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Nachrichten

13.03.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:41

Nachrichten von Donnerstag, 13. März 2014 – langsam gesprochen als MP3

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Wenige Tage vor dem umstrittenen Referendum der Krim über einen Anschluss an Russland treibt die EU die Anbindung der Ukraine an den Westen voran. Teil eins des Assoziierungsabkommens der EU mit Kiew solle bereits Ende nächster Woche unterzeichnet werden, kündigten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Polens Ministerpräsident Donald Tusk bei einem Treffen in Warschau an. Die Kanzlerin betonte, wenn es zu keiner Kontaktgruppe in der Krimkrise komme, seien Sanktionen unabdingbar. Es gebe einen sehr ernsten Konflikt in Europa. Merkel erläutert zur Stunde im Bundestag ihre Haltung zur Krise zwischen Russland und der Ukraine. In einer Regierungserklärung will sie dabei auch auf die Sanktionen der Europäischen Union gegen Moskau und die EU-Hilfen für die neue Regierung in Kiew eingehen.

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US-Präsident Barack Obama hat das für Sonntag geplante Referendum auf der Krim über einen Beitritt zu Russland erneut scharf kritisiert. "Wir weisen ein Referendum zurück, das innerhalb von ein paar Wochen zusammengeflickt wurde, während russisches Militär quasi die Krim übernommen hat", sagte er in Washington bei einem Treffen mit dem ukrainischen Ministerpräsidenten Arseni Jazenjuk. Er hoffe, dass bei Kremlchef Wladimir Putin noch "ein Umdenken" einsetze. Der US-Präsident bekräftigte, dass Russland "Kosten auferlegt" würden, sollte es in der Ukraine weiterhin internationales Recht brechen. Die USA hätten bereits die Basis für finanzielle Konsequenzen gegen Moskau geschaffen. Die internationale Gemeinschaft bevorzuge eine diplomatische Lösung, stehe aber hinter der Übergangsregierung in Kiew. Jazenjuk sagte bei dem Treffen im Weißen Haus, die Ukraine werde entschlossen für ihre Souveränität kämpfen.

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Im Prozess um den wegen Steuerhinterziehung angeklagten Präsidenten des FC Bayern München, Uli Hoeneß, wird an diesem Donnerstag das Urteil erwartet. Wenn am vierten Verhandlungstag keine weiteren Beweisanträge mehr gestellt werden sollten, könnten die Plädoyers und auch die Urteilsverkündung folgen, sagte eine Gerichtssprecherin. Die Verteidigung von Hoeneß hat die während des Verfahrens auf 27,2 Millionen Euro emporgeschnellten Steuerschulden anerkannt. Sie setzt aber weiter auf eine gültige Selbstanzeige des Fußballmanagers. Dem 62 Jahre alten Hoeneß droht im Extremfall eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren, sofern das Gericht einen besonders schweren Fall von Steuerhinterziehung bejahen sollte. Sollte die Justiz die Selbstanzeige doch für gültig erachten, könnte das Verfahren auch eingestellt werden und Hoeneß straffrei bleiben.

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In Venezuela sind am Rande regierungskritischer Proteste im Gedenken an die ersten Todesopfer vor einem Monat mindestens drei weitere Menschen getötet worden. Ein 20-Jähriger und 42-Jähriger wurden nach Angaben der Opposition in der Großstadt Valencia von Heckenschützen erschossen. Das dritte Opfer ist ein Polizist. In der Hauptstadt Caracas versammelten sich mehrere tausend Teilnehmer zu einem nicht genehmigten Protestmarsch. Die Regierungsgegner forderten die Freilassung festgenommener Demonstranten. Auch in San Cristóbal und Mérida gab es wieder Kundgebungen gegen Staatschef Nicolás Maduro. Die Wut der Bevölkerung richtet sich gegen die ausufernde Kriminalität, die korrupte Verwaltung und die allgemeine Wirtschaftsmisere, die immer wieder zu massiven Engpässen führt. Die Union Südamerikanischer Staaten (UNASUR) setzte bei einem Treffen der Außenminister ihrer zwölf Mitgliedstaaten in der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile eine Kommission zur Krise in Venezuela ein. Diese soll einen Dialog der Konfliktparteien in Gang bringen.

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Das seit fünf Tagen vermisste Flugzeug der Malaysia Airlines ist nach einem Bericht des "Wall Street Journal" nach seinem letzten Funkkontakt möglicherweise noch vier Stunden lang weitergeflogen. Dies vermuteten US-Luftfahrt- und Sicherheitsexperten auf der Basis von Daten, die die Triebwerke der Maschine automatisch gefunkt hätten, schreibt die Zeitung. Diese Daten legten nahe, dass die Boeing 777 insgesamt fünf Stunden in der Luft war - vom Radar verschwand sie etwa eine Stunde nach dem Start. US-Antiterrorspezialisten überprüften die Möglichkeit, dass einer der Piloten oder ein anderer Insasse des Flugzeugs die Maschine an einen unbekannten Ort entführt haben könnte, heißt es im "Wall Street Journal" weiter. Zuvor seien möglicherweise die Transponder zur automatischen Sendung von Flugdaten abgeschaltet worden, um der Radarüberwachung zu entgehen. Die Ermittler verfolgten die Theorie, dass die Maschine mit 239 Menschen an Bord umgeleitet worden sei, "um sie später für einen anderen Zweck zu nutzen".

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