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Nachrichten

12.07.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Der UN-Sondergesandte Kofi Annan hat den Weltsicherheitsrat aufgerufen, Druck auf die Konfliktparteien in Syrien auszuüben. Die Mitglieder des Rates sollten ihre nationalen Interessen beiseite stellen, erklärte Annan in einer nicht-öffentlichen Sitzung des mächtigsten UN-Gremiums. Die, die sich nicht an seinen Friedensplan hielten, müssten Konsequenzen spüren, wurde der Sondergesandte von Teilnehmern der Sitzung zitiert. Mehrere westliche Staaten im Sicherheitsrat, darunter Deutschland, legten unterdessen einen neuen Syrien-Resolutionsentwurf vor. Darin wird Machthaber Baschar al-Assad aufgefordert, binnen zehn Tagen die Angriffe mit schweren Waffen durch seine Armee zu stoppen. Andernfalls drohten Sanktionen, heißt es in dem Entwurf. Die UN-Vetomacht Russland machte abermals deutlich, Sanktionen gegen die Regierung in Damaskus nicht mitzutragen.

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Mit dem syrischen Botschafter im Irak hat der bisher ranghöchste Diplomat des Landes Präsident Baschar al-Assad die Gefolgschaft gekündigt. In einer vom arabischen Fernsehsender "Al Dschasira" ausgestrahlten Stellungnahme erklärte Nawaf Fares, er unterstütze fortan die Opposition. Zugleich forderte er alle Syrer auf, sich ebenfalls gegen Assad zu stellen. Die Loyalität müsse dem Volk gelten, nicht einem Diktator, der seine Leute töte, sagte Fares.

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Angesichts der demokratischen Reformen in Birma lockern die Vereinigten Staaten ihre Sanktionen gegen das südostasiatische Land. So ist es US-Firmen künftig gestattet, dort Investitionen zu tätigen. Erstmals seit 22 Jahren entsandten die USA zudem wieder einen Botschafter nach Birma. Der auf Asien spezialisierte US-Diplomat Derek Mitchell wurde in der Hauptstadt Naypyidaw von Staatspräsident Thein Sein empfangen. Die birmanische Führung und das gesamte Land machten weiter "spürbare Fortschritte auf dem Weg zur Demokratie", erklärte US-Präsident Barack Obama. Die politischen und ökonomischen Reformen seien jedoch noch nicht abgeschlossen, so Obama.

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Wegen Sorgen um die Rechtstaatlichkeit in Rumänien hat die EU-Kommission dem südosteuropäischen Land mit Konsequenzen gedroht. Sie sei "sehr besorgt über die sich rasch entwickelnde Situation", erklärte Justizkommissarin Viviane Reding. Ihre Juristen sollen nun die Rechtmäßigkeit des laufenden Amtsenthebungsverfahrens gegen Staatspräsident Traian Basescu prüfen. Auch will Reding klären lassen, ob die Regierung des sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Victor Ponta mit Gesetzesänderungen per Notverordnung gegen rechtsstaatliche Grundsätze der Europäischen Union verstoßen hat. An diesem Donnerstag wird sich Ponta in Brüssel mit EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und Kommissionspräsident José Manuel Barroso treffen.

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In der ostpakistanischen Stadt Lahore haben mehrere Bewaffnete ein Wohngebäude von Sicherheitskräften angegriffen und dabei neun Polizisten getötet. Mehrere Menschen seien bei dem Überfall verletzt worden, teilte die Polizei mit. Die Angreifer seien auf Motorrädern angekommen und in das Gebäude eingedrungen, in dem 35 Polizisten und Gefängniswärter untergebracht waren. Sie hätten ihre Opfer in den frühen Morgenstunden im Schlaf überrascht und seien nach der Tat geflohen. Bei den meisten Bewohnern handelte es sich demnach um Offiziere aus den unruhigen Stammesgebieten im Nordwesten Pakistans, die für eine Fortbildung in Lahore waren.

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