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Nachrichten

12.10.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Bei ihrem einzigen Fernseh-Duell im US-Wahlkampf haben sich die Kandidaten für das Vizepräsidentenamt einen harten Schlagabtausch geliefert. Vor allem bei außenpolitischen Fragen kam es in Danville im Bundesstaat Kentucky zu Wortgefechten zwischen dem amtierenden Vize-Präsidenten Joe Biden und dem Republikaner Paul Ryan. Dieser warf Präsident Barack Obama Führungsschwäche vor. So habe dessen Regierung im Vorfeld der tödlichen Terrorattacke auf das US-Konsulat in der libyschen Stadt Bengasi versagt. Biden bezeichnete Ryans Äußerungen als - so wörtlich - "einen Haufen Quatsch". Obamas Stellvertreter hielt den Republikanern vor, die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm zu übertreiben. Der Iran sei noch ein gutes Stück vom Atomwaffenbesitz entfernt. Beim Thema Wirtschaft meinte Ryan, die Regierung habe in vier Jahren Amtszeit keinen echten Aufschwung geschaffen. Biden kritisierte seinerseits die Steuerpläne der Republikaner. Um Steuern für die Superreichen zu senken, werde die Mittelschicht als Geisel genommen.

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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat die Herabstufung der spanischen Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) kritisiert. Die Entscheidung basiere auf einem Missverständnis, das durch unrealistische oder unzutreffende Erwartungen auf den Finanzmärkten geschürt worden sei, sagte Schäuble in Tokio vor der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank. S&P hatte die Senkung der Bonitätsnote der viertgrößten Volkswirtschaft in der Euro-Zone von BBB+ auf BBB- am Donnerstag unter anderem mit Zweifeln an der Bereitschaft in Europa begründet, die spanischen Bankschulden zu vergemeinschaften. Hintergrund sind Pläne für eine europäische Bankenaufsicht, die Voraussetzung für eine direkte Rekapitalisierung maroder Banken in Euroländern durch den Rettungsfonds ist. Die angestrebte Bankenaufsicht erfordert aber umfangreiche Vorbereitungen.

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Im Konflikt um das in der Türkei gestoppte syrische Passagierflugzeug hat die Führung in Damaskus den türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan der Lüge bezichtigt. Er wolle damit das feindselige Verhalten Ankaras gegenüber Syrien rechtfertigen, erklärte das Außenministerium in Damaskus. Es bestritt erneut, dass sich an Bord der Maschine Waffen befanden. Erdogan hatte zuvor erklärt, die von der Türkei beschlagnahmte Fracht des aus Moskau kommenden Flugzeugs habe "Munition" und militärische Ausrüstung enthalten. Ein russischer Rüstungshersteller habe diese an das Verteidigungsministerium in Damaskus schicken wollen, sagte Erdogan dem türkischen Fernsehsender NTV. Türkische Kampfflugzeuge hatten den Airbus A-320 der Fluggesellschaft SyrianAir am Mittwochabend auf dem Weg von Moskau nach Damaskus zur Landung in Ankara gezwungen. Neben Syrien bestreitet auch Russland, dass das Flugzeug eine illegale Fracht an Bord hatte.

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Ägyptens Präsident Mohammed Mursi hat nach umstrittenen Freisprüchen für Funktionäre des alten Regimes Generalstaatsanwalt Abdelmagid Mahmud entlassen. Mahmud werde seinem Land künftig als Botschafter im Vatikan dienen, meldeten die staatlichen Medien. Am Mittwoch waren 24 Angeklagte freigesprochen worden, denen vorgeworfen worden war, für die blutigen Angriffe von Kamel-Reitern auf Demonstranten auf dem Kairoer Tahrir-Platz während der ägyptischen Revolte im Februar 2011 verantwortlich gewesen zu sein. Unter den Angeklagten waren mehrere ranghohe Vertreter der gestürzten Führung unter Ex-Präsident Husni Mubarak. Das Gericht hatte seine Entscheidung mit einem Mangel an Beweisen begründet. - In den rund drei Wochen des Aufstands gegen Mubarak waren im Januar und im Februar 2011 nach offiziellen Angaben fast 850 Menschen getötet und mehr als 6000 verletzt worden.

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Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland ist einem Zeitungsbericht zufolge seit Monatsbeginn deutlich gestiegen. Die stärksten Zuwächse gebe es bei Flüchtlingen aus Serbien und Mazedonien, berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Zahlen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Demnach wurden vom 1. bis 10. Oktober 3744 Asylanträge gestellt. Bis zum Monatsende würden insgesamt rund 11.700 Anträge erwartet. Das seien fast ein Viertel der Gesamtzahl der Asylanträge des gesamten Jahres 2011.

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