahren überstanden.

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Deutschland bewirbt sich wieder um einen Sitz im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen. Die Bundesrepublik sei bereit, weitere Verantwortung zu übernehmen, sagte Außenminister Guido Westerwelle in New York. Die Entscheidung wird gegen Ende des Jahres fallen. Zu den Gegenkandidaten gehören unter anderem die USA, Schweden, Griechenland und Irland. Der erst seit 2006 bestehende Rat kümmert sich um die Lage der Menschenrechte weltweit. Deutschland hatte bereits bis 2009 als Gründungsmitglied einen Sitz in dem Gremium.

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Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat vor der Verteilung von Millionen Koran-Exemplaren durch radikal-islamische Salafisten gewarnt. Behördensprecher Bodo W. Becker sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger", es gehe um salafistische Propaganda und die Rekrutierung von Anhängern. Der Koran sei nur ein Vehikel. Salafisten stellten Grundelemente der freiheitlichen Demokratie in Frage, betonte Becker. Bereits zuvor hatten Drohvideos radikaler Islamisten gegen Reporter, die über die Gratis-Koran-Aktion von Salafisten berichtet hatten, Empörung und Protest ausgelöst.

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Der US-Internetkonzern Google hat seinen Gewinn im ersten Quartal 2012 um 61 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar gesteigert. Der Umsatz legte um 24 Prozent auf 10,6 Milliarden Dollar zu. Der Großteil der Einnahmen stammte dabei wie gehabt aus der Werbung im Umfeld der Internet-Suchmaschine. Google ist hier Marktführer. Die beiden Firmengründer Larry Page und Sergej Brin legten Pläne für eine neue Aktienstruktur vor, mit der sie ihren Einfluss bei Google auch für die Zukunft sichern wollen. Dazu soll die derzeitige Google-Aktie de facto in ein stimmberechtigtes und ein stimmrechtsloses Papier geteilt werden.

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