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Nachrichten

11.12.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:11

Nachrichten von Freitag, 11. Dezember 2015 – langsam gesprochen als MP3

UN-Klimagipfel wird verlängert:

Die UN-Klimakonferenz in Frankreich wird bis Samstag verlängert. Das angestrebte weltweite Klimaschutzabkommen solle laut der neuen Planung am Samstag verabschiedet werden, wie die Gastgeber am Freitagmorgen mitteilten. Am Donnerstagabend hatte Frankreichs Außenminister Laurent Fabius am Tagungsort bei Paris einen neuen Entwurf für das Abkommen vorgelegt. Dieser solle noch den Freitag über in den Delegationen beraten werden, bis am Samstagmorgen ein endgültiger Text vorgelegt und im Laufe des Tages verabschiedet werden solle, hieß es weiter. Der neue Text enthält neben dem Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen, auch den besonders von den kleinen Inselstaaten geforderten Passus, den Wert auf 1,5 Grad zu begrenzen. Dies wird allerdings nur als ein zusätzliches Ziel formuliert, um Risiken und Klimaschäden deutlich zu verringern.

Saudischer Blogger Badawi im Hungerstreik:

Der wegen Gotteslästerung in Saudi-Arabien inhaftierte Blogger Raif Badawi ist nach Angaben seiner Ehefrau in den Hungerstreik getreten. Ensaf Haidar erklärte via Twitter, ihr Mann sei zuvor in ein "neues isoliertes" Gefängnis verlegt worden. Sie bestätigte die Information später telefonisch der Nachrichtenagentur Reuters. Demnach verweigert der liberale Autor bereits seit Dienstag die Nahrungsaufnahme. Badawi war zu zehn Jahren Gefängnis und 1000 Peitschenhieben verurteilt worden. Badawis Frau bat den saudischen König Salman um Begnadigung ihres Mannes.

US-Militär: Finanzchef der Extremisten-Miliz IS getötet:

Bei Luftangriffen gegen den IS ist nach Angaben der USA der Finanzchef der Extremistenmiliz getötet worden. Abu Salah sei Ende November zusammen mit zwei weiteren hochrangigen IS-Mitgliedern ums Leben gekommen, sagte Oberst Steve Warren. Damit sei die Terrororganisation geschwächt worden. Allerdings sprudeln die Geldquellen des "Islamischen Staates" weiter. Den USA zufolge verfügt der IS über Finanzmittel wie keine Extremistenorganisation vor ihr. Sie gehen auf den illegalen Handel mit Öl und antiken Kulturgütern sowie auf Erpressung zurück. Das US-Finanzministerium schätzt allein die Einnahmen aus dem Schwarzmarktverkauf von Öl auf monatlich rund 40 Millionen Dollar.

Maaßen: Durch Syrien-Einsatz keine höhere Terrorgefahr in Deutschland:

Der Präsident des Bundesverfassungsschutzes, Hans-Georg Maaßen, sieht wegen des Bundeswehr-Einsatzes in Syrien keine erhöhte Terrorgefahr für Deutschland. Schließlich sei Deutschland "schon seit Jahren im Fokus" der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und des Terrornetzwerks Al-Kaida, so Maaßen im Sender MDR. Zu gewaltbereiten Islamisten hierzulande sagte Maaßen, es gebe ein "islamistisch-terroristisches Personenpotential" von 1100 Menschen. Die Polizei stufe etwa 430 Islamisten als "Gefährder" ein, die so gefährlich seien, dass ihnen "jederzeit eine schwere Straftat zuzutrauen" sei. Unterdessen wird die Bundespolizei durch eine neue Anti-Terror-Einheit verstärkt. Sie soll künftig unter anderem die Spezialeinheit GSG9 unterstützen.

Chinesischer Großinvestor in Shanghai verschwunden:

Der chinesische Großinvestors Guo Guangchang ist am Flughafen von Shanghai verschwunden. In den sozialen Netzwerken war berichtet worden, Polizisten hätten den 48-Jährigen abgeführt. Offizielle Angaben dazu gibt es bislang nicht. Das chinesische Wirtschaftmagazin "Caixin" schrieb von möglichen Korruptionsvorwürfen gegen Guo. Der Milliardär ist einer der reichsten Männer Chinas. Er hält auch Beteiligungen an deutschen Unternehmen wie dem Modekonzern Tom Tailor oder der Frankfurter Privatbank Hauck & Aufhäuser. Nach dem Verschwinden Guos wurden die Aktien seines Unternehmens Fosun an der Börse in Hongkong vom Handel ausgesetzt.

UN-Menschenrechtler wirft Nordkorea Folter und Vergewaltigung vor:

Nordkorea foltert nach Angaben des UN-Menschenrechtskommissars Seid Ra'ad al-Hussein systematisch seine Gefangenen. Überläufer berichteten von Misshandlungen und Vergewaltigungen in den Gefängnissen und Straflagern des kommunistischen Landes, sagte al-Hussein dem UN-Sicherheitsrat in New York. Die Eingesperrten hätten keinen Zugang zu Anwälten, keine fairen Prozesse und würden oft willkürlich festgehalten, sagte der Jordanier. Die Vereinten Nationen hatten im Sommer ein Büro in Südkorea eröffnet, das Menschenrechtsverletzungen im Norden dokumentieren soll. Das Regime in Pjöngjang hatte das als grobe Provokation bezeichnet und mit ernsten Maßnahmen gedroht.

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