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Nachrichten

12.07.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Frankreich will bis Ende 2012 etwa 1.000 seiner Soldaten aus Afghanistan abziehen. Dies wäre ein Viertel der am Hindukusch stationierten Franzosen. Man müsse "wissen, wie man einen Krieg beende", sagte Präsident Nicolas Sarkozy bei einem Truppenbesuch im Bezirk Surobi nördlich der afghanischen Hauptstadt Kabul. Der Abzug werde stufenweise und in einem Zeitrahmen ähnlich wie der Rückzug der Amerikaner erfolgen, hatte es jüngst in einer Erklärung aus dem Elysée Palast gelautet. - Während seines Kurzbesuchs sollte Sarkozy auch Präsident Hamid Karsai und den ISAF-Oberbefehlshaber David Petraeus treffen. Es ist sein dritter Besuch in Afghanistan.

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Bei mehreren Drohnenangriffen der US-Luftwaffe sollen im unruhigen pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan mindestens 31 Menschen getötet worden sein. Die Raketen hätten am Montag und Dienstag Ziele in Stammesgebieten Nord- und Süd-Waziristans getroffen, verlautete von lokalen pakistanischen Geheimdienstoffizieren. Es habe zudem viele Verletzte gegeben. Die USA haben in den vergangenen Monaten ihre Angriffe durch unbemannte Flugzeuge verstärkt und von erfolgreichen Schlägen gegen führende islamische Extremisten berichtet. Die grenzüberschreitenden Militäraktionen haben die pakistanisch-amerikanischen Beziehungen wiederholt belastet.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in Kenia eingetroffen, der ersten Station ihrer Afrika-Reise. Bis Donnerstag will die Kanzlerin außerdem noch Angola und Nigeria besuchen. Merkel wird von Agrarministerin Ilse Aigner, Abgeordneten der Bundestagsfraktionen und einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Neben politischen Beratungen sollen auch Gespräche über Investitionen in Energie-, Klima- und Umwelttechnologien geführt werden. Sie wolle ein Zeichen setzen, dass Deutschland die Entwicklung auf dem afrikanischen Kontinent sehr ernst nehme, erklärte Merkel. Die Bundesrepublik wolle eine Partnerschaft auf Augenhöhe.

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Nach seiner Unabhängigkeitserklärung hat der neue Staat Südsudan offiziell seine Aufnahme in die Vereinten Nationen beantragt. Das bestätigte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in New York. Am Mittwoch soll auch der amtierende Präsident des Weltsicherheitsrates, der deutsche Außenminister Guido Westerwelle, die Aufnahme des afrikanischen Landes offiziell vorschlagen. Es gibt keinen Zweifel daran, dass der Südsudan dann das 193. UN-Mitglied wird.

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Zwischen Israelis und Palästinensern ist die Kluft nach Einschätzung des Nahost-Quartetts derzeit noch zu groß, um neue Friedensgespräche zu starten. Es sei noch mehr Arbeit zu leisten, weitere "stille Diplomatie" sei notwendig, sagte ein hoher US-Regierungsbeamter nach dem jüngsten Treffen der Runde in Washington. Der Vierergruppe gehören die USA, die EU sowie Russland und die UN an. US-Außenministerin Hillary Clinton hatte darauf verwiesen, dass auch Sudan und Südsudan nach jahrzehntelangem Krieg ein Friedensabkommen ausgehandelt hätten. Dies habe dann zur Unabhängigkeit des Südens geführt. Genau um eine solche Lösung müsse man jetzt Israelis und Palästinenser bitten, sagte Clinton.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vorwiegend freundlich mit viel Sonne und wenigen Wolken. Im Süden und Westen am Abend örtlich Gewitter. Höchstwerte im Norden 19 Grad, am Bodensee 32 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Mittwoch nach Osten vorankommender Regen, oftmals Gewitter. Örtlich Gefahr von Unwettern.

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