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Nachrichten

12.02.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nordkorea hat allen internationalen Warnungen zum Trotz einen weiteren Atomtest durchgeführt. Der unterirdische Test sei erfolgreich verlaufen, heißt es aus Pjöngjang. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA bezeichnete den Atomtest als einen Teil von Maßnahmen zum Schutz der nationalen Sicherheit und Souveränität. Zuvor hatten die Erdbebenwarten mehrerer Länder von einem künstlichen Beben in der Nähe einer nordkoreanischen Testanlage berichtet. Südkorea und Japan beriefen ihre nationalen Sicherheitsräte ein. Auch der UN-Sicherheitsrat wird an diesem Dienstag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen. Das Gremium hatte zuletzt Ende Januar die Sanktionen gegen Nordkorea wegen des Tests einer Weltraumrakete im Dezember verschärft. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte den Atomtest als schweren Verstoß gegen geltende UN-Resolutionen. US-Präsident Barack Obama sprach von einem extrem provokativen Akt der die Stabilität in der Region und den Weltfrieden gefährde. Ähnlich reagierte die russische Regierung. - Der Test war nach 2006 und 2009 der dritte Atomtest des international isolierten kommunistischen Landes.

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Nach der Rücktrittsankündigung von Papst Benedikt XVI. hat das mediale Rätselraten um seine Nachfolge begonnen. Genannt werden Kurienkardinäle aus dem Vatikan. Ganz oben an steht Kardinal Peter Kodwo Appiah Turkson aus Ghana. Ein anderer Name, der immer wieder genannt wird, ist der von Kardinal Angelo Scola, dem Erzbischof von Mailand. Aber auch weitere Namen kursieren, wie der von Christoph Kardinal Schönborn aus Wien. Und dann gibt es Spekulationen über einen Papst aus Südamerika. Papst Benedikt hatte am Montag mitgeteilt, er werde am 28. Februar zurücktreten. Er habe auf Grund seines Alters nicht mehr die Kraft, "um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben", heißt es in einer Erklärung des 85-jährigen Oberhauptes der römisch-katholischen Kirche. Der aus Deutschland stammende Benedikt XVI. ist seit 2005 im Amt. Auf der ganzen Welt haben Staats- und Regierungschefs die Leistungen des scheidenden Papstes gewürdigt und seiner Entscheidung Respekt gezollt.

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Am zweiten Jahrestag des Sturzes von Ägyptens langjährigem Machthaber Husni Mubarak hat es in Kairo erneut schwere Krawalle gegeben. Gegner des amtierenden Staatschefs Mohammed Mursi warfen Steine auf den Präsidentenpalast. Die Polizei reagierte mit dem Einsatz von Wasserwerfern und Tränengas. Zuvor waren Tausende Demonstranten durch die ägyptische Hauptstadt gezogen. Sie warfen Mursi und den islamistischen Muslimbrüdern vor, die Ideale der Revolution von 2011 zu verraten, die Mubarak nach drei Jahrzehnten an der Macht zu Fall gebracht hatte. - Ägypten steckt seit Wochen in einer tiefen innenpolitischen Krise. Immer wieder gibt es Massendemonstrationen gegen Mursi, die häufig in Gewalt umschlagen - so auch am vergangenen Freitag, als Dutzende Menschen verletzt wurden.

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Bei der Explosion eines Autos an der türkisch-syrischen Grenze sind 13 Menschen getötet worden. Etliche weitere Menschen erlitten schwere Verletzungen, wie der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan in einer Ansprache mitteilte. Zehn der Todesopfer seien Syrer, die drei weiteren türkischer Nationalität. Bei dem explodierten Fahrzeug handelte es sich nach Regierungsangaben um einen Kleinbus mit syrischem Kennzeichen, der aus dem Nachbarland eingereist war. Der Wagen stand zum Zeitpunkt der Explosion in einer Warteschlange von Hilfstransportern auf der türkischen Seite. Der Vorfall ereignete sich in der südlichen Provinz Hatay. Von dem Brand nach der Explosion wurden auch Transporter in Mitleidenschaft gezogen, auf denen sich humanitäre Hilfsgüter für die Bevölkerung in Syrien befanden. Infolge des Bürgerkrieges dort gab es in den vergangenen Monaten wiederholt Zwischenfälle auch im Grenzgebiet zur Türkei.

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Seine mit Spannung erwartete Rede zur Lage der Nation will US-Präsident Barack Obama Presseberichten zufolge nutzen, um eine neue Initiative zur atomaren Abrüstung zu starten. Obama wolle in der Rede am Dienstag zu einer drastischen Reduzierung der Atomwaffen in der Welt aufrufen, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf Regierungsbeamte. Der Präsident habe sich mit dem US-Militär dahingehend geeinigt, dass das Atomwaffenarsenal um etwa ein Drittel verringert werden könnte. Obama werde allerdings bei seiner Rede wohl keine konkreten Zahlen nennen. Im Weißen Haus werde aber darüber nachgedacht, nur noch etwas mehr als tausend Atomwaffen zu behalten. - Derzeit besitzen die US-Streitkräfte etwa 1.700 einsatzfähige Atomsprengköpfe. Laut dem mit Russland geschlossenen und 2011 in Kraft getretenen START-Abkommen soll diese Zahl bis 2018 auf 1.550 reduziert werden.

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