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Aktuell Europa

13 Studenten bei Busunglück in Spanien getötet

Tragisches Ende eines Studentenausflugs im Nordosten Spaniens: Ein Reisebus gerät auf die Gegenfahrbahn der Autobahn und stürzt um. In dem Reisebus waren nach offiziellen Angaben auch Deutsche.

Es war ein Ausflug zu einem Volksfest - die Rückfahrt endete in einem Unglück. Bei dem schweren Busunfall in Spanien sind 13 Studenten ums Leben gekommen. 44 Menschen in dem Reisebus wurden bei dem Unfall in der Nähe von Tarragona verletzt. Wie der katalanische Innenminister Jordi Jané an der Unglücksstelle bei der Ortschaft Freginals mitteilte, kamen bei dem Unglück auch deutsche Studenten zu Schaden. In dem Fahrzeug sollen Studierende aus 19 Nationen gereist sein.

Der Bus war kurz vor Morgengrauen mit 57 Menschen an Bord auf einer Autobahn auf die Gegenfahrbahn geraten, mit einem anderen Fahrzeug zusammengeprallt und auf die Seite gestürzt. Alles deute darauf hin, dass menschliches Versagen des Fahrers die Ursache des Unglücks gewesen sei, so Minister Jané. Im Bus waren Erasmus-Studenten, die einen Ausflug zur Eröffnung des Volksfestes "Las Fallas" in Valencia unternommen hatten. Das Unglück ereignete sich auf der Rückfahrt nach Barcelona.

Kein Alkoholbefund

Nach Informationen des katalanischen Senders TV3 hatten die Veranstalter der Exkursion insgesamt fünf Busse gechartert. Der Unglücksbus sei als das letzte Fahrzeug in der Kolonne gefahren, hieß es. Nach Informationen des Innenministers war der Bus an den rechten Rand der Autobahn geraten. Der Fahrer habe dann das Steuer herumgerissen. Daraufhin sei der Bus auf die Gegenfahrbahn gefahren und dort mit einem Personenwagen zusammengestoßen. In dem Auto wurden zwei Menschen verletzt. Der Fahrer des Busses überstand das Unglück leicht verletzt. Ein Test auf Alkohol und Drogen habe keinen Befund ergeben, teilte die Justiz in Barcelona mit.

Bergungskräfte räumen den verunglückten Bus von der Autobahn (Foto: AP)

Bergungskräfte räumen den verunglückten Bus von der Autobahn (Foto: AP)

Spaniens König Felipe VI. und Königin Letizia sprachen den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus. Der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont ordnete eine offizielle Trauer von zwei Tagen an. Der Bürgermeister des nahe gelegenen Dorfes Freginals, Josep Roncero, sagte dem Radiosender RAC1, an der Unglücksstelle hätten sich schon häufiger Unfälle ereignet.

Das Erasmus-Programm unterstützt Studenten bei Auslandsaufenthalten mit Mitteln der Europäischen Union. Es ist deshalb bei Hochschülern sehr beliebt.

AR/ago/sti (dpa, afpf)

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