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Nachrichten

13.02.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Als Reaktion auf den jüngsten Atomtest Nordkoreas hat US-Präsident Barack Obama in seiner Rede zur Lage der Nation eine Stärkung der amerikanischen Raketenabwehr angekündigt. Zur Situation in Afghanistan erklärte Obama, die US-Streitkräfte würden die Zahl ihrer Soldaten innerhalb eines Jahres um etwa die Hälfte auf 32.000 reduzieren. Im innenpolitischen Teil seiner Rede rief er beide Parteien im Kongress - Demokraten und Republikaner - dazu auf, die Mittelschicht zu stärken. Der gesetzliche Mindestlohn müsse um mehr als 20 Prozent angehoben werden. Obama schlug auch vor, 50 Milliarden Dollar in Infrastruktur zu investieren, um etwa marode Straßen und Brücken zu sanieren. Außerdem kündigte der Präsident den Beginn von Verhandlungen mit der EU über ein Freihandelsabkommen an.

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Der Streitkräfte-Ausschuss des US-Senats hat der Ernennung von Chuck Hagel zum nächsten Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten zugestimmt. Damit hat der 66-Jährige eine wichtige Hürde genommen, als nächstes muss der gesamte Senat zustimmen. Präsident Barack Obama will den früheren Senator zum Nachfolger von Leon Panetta machen, der in den Ruhestand geht. Hagel ist Mitglied der Republikaner, aber in seiner eigenen Partei umstritten. Im Streitkräfte-Ausschuss votierten deshalb nur 14 Mitglieder für ihn, 11 stimmten gegen ihn. Führende Republikaner werfen Hagel vor, zu nachgiebig gegenüber dem Iran zu sein und nicht fest genug an der Seite Israels zu stehen.

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Ein Team der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA ist in Teheran eingetroffen, um das umstrittene Atomprogramm des Iran zu überprüfen. Es ist bereits die dritte Mission in drei Monaten. Die IAEA fordert von der iranischen Regierung vor allem Zugang zur Militäranlage Parchin. Dort könnten nach Ansicht westlicher Geheimdienste Atomwaffen entwickelt werden. Der Iran bestreitet das. Am Dienstag erklärte die Regierung in Teheran, die Inspekteure könnten die Anlage besuchen, wenn das Recht des Iran auf die zivile Nutzung der Atomenergie anerkannt würde. Der Leiter der IAEA-Delegation zeigte sich deshalb vor dem Flug nach Teheran vorsichtig optimistisch.

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Papst Benedikt XVI. hält am Aschermittwoch seine wohl letzte große öffentliche Messe. Die Aschermittwochs-Liturgie wurde deshalb extra von der Kirche Santa Sabina auf dem Aventin-Hügel in Rom in den Petersdom verlegt. Benedikt hatte am Montag überraschend angekündigt, Ende Februar aus Altersgründen sein Amt als Oberhaupt der Katholischen Kirche niederzulegen. Deswegen erwartet der Vatikan einen Ansturm von Gläubigen, Kirchendienern und Touristen auf die Papst-Messe, mit der die Katholiken den Beginn der Fastenzeit feiern. Zuvor hält der Papst noch auf dem Petersplatz seine wöchentliche Generalaudienz ab.

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In der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu hat sich ein aus Tibet stammender Mann mit Benzin übergossen und selbst angezündet. Es handelt sich vermutlich um einen Protest gegen die chinesische Herrschaft in seiner Heimat, erklärte die Polizei. Der Mann wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Bei dem Vorfall handle es sich um den hundertsten registrierten Fall einer Selbstverbrennung seit 2009, erklärte ein Vertreter des Büros des Dalai Lama in Neu Delhi. In Nepal leben tausende Exiltibeter. Immer wieder kommt es zu Protesten gegen China, das Tibet im Jahre 1951 besetzt hatte. Die Tibeter beklagen sich über ihre soziale Lage und die kulturelle Marginalisierung durch die ethnischen Han-Chinesen.

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