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Nachrichten

13.02.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Ausschreitungen in Athen, Griechenland: zerbrochene Glasscheibe

Ausschreitungen in Athen, Griechenland

Das griechische Parlament hat nach hitziger Debatte das umstrittene Sparpaket gebilligt und damit den Weg für ein weiteres Milliarden-Hilfspaket der EU freigemacht. Eine Mehrheit von 199 der 278 anwesenden Abgeordneten stimmte für die Gesetze, die Entlassungen im öffentlichen Dienst sowie Kürzungen beim Mindestlohn und bei einigen Renten vorsehen. Es gab 74 Gegenstimmen von kommunistischen und linken Abgeordneten sowie aus dem Regierungslager. Sozialisten und Konservative schlossen anschließend mehr als 40 Abweichler aus ihren Fraktionen aus. Vor der Abstimmung hatte Griechenlands Ministerpräsident Lucas Papademos erklärt, es gehe darum, den Absturz in Armut, den Bankrott und den Ausschluss aus dem Euro zu verhindern. Begleitet wurde die Abstimmung von schweren Ausschreitungen. Insgesamt gingen in der Hauptstadt Athen und in Thessaloniki rund 100.000 Teilnehmer auf die Straßen. Etliche Menschen wurden verletzt.

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Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat die Beschlüsse der Arabischen Liga zur Lage in Syrien begrüßt. Ein Sprecher Westerwelles sagte, es sei positiv, dass die Arabische Liga eine führende Rolle zur Beilegung der Syrien-Krise übernehme. Die Verurteilung der Gewalt und die Schritte gegen das Assad-Regime seien ein starkes Zeichen an die Menschen. Die Außenminister der Liga hatten zuvor in Kairo eine Resolution verabschiedet. Darin sagten sie der syrischen Opposition umfassende Hilfe zu. Ferner erklärten sie die eigene Beobachtermission in Syrien für beendet und forderten eine gemeinsame Mission mit den Vereinten Nationen. Außerdem riefen sie zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Damaskus auf.

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Die Führung in Birma hat zugesichert, den eingeschlagenen Reformkurs fortzusetzen. Bei Treffen in der Hauptstadt Naypyitaw mit Entwicklungsminister Dirk Niebel und EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs baten Präsident Thein Sein und Parlamentssprecher Shwe Mann dafür um Unterstützung. Dies betreffe sowohl die demokratischen Reformen als auch den wirtschaftlichen Aufschwung. Der Parlamentssprecher machte deutlich, das Land wolle sich dabei an Ländern orientieren, die eine "wahre demokratische Verfassung" hätten. Zudem deutete er an, dass weitere politische Gefangene freikommen könnten. Unter anderem davon machten Deutschland und die EU abhängig, ob die Sanktionen gelockert werden.

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Im Streit um die Unterzeichnung des internationalen ACTA-Vertrages zum Urheberrechtsschutz verlangt Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger - FDP - rechtliche Klarheit von der EU-Kommission. In einem Zeitungsinterview sagte sie, die EU-Kommission müsse erklären, ob sie einen neuen Urheberrechtsschutz für das Internet beabsichtige. Dagegen kam aus den Reihen von CDU/CSU scharfe Kritik. So sagte Unions-Fraktionsvize Günter Krings, falls Deutschland das Abkommen nicht unterzeichne, wäre dies für den Schutz geistigen Eigentums weltweit fatal. Indessen erklärte der Präsident des Europaparlaments, der SPD-Politiker Martin Schulz, das Verhältnis vom Schutz des Urheberrechts einerseits und der individuellen Grundrechte der Nutzer andererseits sei in diesem Abkommen nur sehr unzureichend verankert. Das Europaparlament werde am 27. Februar darüber beraten. -- Die Gegner kritisieren, das Abkommen sei in Geheimverhandlungen der EU-Kommission unter Mitwirkung von Lobbyisten der Musik- und Filmindustrie zustande gekommen. Allein in Deutschland hatten am Samstag viele tausend Menschen gegen ACTA demonstriert.

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Bei den wichtigsten Auszeichnungen der US-Musikindustrie, den Grammy Awards, ist die Engländerin Adele nicht zu stoppen gewesen. Sie verwandelte in Los Angeles nicht nur alle ihre sechs Nominierungen in goldene Grammophone. Der 23-Jährigen gelang noch der Hattrick: Die drei wichtigsten Preise gingen alle an sie. - Überschattet wurde die glanzvolle Gala vom Tod der Pop-Legende Whitney Houston. Im Rahmen der Veranstaltung wurde der 48-Jährigen gedacht.

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