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Nachrichten

13.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Im Vatikan wird das Konklave zur Wahl des nächsten Papstes fortgesetzt. Nachdem beim ersten Wahlgang keine Entscheidung fiel, beginnen die 115 Kardinäle am Vormittag mit der zweiten Abstimmung. Ist sie nicht erfolgreich, folgt darauf direkt eine dritte. Für den Nachmittag sind zwei weitere Urnengänge geplant. Um Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche zu werden, muss ein Kandidat zwei Drittel der Stimmen auf sich vereinen. Für die Dauer des Konklaves sind die Kardinäle von der Außenwelt abgeschirmt, um jegliche Einflussnahme auf ihre Entscheidung zu unterbinden. Der bisherige Papst Benedikt XVI. war Ende Februar aus Altersgründen zurückgetreten.

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Der britische Premierminister David Cameron will die Rebellen in Syrien bewaffnen. Seine Regierung denke über ein Veto gegen eine weitere Verlängerung des EU-Verbots von Waffenlieferungen in das arabische Land nach, sagte der konservative Politiker in London. Sollte er die anderen EU-Mitglieder nicht für eine gemeinsame Haltung gewinnen können, sei auch ein Alleingang denkbar, so Cameron. Auch Frankreich unterstützt eine Aufhebung des im Mai ablaufenden Embargos. Deutschland und andere EU-Mitglieder lehnen dies jedoch ab, weil sie eine weitere Eskalation des Konflikts befürchten. In dem seit rund zwei Jahren tobenden Kampf zwischen dem Regime von Präsident Baschar al-Assad und der Opposition sind nach UN-Schätzungen 70.000 Menschen getötet worden.

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Drei Wochen nach dem Rücktritt der Regierung in Bulgarien hat Staatspräsident Rossen Plewneliew eine Interimsregierung aus Experten zusammengestellt. Neuer Ministerpräsident und Außenminister wird der bisherige bulgarische Botschafter in Paris, Marin Rajkow. Der 52-Jährige soll das EU-Land bis zu vorgezogenen Neuwahlen am 12. Mai führen. Raikow kündigte an, die Übergangsregierung werde die soziale Ausrichtung der bulgarischen Wirtschaft unterstützen und Bedingungen für Wachstum schaffen. Die Mitte-Rechts-Regierung von Ministerpräsident Boiko Borissow war nach landesweiten, teils blutigen Massenprotesten zurückgetreten. Die Proteste richteten sich gegen hohe Energiekosten, Armut und Korruption.

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Der Internetriese Google muss wegen des illegalen Sammelns privater Daten sieben Millionen Dollar Strafe zahlen. Darauf einigte sich der Konzern mit 38 US-Bundesstaaten, wie New Yorks Justizminister Eric Schneiderman mitteilte. Außerdem sicherte Google zu, die Datensammlung zu vernichten. Bei den Fahrten für die Aufnahmen seines Straßenfoto-Dienstes Street View hatte Google den Datenverkehr ungeschützter drahtloser Netzwerke mitgeschnitten. In diesen WLAN-Daten waren unter anderem E-Mails, Internetadressen und sogar Passwörter zu finden.

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Das Erzbistum von Los Angeles zahlt vier Opfern sexuellen Missbrauchs eine Entschädigung von insgesamt knapp 10 Millionen Dollar. Darauf einigten sich die Anwälte der Opfer und die eines früheren Priesters sowie des Kardinals Roger Mahony. Mahony, der derzeit beim Konklave zur Papstwahl in Rom weilt, hatte der Einigung Anfang März zugestimmt. Der Priester Michael Baker hatte in den 1970er Jahren mehrfach die vier Jungen missbraucht, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht. Die Opfer werfen dem damaligen Erzbischof Mahony vor, Baker weiter im Priesteramt gelassen zu haben, obwohl er bereits gestanden hatte, Minderjährige missbraucht zu haben. Baker war im Jahr 2000 vom Priesteramt ausgeschlossen und 2007 zu zehn Jahren Haft verurteilt worden.

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Die Rückkehr des Winters hat vielerorts in Europa zu einem Verkehrschaos geführt. Deutschlands größter Flughafen in Frankfurt am Main wurde zeitweise geschlossen. Europaweit fielen hunderte Flüge aus. Auf deutschen Straßen gab es weit mehr als tausend Unfälle. Frankreich richtete einen Krisenstab ein. In dem Land waren rund 100.000 Haushalte ohne Strom. Autos und Züge blieben stecken. Im Südosten Englands verbrachten hunderte Autofahrer die Nacht auf der Straße. In Belgien kam der internationale Zugverkehr zum Erliegen. In den kommenden Tagen soll der Frost auch den Süden Europas erreichen.

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