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Nachrichten

12.02.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:16

Nachrichten von Donnerstag, 12. Februar 2015 – langsam gesprochen als MP3

Widersprüchliche Meldungen über Fortschritte bei den Friedensverhandlungen in Minsk:

Über den Fortschritt bei den Friedensverhandlungen zur Ukraine-Krise im weißrussischen Minsk gibt es unterschiedliche Informationen. Nach ersten Meldungen über einen unmittelbar bevorstehenden Durchbruch sagte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko, es gebe "noch keine guten Nachrichten". Einige russische Forderungen seien inakzeptabel, so Poroschenko. In mehr als 13-stündigen Verhandlungen hatten Poroschenko, Russlands Präsident Wladimir Putin, Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Francois Hollande Agenturangaben zufolge ein umfangreiches Papier erarbeitet, das zur Lösung der Ukraine-Krise beitragen soll. Demnach sollte dazu auch eine Waffenruhe für die umkämpfte Ostukraine binnen der nächsten 48 Stunden gehören. Laut der russischen Nachrichtenagentur Tass kündigten die Separatisten an, eine mögliche Einigung nicht zu unterzeichnen.

16 Jahre Haft für "Costa Concordia"-Kapitän Schettino:

Drei Jahre nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" mit 32 Toten ist der damalige Kapitän Francesco Schettino zu 16 Jahren und einem Monat Gefängnis verurteilt worden. Das italienische Gericht im toskanischen Grosseto befand Schettino der fahrlässigen Tötung für schuldig. Die Staatsanwaltschaft hatte 26 Jahre Haft gefordert, die Verteidigung auf Freispruch plädiert. Schettinos Anwälte kündigten Berufung an. Die "Costa Concordia" war am 13. Januar 2012 mit 4229 Menschen an Bord auf einen Felsen vor der italienischen Insel Giglio aufgelaufen. 32 Menschen starben, darunter zwölf Deutsche. Der von den Medien "Kapitän Feigling" getaufte Angeklagte, der das Schiff als einer der ersten verlassen hatte, gab im Prozess seiner Besatzung die Hauptschuld an dem Unglück.

Obama will im Kampf gegen den IS auch Bodentruppen einsetzen:

US-Präsident Barack Obama hat den Kongress um weitreichende Befugnisse für den Krieg gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) gebeten. Dabei forderte er auch die Genehmigung für einen begrenzten Einsatz von Bodentruppen. So sollten Militäraktionen im Irak und in Syrien in den kommenden drei Jahren unter besonderen Umständen auch am Boden erlaubt werden. Konkret nannte Obama in seinem Schreiben an die Abgeordneten die Rettung von Militärangehörigen der USA und Verbündeter sowie Angriffe von Spezialeinsatzkommandos auf die IS-Führung. Auch die Sammlung von Geheimdienstinformationen oder die Planung von Luftangriffen könnten Bodentruppen notwendig machen. Der Präsident bezeichnete den IS als Gefahr für die Region und die nationale Sicherheit der USA. Bislang fliegen die USA vor allem Luftangriffe gegen den IS und führen dabei eine internationale Koalition an. Einen Bodenkrieg lehnte der US-Präsident mehrfach öffentlich ab.

Keine Einigung mit Griechenland:

Die Finanzminister der Eurozone und ihr griechischer Kollege Yanis Varoufakis haben sich nicht auf eine gemeinsame Erklärung zur finanziellen Rettung Griechenlands einigen können. Das teilte Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem nach mehr als sechsstündigen Beratungen in Brüssel in der Nacht zum Donnerstag mit. Auch über die weiteren Schritte sei man sich nicht einig. Die Verhandlungen werden nun am kommenden Montag beim regulären Treffen der Finanzminister der Euro-Länder fortgesetzt. Varoufakis sprach von "einer guten, ausführlichen und konstruktiven Diskussion". Es habe viele verschiedene Meinungen gegeben. Er hoffe nun, dass es bei dem nächsten Treffen möglich sein werde, zu Schlussfolgerungen zu kommen, "die sowohl für Griechenland als auch für unsere europäischen Partner optimal sind". Das Hilfsprogramm der internationalen Gläubiger für das fast bankrotte Land läuft Ende Februar aus. Die neue Regierung in Athen will das Programm nicht verlängern und einen Teil der vereinbarten Reformen zurücknehmen.

Germanwings-Piloten streiken :

Die Piloten der Lufthansa-Tochter Germanwings haben um Mitternacht für 48 Stunden die Arbeit niedergelegt. Während des Streiks fallen voraussichtlich etwa 40 Prozent der 900 geplanten Flüge aus, wie ein Sprecher mitteilte. Um möglichst viele Verbindungen aufrecht zu halten, setzt Germanwings Manager mit Pilotenschein und Maschinen anderer Airlines ein. Der Ausstand trifft vor allem die Flughäfen Köln, Düsseldorf und Hamburg und ist bis Freitag 24.00 Uhr angesetzt. Es ist bereits der elfte Streik der Piloten seit Beginn des Arbeitskampfes im April vorigen Jahres. Die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit kämpft für die Beibehaltung der Frührenten-Regelung für 5400 Lufthansa-Piloten und gegen die Pläne des Konzerns für neue Billig-Airlines. Wieder auf Streik stehen die Zeichen auch bei der Deutschen Bahn. Die Lokführergewerkschaft GDL erklärte die Tarifverhandlungen mit der Bahn für gescheitert. Über einen Arbeitskampf will die GDL am 18. Februar entscheiden.

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