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Nachrichten

12.04.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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In Syrien ist die Frist zur Umsetzung der vom internationalen Sondergesandten Kofi Annan geforderten Waffenruhe abgelaufen. Seit sechs Uhr morgens Ortszeit sollen demnach die Kämpfe eingestellt sein. Nach ersten Berichten scheinen sich die Truppen von Präsident Baschar al-Assad und Oppositionelle daran zu halten. Die Regierung hatte am Mittwoch die Einstellung ihrer Militäreinsätze zugesichert, sich im Fall von Angriffen aber Reaktionen offen gehalten. -- US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel hatten sich für ein entschiedenes Vorgehen des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen in der Syrien-Krise ausgesprochen. In einem Telefongespräch zeigten sich die beiden Politiker besorgt darüber, ob sich die syrische Staatsführung an den Plan Annans zur Beilegung der Gewalt halten werde. In der Vergangenheit hatte das Regime entsprechende Zusagen nicht beachtet.

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Die Machthaber in Nordkorea haben die Stellung des jüngsten Sohns und Nachfolgers des langjährigen Alleinherrschers Kim Jong Il weiter gestärkt. Nach Berichten staatlicher Medien wurde Kim Jong Un zum Vorsitzenden der Zentralen Militärkommission und zum ordentlichen Mitglied des Politbüros ernannt. Am Mittwoch war er schon zum ersten Sekretär der herrschenden Arbeiterpartei gewählt worden. -- Unterdessen verzögert sich der geplante Start einer nordkoreanischen Langstreckenrakete. An diesem Donnerstag sei wetterbedingt nicht mehr mit einem Start zu rechnen, zitierte die japanische Nachrichtenagentur Kyodo einen nordkoreanischen Regierungsvertreter. Nach offiziellen Angaben soll die Rakete einen Wettersatelliten ins All bringen. Nachbarstaaten und die USA vermuten aber einen militärischen Test einer Rakete, die mit Atomsprengköpfen bestückt auch Alaska erreichen könnte.

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In Südkorea hat die regierende Saenuri-Partei von Präsident Lee Myung Bak die Parlamentswahl knapp für sich entschieden. Nach Auszählung fast aller Stimmen haben die Konservativen mindestens 151 der 300 Sitze im Parlament in Seoul gewonnen. Die größte Oppositionspartei, die Vereinigten Demokraten, gestanden ihrer Niederlage ein. In Umfragen vor der Wahl war ein Sieg der Opposition für möglich gehalten worden. Die Wahl galt als Stimmungstest für die im Dezember stattfindende Präsidentschaftswahl. Staatschef Lee darf nach fünfjähriger Amtszeit nicht erneut antreten.

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UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat den Sudan und den seit 2011 unabhängigen Südsudan aufgerufen, ihre Grenzkonflikte friedlich auf einem Gipfeltreffen zu lösen. Zuvor hatten sich die Kämpfe von Truppen beider Seiten in der Grenzregion ausgeweitet. Streitkräfte des Südens eroberten die Ölstadt Heglig. Die Afrikanische Union forderte einen Rückzug der Truppen des Südsudans. Nach einem Urteil des Ständigen Schiedshofs in Den Haag aus dem Jahr 2009 gehört Heglig zum Sudan.

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Der japanische Elektronikkonzern Sony will sich mit einem strikten Sparkurs sanieren und im Zuge einer Umstrukturierung rund 10.000 Arbeitsplätze streichen. Der Konzern erklärte bei der Vorstellung seiner neuen Strategie, der Stellenabbau betreffe die gesamte Gruppe und schließe Mitarbeiter in Geschäftsbereichen ein, die verkauft werden sollen. - Sony schreibt schon seit vier Jahren rote Zahlen. Aufgrund massiver Konkurrenz bereitet vor allem die Fernsehsparte große Probleme. Allein in diesem Bereich will Sony die Kosten um 60 Prozent senken.

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Sechs Wochen nach den tödlichen Schüssen auf einen schwarzen Jugendlichen im US-Bundesstaat Florida ist Anklage gegen den mutmaßlichen Täter erhoben worden. Der 28-Jährige müsse sich wegen des Vorwurfs des Mordes mit bedingtem Vorsatz verantworten, teilte Sonderstaatsanwältin Angela Corey mit. Der Verdächtige befinde sich in Haft. Das Mitglied einer Bürgerwehr hatte nach der Tat erklärt, in Notwehr geschossen zu haben. Der getötete 17-Jährige war allerdings unbewaffnet. - Die Polizei hatte Ermittlungen mit Hinweis auf das Recht auf Selbstverteidigung zunächst abgelehnt und damit heftige Empörung hervorgerufen. Der Fall führte zu einer Debatte über laxe Waffengesetze und Rassismus im US-Justizsystem, in die sich auch Präsident Barack Obama einschaltete.

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