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Langsam gesprochene Nachrichten

12.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:40

Nachrichten von Samstag, 12. August 2017 – langsam gesprochen als MP3

Trump schließt militärische Schritte gegen Venezuela nicht aus:

Ein Einsatz eigener Soldaten kommt für US-Präsident Donald Trump offenbar auch in Venezuela in Betracht. In dem südamerikanischen Land gebe es mehrere Möglichkeiten, darunter auch eine militärische Option, sagte Trump in Bedminster. Venezuela sei nicht sehr weit weg und die Menschen dort müssten leiden und sterben. Die Lage sei sehr gefährlich. Die Regierung in Caracas nannte Trumps Drohungen einen "Akt der Verrücktheit". Die US-Regierung hatte nach der Wahl einer sogenannten verfassungsgebenden Versammlung in Venezuela Ende Juli Sanktionen gegen den sozialistischen Staatschef Nicolás Maduro und weitere Amtsträger verhängt. Kritiker befürchten, dass Maduro mit dem Gremium seine Macht sichern und eine Diktatur errichten will. Eine Anfrage aus Caracas für ein Telefonat der beiden Staatschefs war von Trump am Freitag abgelehnt worden.

 

Trump bekräftigt Drohungen an Nordkorea:

US-Präsident Donald Trump hat seine Drohungen an Nordkorea noch einmal bekräftigt. An seinem Urlaubsort Bedminster im US-Bundesstaat New Jersey sagte Trump, Machthaber Kim Jong Un werde Aktionen gegen die US-Pazifikinsel Guam oder einen anderen Ort auf amerikanischem Territorium bereuen. Zugleich distanzierte sich Trump von Äußerungen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, die zur Mäßigung aufgerufen und vor einer Eskalation des Konflikts gewarnt hatte. Merkel habe sich dabei möglicherweise auf Deutschland bezogen, aber sicher nicht auf die USA, so Trump. Die Europäische Union plant ein Sondertreffen zur Nordkorea-Krise. Die Außenbeauftragte Federica Mogherini berief für kommenden Montag die für Sicherheitsfragen zuständigen EU-Botschafter ein. Chinas Präsident Xi Jinping forderte Trump in einem Telefonat zur Mäßigung im Atomstreit auf.

 

Kenyatta zum Wahlsieger in Kenia ausgerufen:

In Kenia ist das offizielle Endergebnis der Präsidentenwahl vom vergangenen Dienstag bekannt gegeben worden. Wie die Wahlkommission mitteilte, erhielt Amtsinhaber Uhuru Kenyatta 54,3 Prozent der Stimmen und bleibt damit Präsident. Sein Konkurrent Raila Odinga kam demnach auf 44,7 Prozent. Nach der Verkündung des Wahlergebnisses rief Kenyatta seine politischen Gegner zum Frieden auf. Diese seien nicht seine Feinde, sondern Bürger derselben Republik. Die Anhänger Odingas hatten den Wahlausgang schon im Vorfeld in Zweifel gezogen. Unter anderem war der Vorwurf erhoben worden, die Datenbank der Wahlbehörde sei von Hackern manipuliert worden. Internationale Beobachter gelangten jedoch zu der Einschätzung, dass es bei der Abstimmung keine Unregelmäßigkeiten gab.

 

Weitere umstrittene Justizreform in Polen tritt in Kraft:

Mitten in der Parlamentspause ist in Polen ein Teil der international kritisierten Justizreform der nationalkonservativen Regierung in Kraft getreten. Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass Justizminister Zbigniew Ziobro künftig Gerichtsvorsitzende ohne Grund entlassen und ohne Rücksprache mit Juristen durch neue Kandidaten austauschen kann. Dadurch könne er die Posten mit eigenen, willfährigen Bewerbern besetzen, bemängelten Rechtsexperten und Regierungsgegner. Ungeachtet großer Proteste der Bevölkerung und eindringlicher Warnungen der EU-Kommission hatte Präsident Andzej Duda das von der regierenden Partei Recht und Gerechtigkeit forcierte Gesetz Ende Juli unterschrieben. Die EU-Kommission leitete daraufhin ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Polen ein, das im letzten Schritt sogar zur Verhängung von Strafgeldern führen könnte.

 

Mehr als 20 Tote bei Selbstmordanschlag in Syrien:

Bei einem Selbstmordanschlag im Süden Syriens sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 23 Menschen getötet worden. Bei den meisten Opfern handele es sich um Kämpfer der Rebellengruppe Dschaisch al-Islam, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Viele weitere Menschen seien bei der Explosion an der Grenze zu Jordanien zum Teil lebensgefährlich verletzt worden. Laut der Beobachtungsstelle zündete der Täter seinen Sprengstoffgürtel auf einem Stützpunkt der Rebellengruppe nahe dem Grenzübergang Nasib. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Im Süden Syriens werden Rebellen aber immer wieder von Extremisten mit Verbindungen zur Terrormiliz "Islamischer Staat" attackiert.

 

USA wollen Nahost-Friedensprozess neu beleben:

Die USA wollen offenbar eine neue Initiative für den Frieden zwischen Israelis und Palästinensern starten. US-Präsident Donald Trump sehe dafür eine Gelegenheit, nachdem sich die Wogen im jüngsten Streit um den Jerusalemer Tempelberg geglättet hätten, teilte das Weiße Haus in Washington mit. Trump wolle zunächst drei seiner Berater in die Region entsenden, um Gesprächsoptionen zu prüfen. Den Angaben zufolge soll es sich dabei um seinen Schwiegersohn Jared Kushner, seinen Gesandten für internationale Verhandlungen, Jason Greenblatt, und die stellvertretende nationale Sicherheitsberaterin, Dina Powell, handeln. Die drei wollen sich auch mit Vertretern von Staaten treffen, die den Friedensprozess zwischen Israel und den Palästinensern unterstützen könnten, darunter Saudi-Arabien, Ägypten und Katar.

 

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