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Terror in der Türkei

13 Soldaten bei Terroranschlag in der Türkei getötet

Eine Woche nach dem verheerenden Doppelattentat in Istanbul wird die Türkei von einem neuen Angriff erschüttert. In Kayseri wurde ein Bus durch eine Autobombe zerfetzt. Es gab viele Opfer.

Der Angriff kam in den Morgenstunden und erfolgte nahe der Erciyes-Universität der zentraltürkischen Großstadt Kayseri. Ziel war ein städtischer Bus, in dem vor allem Soldaten unterwegs waren, die einen freien Tag zum Einkaufen auf einem Markt nutzen wollten. Staatschef Recep Tayyip Erdogan bestätigte in Ankara den Tod von mindestens 13 Militärangehörigen und sprach von 55 Verletzten. Auch bei diesem Anschlag beschuldigte Erdogan die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK.  

Man wisse, dass die Angriffe in Verbindung stünden mit den Entwicklungen in Syrien und im Irak, aber auch mit wirtschaftlichen "Schwankungen" in der Türkei, wird der Präsident von der Nachrichtenagentur Anadolu zitiert. Die Terrorgruppen würden im Geiste der jüngst von ihm ausgerufenen "nationalen Mobilmachung» bekämpft.

Ein Armeesprecher wollte nicht ausschließen, das es auch zivile Opfer gegeben habe. Der Bus wurde durch die Autobombe völlig zerstört. Auf Fernsehbildern ist das ausgebrannte Wrack zu sehen. Die Industriestadt Kayseri liegt weit entfernt von den Kurdengebieten im Südosten der Türkei und galt bislang als ruhig. 

Am vergangenen Wochenende waren bei zwei Bombenexplosionen nahe einem Stadion in Istanbul 44 Menschen getötet worden, darunter 36 Polizisten. Zu dem Doppelanschlag hatte sich eine extremistische Splittergruppe der PKK bekannt.

Türkei Kayseri Explosion Bus (Reuters/T.Bulut)

Panik nach dem Autobombenanschlag auf dem Universitätsgelände von Kayseri

Als Reaktion nahmen die türkischen Behörden mehr als 200 Politiker der prokurdischen Partei HDP fest. Seit der erneuten Eskalation des Konflikts zwischen den Kurden und der türkischen Staatsmacht im Sommer 2015 lehnt Ankara jeden Dialog mit der HDP ab.

SC/jj (afp, rtre, dpa)