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Nachrichten

12.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Im Vatikan beginnt am heutigen Dienstag das Konklave zur Wahl eines neuen Papstes. 115 Kardinäle kommen am Nachmittag in der Sixtinischen Kapelle zusammen, um hinter geschlossenen Türen den Nachfolger des vor knapp zwei Wochen zurückgetretenen Papstes Benedikt XVI. zu bestimmen. Beobachtern zufolge gibt es etwa ein halbes Dutzend aussichtsreicher Kandidaten. In Rom wird mit einem eher kurzen Konklave gerechnet. Allerdings ist nach Angaben von Vatikansprecher Federico Lombardi nicht zu erwarten, dass die Kardinäle bereits bei einem ersten Wahlgang einen Papst bestimmen. Das neue Oberhaupt der katholischen Kirche muss mit Zweidrittel-Mehrheit gewählt werden. Das Ergebnis wird traditionsgemäß per weißem Rauch mitgeteilt. Bei schwarzem Rauch wurde die notwendige Zweidrittelmehrheit von 77 Stimmen verfehlt.

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Die Falkland-Inseln wollen weiterhin britisch bleiben. Die Bewohner der vor Argentinien liegenden Inselgruppe sprachen sich in einem Referendum mit überwältigender Mehrheit dafür aus. 98,8 Prozent stimmten mit Ja auf die Frage, ob das Archipel weiterhin zu den britischen Überseegebieten zählen soll, wie Behördenvertreter in der Hauptstadt Port Stanley mitteilten. Nur drei Stimmen seien dagegen gewesen. Demnach lag die Wahlbeteiligung bei rund 92 Prozent. Stimmberechtigt waren 1672 Menschen. Das von der lokalen Regierung ausgerufene Referendum hat keine bindende Wirkung für den Status der Inseln. Argentinien hatte bereits angekündigt, dass es das Ergebnis nicht akzeptieren werde. Die Falklandinseln sind zwischen Argentinien und Großbritannien umstritten, die deswegen 1982 einen Krieg mit Hunderten von Toten führten.

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Mit ihrer Zwei-Drittel-Mehrheit im ungarischen Parlament hat die Regierungspartei Fidesz von Ministerpräsident Viktor Orban weitreichende Verfassungsänderungen verabschiedet. Durch die Änderungen werden unter anderem die Befugnisse des Verfassungsgerichts beschnitten. Das Parlament kann außerdem die Ausreise von Bürgern für mehrere Jahre verbieten, die für ihr Studium staatliche Hilfe erhalten haben. In Deutschland forderten Regierung und Opposition die ungarische Führung auf, demokratische Prinzipien einzuhalten. Auch die EU zeigt sich besorgt. In einer gemeinsamen Erklärung von EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso und dem Generalsekretär des Europarates Thorbjorn Jagland heißt es, die Änderungen weckten Sorge um die Rechtsstaatlichkeit in Ungarn.

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Im Konflikt um Nordkoreas Atomprogramm wollen die USA weitere Sanktionen gegen das kommunistische Land verhängen. Dabei gehe es um die Bank für Auslandshandel, sagte der Nationale Sicherheitsberater von Präsident Barack Obama, Tom Donilon, in New York. Die Bank sei die Hauptstelle für Devisentausch in Nordkorea. Die USA würden nicht akzeptieren, dass Nordkorea eine Atommacht wird, sagte Donilon weiter. Nach dem dritten Atomtest Nordkoreas im Februar hatte der UN-Sicherheitsrat seine Sanktionen verschärft. Die Regierung in Pjöngjang drohte dem Süden daraufhin, den Waffenstillstand aufzukündigen, und den USA mit einem Atomschlag. Die USA und ihre Verbündeten in der Region versuchen seit Jahren, Nordkorea von seinem Atomprogramm abzubringen. China ist der letzte große Verbündete des Landes.

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Der Sudan und der Südsudan haben sich auf eine Wiederaufnahme der Erdölproduktion geeinigt. Noch in diesem Monat soll wieder Öl aus dem Süden in den Norden fließen, hieß es nach langen und zähen Verhandlungen in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Die Ölproduktion solle beginnen, sobald dies technisch möglich sei, spätestens jedoch innerhalb von 14 Tagen. Die Präsidenten beider Länder hatten bereits im vergangenen September ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet. Bislang fehlte aber ein Zeitplan für die Umsetzung. Der Südsudan hatte die Erdölproduktion im Januar 2012 eingestellt, weil sich das Land mit seinem nördlichen Nachbarn nicht über die Höhe der Transitgebühren verständigen konnte. Die meisten Ölreserven liegen im Südsudan, der Export läuft jedoch über die Häfen im Sudan.

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