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Nachrichten

12.01.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 06:45

Nachrichten von Montag, 12. Januar 2015 – langsam gesprochen als MP3

Größte Demonstration in der Geschichte Frankreichs:

Bei den Gedenkmärschen für die 17 Todesopfer der islamistischen Anschläge sind am Sonntag in Frankreich so viele Menschen wie noch nie zuvor auf die Straßen gegangen. Insgesamt wurden laut französischem Innenministerium mindestens 3,7 Millionen Demonstranten gezählt, davon allein bis zu 1,6 Millionen in Paris. Zu dem Trauermarsch waren auch rund 40 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt gekommen, unter ihnen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die USA hatten nur Botschaftsvertreter geschickt. US-Justizminister Eric Holder war zwar zu einer Anti-Terror-Konferenz nach Paris gekommen, nahm aber nicht an dem Marsch teil. Auch aus Marokko nahm kein Regierungsvertreter teil. Als Begründung wurden Karikaturen des Propheten Mohammed genannt, die auf dem Gedenkmarsch zu sehen waren.

Taucher orten zweiten Flugschreiber der AirAsia-Maschine:

Taucher haben in Indonesien laut Medienberichten auch den zweiten Flugschreiber der abgestürzten AirAsia-Maschine geortet. Das Gerät habe aber nicht unmittelbar geborgen werden können, meldete die Nachrichtenagentur Antara unter Berufung auf einen der Einsatzleiter. Es handelt sich um das Gerät, das die Gespräche im Cockpit aufzeichnet. Der Flugschreiber, der technische Daten der Maschine registriert, war bereits am Morgen geborgen worden. Die Ermittler erhoffen sich von der sogenannten Blackbox Hinweise auf die Unglücksursache. Der Airbus A320 war am 28. Dezember mit 162 Menschen an Bord auf dem Weg von Indonesiens zweitgrößter Stadt Surabaya nach Singapur aus bislang unbekannten Gründen abgestürzt. Niemand überlebte. 48 Leichen wurden bislang geborgen. Starker Wind und hoher Seegang haben die Suche nach weiteren Opfern und Wrackteilen immer wieder verzögert.

Süd- und Nordkorea gehen aufeinander zu:

Süd- und Nordkorea gehen trotz Spannungen aufeinander zu. Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye zeigte sich offen für ein Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un ohne Vorbedingungen. Eine Beendigung des nordkoreanischen Atomprogramms solle ein wichtiges Thema der Gespräche über Frieden auf der koreanischen Halbinsel sein, sagte Park bei einer Pressekonferenz in Seoul. Kim hatte sich am 1. Januar ebenfalls zu direkten Gesprächen mit Park bereiterklärt. Seit der Teilung der koreanischen Halbinsel vor 70 Jahren gab es nur zwei Treffen auf höchster Ebene zwischen Süd- und Nordkorea - in den Jahren 2000 und 2007.

Erstmals eine Frau an der Spitze Kroatiens:

Die Kroaten haben sich für einen Wechsel ihres Staatsoberhauptes entschieden und die ehemalige Außenministerin Kolinda Grabar-Kitarovic zur neuen Präsidentin gewählt. Die konservative Oppositionspolitikerin setzte sich in einer Stichwahl gegen Amtsinhaber Ivo Josipovic durch, der für die regierenden Sozialdemokraten angetreten war. Die Entscheidung für die erste Staatpräsidentin in der Geschichte Kroatiens fiel nach Auszählung von mehr als 99 Prozent der Stimmen äußerst knapp aus: so stimmten 50,4 Prozent der Wähler für Grabar-Kitarovic und 49,6 Prozent für Josipovic. Im ersten Wahlgang hatte der Sozialdemokrat noch einen Prozentpunkt vor der konservativen Kandidatin gelegen.

Unruhen in Haiti:

In Haiti haben Dutzende Menschen den zweiten Tag in Folge gegen die Regierung von Staatschef Michel Martelly demonstriert. Wie haitianische Medien berichteten, lieferten sich Demonstranten vor dem Parlamentssitz in der Hauptstadt Port-au-Prince Straßenschlachten mit der Polizei. Die Demonstranten forderten den Rücktritt von Präsident Martelly. Die Proteste fanden kurz vor dem fünften Jahrestag des verheerenden Erdbebens vom 12. Januar 2010 statt. Wegen eines Dauerstreits zwischen Regierung und Opposition in Haiti können die seit 2011 überfälligen Parlamentswahlen nicht abgehalten werden. Am Montag laufen die Mandate der meisten Abgeordneten und Senatoren aus. Danach kann die Martelly-Regierung ohne Rücksicht auf Gesetze per Dekret regieren.

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