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Nachrichten

12.07.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:31

Nachrichten von Dienstag, 12. Juli 2016 – langsam gesprochen als MP3

Wieder Proteste gegen Polizeigewalt in den USA:

Die Proteste gegen Polizeigewalt in den Vereinigten Staaten reißen nicht ab. Auch am Montagabend gingen in zahlreichen Städten wieder Hunderte Menschen auf die Straße. In Chicago blockierten Demonstranten eine wichtige Verkehrsstraße. Eine größere Protestkundgebung gab es auch im kalifornischen Sacramento. Anlass für die Protestserie sind tödliche Polizeischüsse auf zwei Schwarze in der vergangenen Woche. Danach waren in der Nacht zu Freitag während einer Kundgebung in Dallas fünf Polizisten von einem Afroamerikaner erschossen worden. - Präsident Barack Obama beriet unterdessen mit führenden Polizeivertretern über Konsequenzen aus den gewaltsamen Vorfällen. Am Dienstag will Obama in Dallas auf einer Gedenkfeier für die getöteten Beamten sprechen.

US-Republikaner hegen Meineid-Verdacht gegen Clinton:

In der E-Mail-Affäre steht die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton weiter unter Druck. Zwei führende Republikaner im US-Repräsentantenhaus wollen untersuchen lassen, ob Clinton vor dem Kongress einen Meineid geschworen hat. Die vom FBI gesammelten Beweise schienen ihrer beeideten Aussage zu widersprechen, schrieben die Ausschussvorsitzenden Jason Chaffetz und Bob Goodlatte an die Staatsanwaltschaft. - Clinton hatte als Außenmininsterin von 2009 bis 2013 einen privaten E-Mail-Server für dienstlichen Mailverkehr genutzt und damit gegen Sicherheitsregeln verstoßen. Justizministerin Loretta Lynch hatte in der vergangenen Woche den Verzicht auf ein offizielles Ermittlungsverfahren gegen Clinton bekanntgegeben. Sie folgte damit einer Empfehlung der Bundespolizei FBI.

UN-Generalsekretär verlangt Waffenembargo gegen Südsudan:

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat an den Sicherheitsrat appelliert, umgehend ein Waffenembargo gegen den Südsudan zu verhängen. Angesichts der Kämpfe zwischen dem Militär und rivalisierenden Milizen des Vizepräsidenten und früheren Rebellenführers Riek Machar müsse auch die UN-Friedensmission verstärkt werden, sagte Ban in New York. Gegen alle, die die Umsetzung des vor einem Jahr unterzeichneten Friedensabkommens behinderten, seien weitere Sanktionen zu verhängen. Über einen möglichen Rücktritt von Präsident Salva Kiir und von dessen Stellvertreter, die beide zu einer Waffenruhe aufriefen, müsse aber das Volk entscheiden. - Bei den Kämpfen, die zum fünften Jahrestag der Unabhängigkeit im Südsudan ausgebrochen waren, wurden am Wochenende laut Regierungsangaben rund 270 Menschen getötet.

Juncker und Tusk zu EU-China-Gipfel in Peking:

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Ratspräsident Donald Tusk sind zu Gesprächen in Peking eingetroffen. Zum Auftakt des zweitägigen EU-China-Gipfels wollen sie mit dem chinesischen Regierungschef Li Keqiang zusammenkommen. Auf der Agenda stehen vor allem Wirtschaftsfragen. Beobachter erwarten, dass auch der Konflikt um die Einstufung Chinas als Markwirtschaft eine Rolle spielen wird. Die Welthandelsorganisation hatte China diesen Status bis 2016 in Aussicht gestellt. Dieser würde das Land vor Klagen bewahren, weil es seine Produkte unter Marktpreis verkauft. In der EU dominiert allerdings die Auffassung, es müssten zunächst weitere Schutzmechanismen gegen Billigprodukte aus China geschaffen werden. So wirft Brüssel Peking vor, den europäischen Markt mit billigem Stahl zu fluten, wodurch in Europa Arbeitsplätze gefährdet würden.

Knesset verabschiedet Gesetz zu Kontrolle von Nichtregierungsorganisationen:

Das israelische Parlament hat ein umstrittenes Gesetz zur strengeren Kontrolle von Nichtregierungsorganisationen (NGO) verabschiedet. Die Neuregelung sieht eine Meldepflicht für jene NGOs vor, die den Großteil ihrer Finanzmittel aus dem Ausland beziehen. Die rechtsorientierte Justizministerin Ajelet Schaked erklärte, das Gesetz solle die Einmischung ausländischer Staaten in Israels Angelegenheiten unterbinden. Linke Parteien und arabische Gruppierungen werfen der Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hingegen vor, mit der Vorlage vor allem Organisationen ins Visier zu nehmen, die deren Palästinenserpolitik kritisch gegenüber stehen. Linke oder pro-palästinensische NGOs dürften am stärksten von dem neuen Gesetz betroffen sein, weil sie häufig Gelder aus dem Ausland erhalten, etwa von europäischen Regierungen. Rechtsgerichtete Organisationen finanzieren sich stärker aus privaten Spenden, für welche die neue gesetzliche Nachweispflicht nicht gilt.

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