1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Sport

12. Wettkampftag: Auch 200 Meter-Gold und Weltrekord für Bolt

Zweimal Gold, zweimal Weltrekord: Usain Bolt ist der König der Sprinter. Betty Heidler enttäuscht. Langstreckenschwimmerin Angela Maurer wird knapp geschlagen Vierte. Die Kanuten Dittmer und Hoff erreichen das Finale.

Usain Bolt beim Zieldurchlauf über 200 Meter.

Usain Bolt beweist seine Stellung als schnellster Mann der Welt

Usain Bolt beim 200-Meter-Lauf

Diesmal jubelte Usain Bolt erst hinter der Ziellinie

Diesmal ist er durchgelaufen. Usain Bolt aus Jamaika hat für den zweiten Fabelweltrekord der Spiele gesorgt. Nachdem er über 100 Meter auf den letzten Metern nur auslief und dennoch die magische 9,70 Sekunden-Grenze unterbot, blieb er über seine Paradestrecke, die 200 Meter, mit 19,30 Sekunden erneut unter dem Weltrekord. Die alte Bestmarke (19,32 Sekunden) hatte Michael Johnson 1996 in Atlanta aufgestellt. Es war das erste Sprint-Double seit den Siegen von Carl Lewis über die 100- und die 200-Meter-Strecke in Los Angeles 1984. Silber holte Churandy Martina (Niederl. Antillen) vor Wallace Spearmon aus den USA. Bolts Teamkollegin Melanie Walker gewann Gold über 400 Meter Hürden.

Die Hoffnungen der deutschen Leichtathletik-Fans ruhten auf Hammerwerferin Betty Heidler. Die 24 Jahre alte Weltmeisterin begann mit zwei ungültigen Versuchen und warf den Hammer im dritten Versuch auf 70,06 Meter. Mit dieser Weite war sie kurzzeitig Achte, wurde aber von der Polin Anna Wlodarczyk noch übertroffen und auf den neunten Platz verwiesen. Damit war sie im Endkampf nicht mehr dabei.

Nach 10 Kilometern fehlen nur 0,9 Sekunden

Angela Maurer mit enttäuschtem Gesichtsausdruck. Quelle: ap

Drei Jahre Training und dann nur die Holzmedaille

Tränen der Enttäuschung liefen Angela Maurer über die Wangen. "Das ist der undankbarste Platz im Sport", sagte die 33 Jahre alte Europameisterin, "drei Jahre lang habe ich auf diesen Wettkampf hin trainiert." Im Schluss-Spurt nach zehn Kilometern fehlten ihr nur 0,9 Sekunden zur Bronzemedaille. Bei der olympischen Premiere des Langstreckenschwimmens holte Weltmeisterin Larissa Iltschenko Gold vor den beiden Britinnen Keri-Anne Payne und Cassandra Patten. Auf Platz 16 landete Natalie du Toit aus Südafrika, die erste Beinamputierte bei Olympischen Spielen. "Ein Traum ist für mich wahr geworden", meinte die 24-Jährige nach dem Rennen. Vor sieben Jahren hatte sie bei einem Unfall mit dem Motorroller ihr linkes Bein verloren. Du Toit hatte bei der Eröffnungsfeier der Spiele in Peking die Fahne Südafrikas getragen. Sie wird auch bei den Paralympics starten, die am 6. September beginnen.

Kanuten paddeln ins Finale, Taekwondoka patzen

Max Hoff während des Halbfinals, bei dem er sich für den Endlauf im Kajak-Einer qualifizierte. Quelle: ap

Max Hoff paddelt sich ins Finale.

Der dreimalige Kanu-Olympiasieger Andreas Dittmer hat das Finale im Canadier-Einer über 1000 Meter erreicht. In einem spannenden Halbfinallauf wurde der 36-Jährige Zweiter hinter dem Franzosen Mathieu Goubel. Im Kajak-Einer steht Max Hoff nach seinem Sieg im Halbfinale ebenfalls im Endlauf. Damit sind die deutschen Kanuten am Freitag in allen sechs Medaillenrennen vertreten.

Der Traum vom Olympiasieg platzte für zwei deutsche Taekwondoka bereits in den ersten Kämpfen wie eine Seifenblase. Bei den Frauen verlor Europameisterin Sümeyye Gülec im Fliegengewicht (bis 49 kg Körpergewicht) gegen Dalia Contreras Rivero aus Venezuela 2:4 nach Punkten. Bei den Männern zog der dreimalige Europameister Levent Tuncat im Fliegengewicht (bis 58 kg) überraschend gegen den Afghanen Rohullah Nikpai mit 3:4 den Kürzeren. Der Wettkampf war damit für die beiden Deutschen beendet.

Titelverteidigerinnen scheiden aus

Deutsche Hockeyspielerin im Laufduell mit einer chinesischen Gegenspielerin im Halbfinale (3:2 für China). Quelle: ap

Deutschlands Hockeyspielerinnen stolpern über China

Die deutschen Hockey-Damen haben den erneuten Einzug in das Endspiel der Olympischen Spiele verpasst. Mit dem 2:3 (1:1) gegen China verspielte das Team im Halbfinale die Chance, den Triumph von 2004 in Athen zu wiederholen. Vor 8.000 Zuschauern in Peking musste die DHB-Auswahl trotz zweimaliger Führung durch Natascha Keller (4. Minute) und Janine Beermann (36.) eine Niederlage hinnehmen. Gao (31.), Ma (39./per Strafecke) und Zhao (58.) sorgten für den verdienten Sieg des Gastgebers. Am Donnerstag besteht für den DHB eine zweite Endspiel-Chance: Das deutsche Männer-Team trifft im Halbfinale auf die Niederlande.

Silbermedaillengewinnerin bei Doping-Kontrolle positiv getestet

Olympia 2008 Ukraine Positiv gestestet Silber

Muss Ludmilla Blonska ihre Silbermedaille zurückgeben?

Erstmals während der Spiele in Peking ist eine Medaillengewinnerin bei einer Dopingprobe positiv getestet worden.Nach Angaben des Leichtathletik-Weltverbands IAAF handelt es sich um die Ukrainerin Ludmilla Blonska, die am vergangenen Samstag im Siebenkampf Silber geholt hatte. Die B-Probe liege noch nicht vor, sagte IAAF-Präsident Lamine Diack auf einer Pressekonferenz. Die Disziplinarkommission des Internationalen Olympischen Komitees will sich angeblich am Donnerstag mit dem Fall befassen. Blonska war bereits 2003 wegen eines Dopingvergehens für zwei Jahre gesperrt worden. Sollte sie erneut überführt werden, droht ihr eine lebenslange Wettkampfsperre.

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema