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Nachrichten

12.03.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zu einem vorher nicht angekündigten Truppenbesuch in Afghanistan eingetroffen. Sie informiert sich im deutschen Feldlager in Masar-i-Scharif im Norden des Landes über den Einsatz der Bundeswehr. Zum Auftakt der Visite gedachte Merkel am sogenannten Ehrenhain der in Afghanistan getöteten Soldaten. Ursprünglich hatte die Kanzlerin zum Feldlager in der Unruheprovinz Kundus fliegen wollen. Dies war aber wegen heftigen Schneefalls nicht möglich. Merkel ist zum vierten Mal seit ihrem Amtsantritt in Afghanistan. Zuletzt war sie im Dezember 2010 an den Hindukusch gereist. Damals hatte sie das Engagement der Truppen in dem Land erstmals als Kriegseinsatz bezeichnet.

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Nach dem von einem US-Soldaten in Afghanistan angerichteten Massaker an Zivilisten haben USA und NATO sich umgehend entschuldigt und eine rasche Untersuchung versprochen. US-Präsident Barack Obama bezeichnete das Blutbad als "tragisch und bestürzend". Ein US-Soldat hatte in der südlichen Provinz Kandahar offenbar bei einem Amoklauf in zwei Dörfern 16 Zivilisten getötet, darunter neun Kinder. Der möglicherweise psychisch gestörte Mann stellte sich anschließend selbst auf seinem Stützpunkt. Erst vor drei Wochen hatte die Verbrennung von Koran-Exemplaren auf einer US-Basis zu landesweiten Unruhen und tagelangen Protesten gegen die internationalen Truppen im Land geführt.

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Bei neuen Luftangriffen Israels im Gazastreifen sind in der vergangenen Nacht mindestens zwei weitere Palästinenser getötet worden. Damit stieg die Zahl der Toten seit Beginn der jüngsten Gewalt am vergangen Freitag auf mindestens 20. Etwa 70 Menschen wurden bislang verletzt, darunter zahlreiche Frauen und Kinder. Die israelische Armee teilte mit, sie habe ein Waffenlager sowie mehrere Raketenabschussrampen beschossen. Zugleich dauerten auch die Raketen-Angriffe militanter Palästinenser auf Israel an. Dabei wurde jedoch niemand verletzt. Es ist die schlimmste Welle der Gewalt zwischen Israel und den Palästinensern seit einem halben Jahr. Auslöser war die Tötung des Anführers der militanten Palästinenser-Organisation Volkswiderstandskomitee.

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Aus der Stadt Jos im Zentrum Nigerias wird ein weiterer schwerer Anschlag auf katholische Christen gemeldet. Ein Attentäter habe versucht, seinen mit Sprengstoff beladenen Wagen während des Gottesdienstes in die St. Finbar's Kirche zu steuern, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte. Bei der Detonation und den anschließenden Tumulten wurden nach jüngsten Angaben mindestens zehn Menschen getötet. Es war bereits der zweite Anschlag auf eine Kirche der Stadt innerhalb von zwei Wochen. Ende Februar hatte sich die islamistische Sekte Boko Haram zu dem Attentat bekannt. Sie kämpft für die Errichtung eines islamischen Staats im mehrheitlich muslimischen Norden.

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Der konservative französische Präsident Nicolas Sarkozy hat bei einer Wahlkampfveranstaltung mit einem vorübergehenden Austritt Frankreichs aus dem Schengen-Abkommen gedroht. Sollten keine Fortschritte bei den Grenzkontrollen erzielt werden, könne Frankreich seine Mitgliedschaft in der Schengen-Zone "aussetzen", sagte Sarkozy vor zehntausenden Anhängern nahe Paris. Wenn ein Staat den Verpflichtungen aus dem Abkommen nicht nachkomme, müsse er bestraft werden. Mit dieser Forderung will der Präsident die rechtsgerichtete Wählerschaft des Landes umwerben. In Umfragen liegt Sarkozy weiterhin klar hinter seinem sozialistischen Herausforderer François Hollande.

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Bei der Parlamentswahl in El Salvador zeichnet sich ein knapper Sieg der rechtsgerichteten Oppositionspartei Arena ab. Nach Auszählung der Stimmen aus mehr als zwei Drittel der Wahlbüros erhält sie 33 der insgesamt 84 Parlamentssitze. Die seit 2009 regierende Linkspartei von Präsident Mauricio Funes kommt demnach auf zwei Sitze weniger. Auf dem dritten Platz liegt mit elf Mandaten die konservative Gruppierung Grana. Die Wahl verlief nach Medienberichten ruhig. Die Beteiligung lag ersten Schätzungen zufolge bei etwa 60 Prozent.

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Der weltweite Bevölkerungsanstieg und der damit einhergehende Nahrungs- und Energiebedarf bedrohen ebenso wie der Klimawandel die weltweiten Trinkwasser-Ressourcen. "Der Bedarf an Wasser nimmt zur gleichen Zeit zu, wie der Klimawandel seine Verfügbarkeit bedrohen dürfte", heißt es im jüngsten Weltwasserbericht der Vereinten Nationen. Die Versorgung mit Trinkwasser sei in Gefahr, warnte die UN-Wissenschaftsorganisation Unesco im Vorfeld des 6. Weltwasserforums. Zur weltgrößten Konferenz zu diesem Thema werden an diesem Montag in Marseille im Süden Frankreichs bis zu 25.000 Teilnehmer aus rund 150 Staaten erwartet. Bindende Beschlüsse sollen aber frühestens im Juni beim Weltgipfel in Rio de Janeiro fallen.

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