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Nachrichten

13.04.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

In Ägypten sind der frühere Präsident Husni Mubarak und seine beiden Söhne für 15 Tage in Untersuchungshaft genommen worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft auf ihrer Facebook-Seite mit. Gegen alle drei Familienmitglieder ermittelt die Behörde wegen Korruption und Machtmissbrauch. Gamal und Alaa Mubarak wird außerdem vorgeworfen, im Januar an der Planung von tödlichen Angriffen auf Demonstranten durch bezahlte Schlägertrupps beteiligt gewesen zu sein. Am Dienstag war der Ex-Staatschef erstmals zu den Korruptionsvorwürfen und der Niederschlagung der Proteste befragt worden. Dabei erlitt der 82-Jährige eine Herzattacke und musste in ein Krankenhaus im Badeort Scharm-el-Scheich gebracht worden. Die Facebook-Seite des ägyptischen Justizministeriums war eingerichtet worden, um die Angehörigen der Demonstranten zu erreichen, die während der Proteste gegen Mubarak getötet oder verletzt wurden. Die Protestbewegung warf der Militärregierung in Kairo bislang vor, Mubarak nicht rasch genug den Prozess zu machen. Dieser war Mitte Februar gestürzt worden.

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Führende deutsche Politiker fordern die sofortige Freilassung des chinesischen Künstlers und Regimekritikers Ai Weiwei. Außenminister Guido Westerwelle sagte der "Bild"-Zeitung, für Deutschland seien das Recht, seine Meinung frei zu äußern, und die Freiheit der Kunst ein hohes Gut. Das habe die Bundesregierung der chinesischen Seite klar gesagt und Aufklärung verlangt. SPD-Chef Sigmar Gabriel erklärte in dem Blatt, die Freiheit von Künstlern und Intellektuellen sei ein wichtiger Gradmesser für die Entwicklung jedes Landes. Grünen-Parteichefin Claudia Roth betonte, wenn die Machthaber in Peking den berühmtesten Künstler des Landes einfach verschwinden ließen, würden sie sich selbst die Maske vom Gesicht reißen.

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In der Elfenbeinküste kann Präsident Alassane Ouattara mit der Rückendeckung der Militärchefs seines Vorgängers Laurent Gbagbo rechnen. Ouattaras TV-Sender berichtete, Gbagbos Armee-Führer Philippe Mangou sowie alle Generäle der Boden-, Luft- und Seestreitkräfte hätten dem neuen Präsidenten ihre Treue geschworen. Ein Berater Ouattaras sagte der Nachrichtenagentur Reuters, Mangou habe zudem die Polizei- und Sicherheitskräfte aufgerufen, sich hinter den Präsidenten zu stellen. Gbagbo wurde inzwischen unter Hausarrest gestellt. Trotz der Wende in der Elfenbeinküste kam es noch zu einzelnen Gefechten in der Metropole Abidjan. - US-Präsident Barack Obama gratulierte Outtara telefonisch. Beide Politiker hätten vor allem über die wirtschaftliche Unterstützung für die Elfenbeinküste gesprochen, erklärte das Weiße Haus.

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Zwei Wochen nach ihrer Gründung kommt die internationale Libyen-Kontaktgruppe an diesem Mittwoch in Doha im Golfstaat Katar zu ihrer ersten Arbeitssitzung zusammen. Das Gremium soll über die Bedingungen für einen Waffenstillstand und das weitere Vorgehen gegen Machthaber Muammar al-Gaddafi beraten. Die meisten Mitglieder der Gruppe sind auch an dem Militäreinsatz in Libyen beteiligt. Insgesamt werden in Doha etwa 40 Nationen sowie Organisationen wie die Vereinten Nationen, die NATO und die Arabische Liga vertreten sein. Für Deutschland nimmt Außenminister Guido Westerwelle teil. Auch Mitglieder des Übergangsrats der Aufständischen sind eingeladen, Vertreter des Gaddafi-Regimes werden dagegen nicht erwartet. In Paris treffen sich später noch Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und der britische Premierminister David Cameron. Beide Staaten sind derzeit bemüht, die anderen in Libyen engagierten NATO-Länder zu einem härteren Vorgehen gegen die Truppen Gaddafis zu bewegen.

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Als Folge der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan drosselt der weltgrößte Autobauer Toyota seine Produktion in Europa. Betroffen sind Fabriken und Motorenwerke in Großbritannien, der Türkei, Frankreich und Polen, wie ein Sprecher mitteilte. Wegen Engpässen bei Zulieferteilen wird der Betrieb dort zwischen dem 21. April und dem 2. Mai ausgesetzt. Ähnliche Produktionsstopps hatte der Autokonzern zuvor für Ende April in seinen Fabriken in Nordamerika angekündigt. In Japan soll die Arbeit in allen Toyota-Werken Ende April wieder aufgenommen werden, allerdings nur mit halber Kapazität.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechsel von Wolken und Sonne, in den Mittelgebirgen kurze Regenschauer. Es bleibt kühl mit Tageswerten um vier Grad im Erzgebirge und bis 14 Grad entlang des Rheins.

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