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Nachrichten

12.06.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:30

Nachrichten von Donnerstag, 12. Juni 2014 – langsam gesprochen als MP3

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Der UN-Sicherheitsrat hat die Einnahme der irakischen Millionenmetropole Mossul durch radikale Islamisten verurteilt. Das Gremium forderte zudem die sofortige Freilassung türkischer Geiseln im Irak. Die terroristischen Anschläge der Islamisten richteten sich gegen das irakische Volk, heißt es in einer Erklärung des Gremiums. Mit den Angriffen wollten die Extremisten das Land und die Region destabilisieren. Die Gruppe Islamischer Staat im Irak und in Syrien (ISIS) hatte nach mehrtägigen Kämpfen die zweitgrößte irakische Stadt Mossul erobert. ISIS kämpft auch gegen die Regierung im benachbarten Syrien und will die eroberten Gebiete über die Grenze hinweg zu einem islamischen Staat verschmelzen. Die Nato hielt unter dem Eindruck der Offensive eine Dringlichkeitssitzung ab. Das Treffen hatte die Türkei beantragt.

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Das Auswärtige Amt hat wegen der Offensive islamischer Extremisten im Irak Bundesbürger in drei Landesteilen zur sofortigen Ausreise aufgefordert. Betroffen seien die Provinzen Ninive, Anbar und Salah Al-Din, erklärte das Ministerium. Es sei mit bewaffneten Auseinandersetzungen und Anschlägen zu rechnen. Die Lage in den Provinzen Dijala und Kirkuk im Nordosten des Landes sei ebenfalls äußerst besorgniserregend, heißt es in der Warnung.

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Erstmals seit der Bildung der palästinensischen Einheitsregierung aus Hamas und Fatah hat Israels Luftwaffe einen militanten Palästinenser gezielt getötet. Nach Augenzeugenberichten wurde er von einer Rakete getroffen, als er mit einem Motorrad im nördlichen Gazastreifen unterwegs war. Wie palästinensische Rettungsdienste mitteilten, wurden dabei zwei weitere Menschen verletzt, darunter auch ein Kind. Der israelischen Armee zufolge war der Mann ein radikaler Salafist und an vielen Raketenangriffen auf Israel beteiligt. Er habe auch als Polizist der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen gearbeitet. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verurteilte den Angriff und forderte einen Stopp solcher Aktionen. Am Mittwoch war eine aus dem Gazastreifen abgefeuerte Rakete in Israel eingeschlagen. Nach der Bildung der palästinensischen Expertenregierung von Hamas und Fatah hatte Israel angekündigt, die neue Regierung für jeden Angriff verantwortlich zu machen, der von den Palästinensergebieten ausgehe.

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In der Übernahmeschlacht um Alstom konkretisiert sich das Angebot von Siemens und dem japanischen Konzern Mitsubishi Heavy Industries (MHI). Einem japanischen Medienbericht zufolge wollen die beiden Unternehmen 7,25 Milliarden Euro für die Gas- und Dampfturbinensparte des französischen Industriekonzerns zahlen. Ob sie ihr Angebot abgeben, wollen die beiden Unternehmen bis kommenden Montag entscheiden. Ihr größter Konkurrent ist der US-Konzern General Electric (GE), der die Energiesparte von Alstom für 12,35 Milliarden Euro übernehmen will. Alstom baut neben Turbinen auch Züge wie den Schnellzug TGV.

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FIFA-Präsident Sepp Blatter will für eine weitere Amtszeit an der Spitze des Weltfußballverbandes kandidieren. "Meine Mission ist noch nicht beendet", sagte der 78-Jährige auf dem FIFA-Jahreskongress in Sao Paulo einen Tag vor Beginn der Fußball-WM. Der Schweizer hatte eigentlich erklärt, nach 16 Jahren an der Spitze der Organisation nicht noch einmal antreten zu wollen. Einen Amtsverzicht forderten in dieser Woche auch europäische Verbände. Der FIFA wird immer wieder Korruption vorgeworfen. Besondere Kritik gibt es an der Entscheidung, die WM 2022 in Katar auszutragen.

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Das Maskottchen der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien steht wieder auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Der Bestand des Dreibindengürteltiers (Tolypeutes tricinctus) sei in den letzten zehn bis 15 Jahren um mehr als ein Drittel zurückgegangen, teilte die Weltnaturschutzunion (IUCN) im schweizerischen Gland mit. Viel schlimmer steht es aber um etliche andere der knapp 74.000 Tier- und Pflanzenarten, die von den IUCN-Wissenschaftlern bewertet wurden. Insgesamt seien mehr als 22.000 vom Aussterben bedroht, erklärte IUCN-Direktorin Julia Marton-Lefèvre. -- Die Rote Liste sei eine Art Fieberkurve der Artenvielfalt, kommentierte die Umweltschutzorganisation WWF. Sie zeige, dass es dieser immer schlechter gehe.

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