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Nachrichten

12.02.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Lukas Papademos bei Fernsehansprache

Lukas Papademos bei Fernsehansprache

Vor der entscheidenden Abstimmung im griechischen Parlament an diesem Sonntag hat Ministerpräsident Lukas Papademos nochmals eindringlich um Unterstützung für das Sparkonzept geworben. Die Abgeordneten trügen eine "historische Verantwortung", mahnte Papademos in einer Fernsehansprache. Ihre Zustimmung zu dem von den internationalen Geldgebern auferlegten Sparprogramm sei Voraussetzung, um die Finanzierung des Landes in den nächsten Jahren sicherzustellen. Andernfalls drohe die Staatspleite, die Folgen wären wirtschaftliches Chaos und soziale Explosion. Die Griechen würden ihre Ersparnisse verlieren, der Staat würde Gehälter und Renten nicht mehr bezahlen können, sagte der parteilose Regierungschef. Die Zustimmung des Parlaments ist Voraussetzung für ein weiteres internationales Rettungspaket von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) im Umfang von 130 Milliarden Euro.

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In Lissabon haben mehr als 100.000 Portugiesen gegen den Sparkurs der Regierung demonstriert. Die Kundgebung im Zentrum der Hauptstadt war die größte, seit das südeuropäische Land im vergangenen Mai Finanzhilfen von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds annehmen musste. Statt weiter zu sparen, müsse die Regierung die Schulden mit den Gläubigern neu verhandeln, forderte die landesweit größte Gewerkschaft CGTP. Sie bezeichnete das Sparpaket als "Angriff auf die Arbeiter und die nationalen Interessen". In wenigen Tagen überprüfen Experten der Geldgeber erneut, ob die Regierung die Sparauflagen umsetzt, denen sie im Gegenzug für die Hilfen zugestimmt hat. Zuletzt waren Spekulationen aufgekommen, wonach Portugal weitere Hilfen oder sogar einen Schuldenschnitt nach dem Vorbild Griechenlands benötigen könnte. Die portugiesische Regierung betont stets, weder mehr Geld noch eine Fristverlängerung bei dem Rettungspaket im Volumen von 78 Milliarden Euro zu benötigen.

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Die amerikanische Sängerin Whitney Houston ist tot. Die auf dem Höhepunkt ihrer Karriere als Königin des Pops gefeierte Musikdiva starb nach Angaben ihrer Sprecherin Kristen Foster im Alter von 48 Jahren. Die Todesursache wurde nicht genannt. Nach Angaben der Polizei wurde ihre Leiche in einem Hotel in Beverly Hills bei Los Angeles gefunden. In den 1980er und 1990er Jahren galt Houston als das Golden Girl der Musikindustrie. Zu ihren Hits zählen Lieder wie "Saving All My Love for You" und "I Will Always Love You". Houston gewann mehrere Grammys und verbuchte unzählige Gold- und Platinschallplatten. Zuletzt kämpfte die Sängerin jedoch mit Drogenproblemen, ihre Stimme versagte. Zwar veröffentlichte sie 2009 ein Comeback-Album, doch ihre Tournee im Jahr darauf war von Negativschlagzeilen geprägt: Sie musste etliche Konzerte wegen Krankheit absagen und erhielt negative Kritiken von Fans, die von Houstons Gesang und Auftritten enttäuscht waren.

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Im Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur hat Multimillionär Mitt Romney die Vorwahl im US-Bundesstaat Maine gewonnen. Der Ex-Gouverneur von Massachusetts erhielt 39 Prozent der Stimmen. Auf den zweiten Platz kam der Kongressabgeordnete Ron Paul mit 36 Prozent. Die anderen beiden Bewerber in der Kandidaten-Kür, Rick Santorum und Newt Gingrich, hatten in dem bevölkerungsmäßig kleinen Bundesstaat kaum Wahlkampf betrieben. Santorum kam auf 18 Prozent, Gingrich auf sechs Prozent.

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Die Einwohner der zentralasiatischen Republik Turkmenistan sind an diesem Sonntag zur Präsidentenwahl aufgerufen. Ein haushoher Sieg des autoritär regierenden Staatschefs Gurbanguli Berdymuchamedow gilt als sicher. Seine sieben Rivalen, darunter zwei Minister, ein Gouverneur sowie zwei Unternehmer, stellten sich schon in ihren Programmen deutlich hinter den bisherigen Amtsinhaber. Der 54-jährige ehemalige Zahnarzt wurde 2007 mit 89 Prozent der Stimmen ins Amt gewählt. Hoffnungen auf eine Lockerung im politischen System blieben weitgehend unerfüllt. Die erdgasreiche ehemalige Sowjetrepublik zählt zu den isoliertesten Staaten der Welt.

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Am fünften Tag eines landesweiten Streiks im öffentlichen Dienst hat die israelische Gewerkschaft ihren Arbeitskampf beendet. Der Gewerkschaftsdachverband Histadrut teilte zu Beginn der israelischen Arbeitswoche mit, man habe eine Einigung mit dem Finanzministerium gefunden. Unter anderem solle der Mindestlohn für Reinigungskräfte und Sicherheitspersonal angehoben und die Arbeitsbedingungen von Leiharbeitern im öffentlichen Dienst verbessert werden. Seit Mittwoch waren Behörden, Museen, Universitäten und Banken geschlossen. Auch der internationale Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv war teilweise von dem Streik betroffen.

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