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Aktuell Asien

13 Millionen "illegale" Chinesen dürfen sich registrieren lassen

Ein Prozent der Bevölkerung in China lebt in einem illegalen Status. Das sind vor allem Kinder, die entgegen der Ein-Kind-Regelung zur Welt gekommen sind. In Zukunft dürfen sich diese Menschen registrieren lassen.

In China sollen sich 13 Millionen bislang nicht registrierte Bürger offiziell anmelden dürfen und dadurch Zugang zu Grundrechten wie Bildung und Gesundheitsversorgung bekommen. Das teilte die Regierung des bevölkerungsreichsten Landes der Welt mit.

Die sogenannte Haushaltregistrierung ist in China unter anderem die Voraussetzung dafür, ein Bankkonto zu eröffnen, eine Ehe zu schließen, Zugang zum Gesundheitssystem zu bekommen und zur Schule zu gehen. Viele Menschen sind aus diesem System aber ausgeschlossen, weil ihre Geburt unter Missachtung der seinerzeit strikten Ein-Kind-Regel erfolgte, weil sie Waisen sind oder obdachlos.

"Schwarze Kinder"

"Es ist ein Grundrecht für chinesische Bürger, legal registriert zu werden", berichtete das staatliche Fernsehen unter Bezug auf eine Erklärung der Regierung. Kinder, die entgegen der Ein-Kind-Politik zur Welt gekommen sind, werden als so genannte "schwarze Kinder" bezeichnet.

Die Eltern können diese Kinder nur registrieren lassen, wenn sie viel Geld dafür bezahlen. Das jedoch können sich viele Eltern nicht leisten. Im Oktober wurde die Ein-Kind-Politik zugunsten einer Zwei-Kind-Regelung gelockert.

nem/sti (rtr, afp)