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Filme

13 Semester: eine Komödie übers Unileben

Zwei Jungs aus der Provinz brechen auf in die große Stadt – um dort Wirtschaftsinformatik zu studieren. Dort lassen sie sich von den Reizen des Studi-Lebens allzu gern ablenken. Die Studenten-Komödie "13 Semester".

Szene aus 13 Semester: Momo (Max Riemelt) (Foto: Claussen + Wöbke + Putz)

Die Formeln sind für Momo nicht das Interessanteste am Studium

Die beiden Freunde Momo und Dirk stammen eigentlich aus einer Kleinstadt in Brandenburg und haben nun beschlossen Wirtschaftsmathematik an der Uni in Darmstadt zu studieren. Voller Tatendrang suchen beide nach einem Zimmer, gehen dabei aber getrennte Wege. Die erste Vorlesung ist ernüchternd. "Ich will Ihnen noch folgendes mit auf den Weg geben", sagt der Professor, "Schauen sie doch mal nach links und dann nach rechts zu ihrem Sitznachbarn. Rein statistisch gesehen, werden sie die beiden Kommilitonen beim Diplom nicht wiedersehen."

Szene aus 13 Semester: Kerstin (Claudia Eisinger) (Foto: Claussen + Wöbke + Putz)

Für sie lernt Informatik-Nerd Momo sogar Yoga

Regiedebütant Frieder Wittich hat einen Film über das Studieren gedreht, der nicht nur ganz unterschiedliche Lebensgefühle gekonnt einfängt, sondern seine Figuren bei allen nützlichen Klischees auch ernst nimmt. So wird Dirk schnell zum Streber, passt sich an und geht weder privat noch beim Studieren Risiken ein. Robert Gwisdek spielt ihn sehr überzeugend.

Der Streber und der Träumer

Max Riemelt dagegen, den man schon sehr oft im jungen, deutschen Kino gesehen hat, verkörpert Momo, der sich schnell ablenken lässt, schwer verliebt ist und seine Ziele zunächst aus den Augen verliert. Für den Berliner, der hier zum ersten Mal einen Intellektuellen spielt, war dies eine ganz andere Rolle und auch eine Herausforderung: "Es war mir ganz wichtig, mal eine Komödie auszuprobieren", sagt Riemelt. "Das hat totalen Spaß gemacht und das möchte ich auch weiter verfolgen, wenn sich eine Möglichkeit mit so einem tollen Regisseur noch mal ergeben sollte."

Nicht nur Max Riemelt und Robert Gwisdek überzeugen, sondern auch Alexander Fehling als der ewige Student Bernd, der das ganze Lernen, das Streben nach Karriere nicht mehr ernst nimmt. Regisseur Frieder Wittich hatte überall in Deutschland, der Schweiz und Österreich gecastet, sich dann aber doch für den einen oder anderen bekannteren Darsteller entschieden.

Filmplakat (Foto: Claussen + Wöbke + Putz)

'13 Semester' ist eine sympathische Studentenkomödie

Letztendlich macht dann aber gerade die Mischung zwischen noch unbekannten Gesichtern und gestandenen Jungstars den Charme des Films aus. "Das war eben auch der Ehrgeiz, nicht nur die üblichen Verdächtigen aus dem Schauspielkatalog heraus zu besetzen", sagt Wittich. Er fühle sich als Debütregisseur geradezu verpflichtet, nach Newcomern aus seiner Altersgruppe zu suchen.

Prominente Produzenten

Obwohl "13 Semester" ein Debütfilm ist, konnte Frieder Wittich die renommierten Produzenten Claussen und Wöbke gewinnen, die bereits mit Filmen wie "Crazy" von Hans Christian Schmid ihr gutes Händchen für Jungregisseure bewiesen. Vertrieben wird der Film in Deutschland denn auch von den US-Giganten "20th Century Fox", die zwar Filme wie "Avatar" oder "Titanic" im Programm haben, aber Debüts gegenüber aufgeschlossen sind. So wird bei "13 Semester" die Balance zwischen Anspruch und Unterhaltung gewahrt. Ein sympathischer Film aus Deutschland, mit dem das Kinojahr optimistisch beginnt.

Autor: Jörg Taszman
Redaktion: Manfred Götzke

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