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Nachrichten

13.03.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Der Syrien-Sondergesandte Kofi Annan ist im Rahmen seiner Friedensmission im Nachbarland Türkei eingetroffen. Dort sprach er von "erschreckenden Berichten über Gräueltaten" in den syrischen Oppositionshochburgen und forderte die Weltgemeinschaft zu einer "klaren, gemeinsamen Botschaft" auf, dass dies "nicht hinnehmbar" sei. Annan verhandelt im Auftrag von Vereinten Nationen und Arabischer Liga mit Assad über ein Ende der Gewalt. Ergebnisse gibt es bisher nicht, deshalb erhöhen die Vereinten Nationen und die USA den Druck auf Machthaber Baschar al-Assad. "Die syrische Regierung ist damit gescheitert, ihren Verpflichtungen nachzukommen und die eigene Bevölkerung zu schützen", sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon auf einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats in New York. Die anhaltende Gewalt gegen Zivilisten sei eine Schande.

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US-Präsident Barack Obama hat die Tötung von 16 afghanischen Zivilpersonen durch einen US-Soldaten als absolut tragisch bezeichnet. Er sei aber nach wie vor stolz auf die Leistung der US-Truppen in Afghanistan, die unter enormem Druck arbeiteten, sagte der US-Präsident. Er betonte, das Blutbad ändere nichts an den Abzugsplänen der NATO-Kampftruppen bis Ende 2014. Das bekräftigte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Besuch deutscher Soldaten im nordafghanischen Masar-i-Scharif.

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Die von Ägypten ausgehandelte Waffenruhe zwischen Israel und den Palästinensern wird weitgehend eingehalten. Nachdem sich beide Seiten vier Tage lang einen blutigen Schlagabtausch geliefert hatten, gibt es seit dem Morgen keine gegenseitigen Angriffe mehr. Das bestätigten Sprecher des medizinischen Notdienstes im Gazastreifen ebenso wie das israelische Militär. Nach ägyptischen Angaben ist der Waffenstillstand seit Mitternacht MEZ in Kraft und wird von Ägypten überwacht. – Seit Freitag waren bei rund 40 gezielten israelischen Luftangriffen im Gazastreifen nach palästinensischen Angaben insgesamt 25 Menschen getötet und mehr als 70 verletzt worden. Auf Israel waren nach Angaben der Armee etwa 200 Raketen und Mörsergranaten abgeschossen worden.

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Bei einem Brandanschlag auf eine Moschee in Brüssel ist der Imam ums Leben gekommen. Wie belgische Medien berichten, erlag der Vorbeter einer Rauchvergiftung. Die Polizei nahm einen Tatverdächtigen fest. Die belgische Innenministerin Joelle Milquet verurteilte das Attentat scharf. Nach dem Brandanschlag versammelten sich mehrere hundert Menschen vor der Moschee.

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Die Euro-Zone lässt Spanien wegen der drohenden Rezession in diesem Jahr mehr Luft beim Abbau seines Haushaltsdefizits. Die Finanzminister des Währungsraums räumten der Regierung in Madrid für 2012 einen Fehlbetrag von 5,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ein. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker betonte aber, dass sich Spanien für 2013 zur Einhaltung der Drei-Prozent-Schwelle verpflichtet habe. -- Spanien gilt als Wackelkandidat in der Eurozone, fast jeder vierte Spanier ist arbeitslos.

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Die Staatsschuldenkrise im Euroraum hat den Gewinn der Deutschen Bundesbank im vergangenen Jahr schrumpfen lassen. Wie es in Agenturberichten heißt, soll der Überschuss auf etwa 600 Millionen bis 700 Millionen Euro eingebrochen sein. Die genaue Bilanz für 2011 legt die Bundesbank an diesem Dienstag vor. -- Der Jahresbericht wird erstmals vom neuen Bundesbank-Präsidenten Jens Weidmann verantwortet.

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Die USA bereiten bei der Welthandelsorganisation WTO eine Beschwerde gegen China vor. Mit dem Verfahren soll die Führung in Peking gezwungen werden, ihre Exportbeschränkungen für seltene Erden zu lockern. China ist der mit Abstand weltgrößte Produzent dieser Metalle, die zur Herstellung moderner elektronischer Bauteile benötigt werden. Die USA beklagen, dass die Exportbeschränkungen chinesischen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Die Beschwerde bei der WTO ist Teil einer breiter angelegten Politik, mit der die USA gegen als unfair empfundene Handelspraktiken Chinas vorgehen wollen. Der Klage wollen sich Japan und die EU anschließen.

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Nach einem Fährunglück im Süden Bangladeschs werden mindestens 150 Menschen vermisst. Die Fähre war auf dem Fluss Meghna von einem Frachtschiff gerammt worden und gekentert. Einigen der 250 Menschen an Bord sei es gelungen, an das Ufer zu schwimmen, berichtete die Polizei. Nach den übrigen werde gesucht.

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