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Nachrichten

13.01.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Nach der Veröffentlichung eines Videos, das US-Soldaten in Afghanistan bei einer Leichenschändung zeigt, ist die US-Regierung um Schadensbegrenzung bemüht. Nach Verteidigungsminister Leon Panetta hat auch Außenministerin Hillary Clinton das Verhalten der Soldaten verurteilt. Es sei "absolut unvereinbar mit amerikanischen Werten und den Standards, die wir von unserem Militärpersonal erwarten", sagte sie. Das Video zeigt vier Männer in US-Uniformen, die auf blutverschmierte Leichen urinieren. Das US-Militär hat die Vier inzwischen offenbar identifiziert, ein Sprecher wollte wegen laufender Ermittlungen aber keine Einzelheiten nennen. Der Nachrichtensender CNN berichtete, dass es sich um Marineinfanteristen vom Stützpunkt Camp Lejeune im Bundesstaat North Carolina handelt.

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Wegen seines umstrittenen Atomprogramms drohen dem Iran weitere Sanktionen. Die EU sei einer Einigung über konkrete Strafmaßnahmen näher gekommen, hieß es aus Diplomatenkreisen in Brüssel. So sollen europäische Unternehmen im Ölsektor verpflichtet werden, ihre Geschäfte mit dem Iran innerhalb von sechs Monaten abzubrechen. Die USA schickten unterdessen zwei Flugzeugträger in die Nähe des Persischen Golfes. Der Iran hatte gedroht, die Straße von Hormus, einen für die Ölversorgung des Westens extrem wichtigen Wasserweg, zu blockieren, wenn der Westen neue Sanktionen verhängt. Der Iran wird verdächtigt, heimlich Atomwaffen zu bauen, die Regierung bestreitet das. Jede Nation habe das Recht auf die friedliche Nutzung der Atomenergie, betonte Präsident Mahmud Ahmadinedschad bei einem Besuch auf Kuba, wo er unter anderen Ex-Präsident Fidel Castro traf.

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Im Zuge ihrer neuen Militärstrategie verringern die USA die Zahl ihrer in Deutschland stationierten Soldaten. Tausende würden aus Deutschland abgezogen, sagte Verteidigungsminister Leon Panetta in einem Interview des Pressedienstes seines Hauses. Details nannte er nicht. Derzeit haben die USA drei Kampfbrigaden mit je 3000 bis 5000 Soldaten in Deutschland und eine in Italien stationiert. Zwei davon sollen abgezogen werden. Die US-Regierung hatte kürzlich ihre neue Militärstrategie bekannt gegeben. Demnach setzen die USA auf weniger Soldaten, aber mehr High-Tech-Waffen. Das US-Militär soll kleiner, schlanker und flexibler werden. Außerdem soll die US-Präsenz in der asiatisch-pazifischen Region verstärkt werden sowie in der Region des erweiterten Nahen Ostens zwischen Nordafrika und Pakistan.

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Immer mehr deutsche Medien geben Bundespräsident Christian Wulff grünes Licht, ihre Fragen wegen der Kreditaffäre zu veröffentlichen. Die Springer-Blätter "Die Welt" und "Welt am Sonntag" stellten ihre Fragen sowie die Antworten von Wulffs Anwälten und der BW-Bank am Donnerstagabend sogar ins Internet. Andere Zeitungen hatten zuvor schon bekundet, keine Einwände gegen die Veröffentlichung zu haben. Wulff hatte in einem Fernsehinterview zugesagt, alle an ihn gerichteten Fragen im Zusammenhang mit seinem umstrittenen Hauskredit zu beantworten und ins Internet zu stellen. Dann jedoch hatte er diese Zusage mit dem Argument zurückgezogen, dass die fragenden Journalisten ein Recht auf Schutz ihrer Rechercheergebnisse hätten.

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Im Zuge einer Amnestie hat die Führung in Birma mehrere prominente politische Häftlinge begnadigt. Darunter sind nach Regierungsangaben Ex-Ministerpräsident Khin Nyunt und der Mitbegründer der Studentenbewegung "88er Generation", Min Ko. Dieser saß mit Unterbrechungen mehr als 18 Jahre im Gefängnis. Birma hatte am Donnerstag die Freilassung von insgesamt 651 Häftlingen angekündigt. Die Nationale Liga für Demokratie - die Partei von Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi - sprach von einem positiven Zeichen. Die USA und die Europäische Union hatten die Freilassung politischer Häftlinge zur Bedingung für die Aufhebung ihrer Sanktionen gegen das südostasiatische Land gemacht. Sie waren nach den blutig niedergeschlagenen Aufständen 1988 und 2007 verhängt worden. Nach Jahrzehnten der Militärherrschaft wird Birma seit März vergangenen Jahres von einer nominell zivilen Regierung geführt. Sie hat eine Reihe von Reformen eingeleitet und sich für Gespräche mit der Opposition geöffnet.

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Die somalische Al-Shabab-Miliz hat im Norden Kenias mindestens sechs Menschen getötet und weitere entführt. Bei dem Übergriff der Islamisten am Mittwochabend seien drei Polizisten, ein Beamter und ein Lehrer getötet worden, teilte Polizeichef James ole Serani mit. Mindestens vier Beamte würden zudem vermisst. Die Al-Shabab bekannte sich zu der Tat. Ihre Kämpfer hätten mehrere Menschen gefangen genommen, der Angriff sei eine Reaktion auf den kenianischen Militäreinsatz in Somalia, heißt es in einer Mitteilung der Al-Shabab vom Donnerstag. Kenia unterstützt die Übergangsregierung im Nachbarland Somalia und hatte Mitte Oktober Soldaten dorthin geschickt, um den Kampf gegen die Al-Shabab-Miliz zu unterstützen.

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