1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

12.11.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Nach der spektakulären Wende in den Mordfällen an einer Heilbronner Polizistin im Jahre 2007 und an acht ausländischen Imbissbesitzern prüfen Ermittler in ganz Deutschland nun mögliche Verbindungen zu ungeklärten Anschlägen. Die ermittelnde Bundesanwaltschaft geht von rechtsextremen Tätern aus. In einer Zwickauer Wohnung wurden mehrere DVDs gefunden, auf denen unter anderem ein Propagandafilm zu sehen ist. Zuvor war die Tatwaffe aus den sogenannten Döner-Morden bei einem Bankräuber-Trio aus Sachsen gefunden worden, das auch für den Mord an einer Polizistin verantwortlich gemacht wird. Zwei Männer der Gruppe sollen sich vor einer Woche selbst erschossen haben, ihre Komplizin stellte sich danach der Polizei. Die Bundesanwaltschaft schließt nicht aus, dass es weitere Tatbeteiligte gibt. Der CSU-Innenpolitiker Hans-Peter Uhl sagte in einem Zeitungsinterview, möglicherweise hätten Geheimdienst-Mitarbeiter mehr über die Hintergründe der Taten gewusst, als bisher bekannt sei. Vertreter von in Deutschland lebenden Ausländern riefen angesichts der Ermittlungsergebnisse zum Kampf gegen rechtsextremistischen Terror auf. Türkische Gemeinden kündigen Protestaktionen an.

***

Türkische Sicherheitskräfte haben im Marmara-Meer den Entführer einer Personenfähre erschossen. Das Schiff sei in den Morgenstunden gestürmt worden, meldete das staatliche Fernsehen. Entgegen früheren Berichten habe es sich um einen Einzeltäter gehandelt. Nach Angaben des Provinzgouverneurs trug der Geiselnehmer eine Bombenattrappe am Körper. Zunächst war von einem Kommando die Rede gewesen, das sich zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK bekannt habe. Im Marmara-Meer liegt die Imrali-Insel, auf der seit Jahren PKK-Chef Abdullah Öcalan inhaftiert ist. An Bord der Fähre sollen 24 Passagiere und Besatzungsmitglieder gewesen sein.

***

In Italien ist nach der Verabschiedung eines neuen Spar- und Reformpakets im Senat der politische Neubeginn in greifbare Nähe gerückt. Unter dem anhaltenden Druck der EU-Partner wird voraussichtlich an diesem Samstag auch das Abgeordnetenhaus in Rom den Reformen zustimmen und damit den Weg für einen Wechsel an der Spitze der Regierung ebnen. Der konservative Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte erklärt, er werde zurücktreten, sobald beide Kammern die Reformen verabschiedet haben. Diese umfassen unter anderem eine Anhebung des Renteneintrittsalters sowie den Verkauf von Immobilien im Staatsbesitz. Als Favorit für Berlusconis Nachfolge gilt der frühere EU-Kommissar Mario Monti. In Rom wurde spekuliert, er könne bereits vor Börsenöffnung am Montag als neuer italienischer Ministerpräsident benannt werden.

***

Im Kampf gegen die Schuldenkrise will Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble mehr Kompetenzen in der Finanzpolitik auf die europäische Ebene verlagern. Dies müsse zusätzlich zum verschärften Stabilitätspakt geschehen, da es bisher keine gemeinsame Finanzpolitik gebe, sagte der CDU-Politiker dem Magazin "Focus". Bundeskanzlerin Angela Merkel wies in der "Leipziger Volkszeitung" darauf hin, dass die Solidarität mit den Euro-Krisenstaaten auch negative Auswirkungen auf die Haushaltssituation und den Wohlstand in Deutschland haben könne. Zwar seien bisher noch keine Lasten entstanden, dies könne sich aber möglicherweise ändern. Merkel verwies in diesem Zusammenhang auf die wirtschaftlichen Gewinne, die Deutschland als Exportnation aus dem Euro-Raum zieht.

***

Die Außenbeauftragte der Europäischen Union, Catherine Ashton, will an diesem Samstag in der libyschen Hauptstadt Tripolis eine Vertretung der Europäischen Union eröffnen. Geplant sind laut Mitteilung aus Brüssel auch Gespräche mit dem neuen libyschen Ministerpräsidenten Abdulrahim al-Kib und dem Vorsitzenden des Nationalen Übergangsrates, Mustafa Abdul Dschalil. In der Erklärung Ashtons wird die Hoffnung der EU auf einen politischen Neuanfang in Libyen mit Rechtsstaatlichkeit und Demokratisierung bekräftigt. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte dem neuen Regierungschef jüngst ihre Unterstützung zugesagt. Deutschland wolle helfen, Freiheit und Selbstbestimmung in einem neuen demokratischen Libyen zu verwirklichen, so die Kanzlerin.

***

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden viel Sonnenschein, kaum Wolken und trocken; in der Südhälfte in einigen Niederungen und Tallagen besonders in Donaunähe neblig trüb, aber niederschlagsfrei. Höchstwerte fünf bis 14 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag anfangs örtlich Nebel, später häufig sonnig und trocken. Höchstwerte sieben bis elf Grad.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema