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Sport

13. Pokalsieg für die Bayern

Bayern München hat mit einem 1:0 gegen Eintracht Frankfurt zum 13. Mal den DFB-Pokal gewonnen und damit den Grundstein zur erfolgreichen Verteidigung des Doubles gelegt.

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Auch Rekordsieger freuen sich

International läuft wenig, aber in Deutschland bleibt Bayern München das Maß aller Dinge. Es war alles wie gehabt im ausverkauften Berliner Olympiastadion: Die Bayern spielten nicht gut, aber effektiv. Ein Treffer von Claudio Pizarro in der 59. Minute reichte für den Rekordmeister und Rekordpokalsieger für den Sieg im 63. Endspiel. Bereits am Mittwoch (3.5.) kann München gegen den VfB Stuttgart als erste deutsche Mannschaft in zwei aufeinander folgenden Jahren das Doppel aus Meisterschaft und Cup-Sieg perfekt machen.

Den abstiegsbedrohten Hessen, die ebenfalls am Mittwoch gegen Kaiserslautern ein wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt machen wollen, bleibt ein Trost: Trotz der Pokalniederlage sind sie erstmals seit der Saison 1993/84 wieder im UEFA-Cup qualifiziert, da die Bayern schon in der Champions League antreten.

Glanzparade von Kahn

Nach dem Spiel zollten die erfolgsverwöhnten Bayern dem Gegner sehr viel Respekt. "Es war ein sehr schweres Spiel. Die Frankfurter haben ein Klassespiel gemacht und sich viele Sympathien erworben", resümierte Bayern-Trainer Felix Magath. Münchens Torwart und Kapitän Oliver Kahn, der kurz vor Schluss gegen Ioannis Amanatidis mit einer Glanzparade den Ausgleich verhindert hatte und mit fünf persönlichen Pokalsiegen einen Rekord aufstellte, war total happy: "Das ist immer wieder ein Highlight in meiner Karriere. Bei der Chance von Amanatidis braucht man auch ein Quäntchen Glück. Ich habe gar nichts gesehen. Das ist ein tolles Gefühl."

Bei seinem Frankfurter Kollegen Oka Nikolov hielt sich die Enttäuschung in Grenzen: "Wir waren heute nah dran, haben gut gespielt." Auch Trainer Friedhelm Funkel zeigte sich zufrieden. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Kompliment meiner Mannschaft. Sie hat den Bayern alles abverlangt. Wir haben kompakt gestanden, und einige Möglichkeiten gehabt, aber es hat trotzdem nicht gereicht."

Pomadige Bayern, freche Frankfurter

74.349 Zuschauer im ausverkauften Olympiastadion, darunter auch Bundespräsident Horst Köhler, der nach dem Match den Pokal an Kahn überreichte, Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie Bundestrainer Jürgen Klinsmann, sahen von Beginn an eine ausgeglichene Partie, in der sich der Außenseiter Frankfurt überraschenderweise nicht versteckte. Der viermalige Pokalsieger profitierte dabei vor allem von der pomadigen Spielweise des Favoriten.

Die Eintracht dagegen spielte vor allem über die rechte Seite mit Stefan Lexa und Patrick Ochs frech und unerschrocken nach vorne. Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack gab dem Münchner Mittelfeld auf der anderen Seite zunächst kaum Impulse. Die größte Möglichkeit in der ersten Hälfte hatte die Eintracht. Nach einem sehenswerten Zuspiel von Lexa zog die einzige Spitze Ioannis Amanatidis aus 16 Metern ab, sein Gewaltschuss verfehlte jedoch knapp das von Oliver Kahn gehütete Münchner Tor.

Bayern dreht auf

Wie verwandelt kamen die Münchner aus der Kabine und setzten Frankfurt mehr unter Druck. Zunächst scheiterte Ballack per Kopf an Nikolov (46.), dann hatte Makaay Pech, dessen Schuss aus kurzer Distanz Nikolov an die Latte lenkte (48.). Elf Minuten später jedoch hatte der 19-malige deutsche Meister mehr Glück: Der zur Pause eingewechselte Ze Roberto fand mit einer Ecke den Kopf von Pizarro, der unhaltbar für Nikolov vollstreckte.

In der Folge bemühte Frankfurt, das zuletzt 1988 den Pokal gewonnen hatte, sich zwar, konnte dem Gegner aber nicht mehr so stark Paroli bieten wie noch in der ersten Hälfte. Frankfurt hatte seine auffälligsten Akteure in Benjamin Huggel und Köhler, bei den Münchnern, die zum 15. Male im Pokalfinale standen, ragten Pizarro und Sagnol heraus. (wga)