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Langsam gesprochene Nachrichten

11.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:59

Nachrichten von Samstag, 11. November 2017 – langsam gesprochen als MP3

US-Klimaschützer und neue Proteste in Bonn:

Zur Halbzeit der Weltklimakonferenz werden an diesem Samstag bekannte Klimaschützer aus den USA in Bonn erwartet. Unter anderem sollen der ehemalige Bürgermeister New Yorks, Michael Bloomberg, und der kalifornische Gouverneur Jerry Brown kommen. Am Sonntagabend besucht Hollywoodstar Arnold Schwarzenegger die Großveranstaltung. Der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore hatte bereits am Freitag gesprochen. Er sei optimistisch, dass man den Klimawandel stoppen könne, so Al Gore. Indessen sind in Bonn auch neue Demonstrationen für Samstag angekündigt. Die Polizei rechnet insgesamt mit circa 8000 Aktivisten. Die Verhandlungen der sogenannten "COP 23" laufen seit einer Woche und gehen noch bis zum 17. November. Ziel ist, das Pariser Klimaabkommen von 2015 zu konkretisieren.

 

Medien: Bundesregierung akzeptiert strengere Auflagen für Kohlekraftwerke:

Die Bundesregierung verzichtet einem Medienbericht zufolge auf eine EU-Klage gegen strengere Umweltauflagen für Kohlekraftwerke. Nach Informationen des Westdeutschen Rundfunks (WDR) will demnach das federführende Bundesumweltministerium nicht gegen die im Juli beschlossenen Auflagen der Europäischen Union (EU) vorgehen. Diese sehen strengere Grenzwerte für Quecksilber, Stickoxid und Feinstaub vor. Bislang hatte Deutschland gemeinsam mit anderen Staaten wie Polen und Tschechien gegen die neuen Grenzwerte gestimmt. - Die vier Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg hatten die Bundesregierung im August zu einer EU-Klage gedrängt. Die strengeren Auflagen betreffen vor allem Braunkohlekraftwerke. Einer Studie zufolge muss demnach rund ein Drittel der Kohlekraftwerke entweder aufwändig nachgerüstet oder geschlossen werden.

 

TPP soll auch ohne USA kommen:

Nach dem Rückzug der USA aus dem bereits ausgehandelten transpazifischen Freihandelsabkommen TPP haben sich die verbleibenden elf Partner darauf geeinigt, jetzt allein weiterzumachen. Dies bekräftigten mehrere Regierungsvertreter am Rande des Asien-Pazifik-Gipfels (APEC) in der vietnamesischen Stadt Da Nang. Allerdings soll den Mitgliedsländern erlaubt werden, verschiedene Klauseln des Abkommens auszusetzen. US-Präsident Donald Trump hatte die Vereinbarungen nach seinem Amtsantritt im Januar aufgekündigt. Die Vereinigten Staaten wollen stattdessen nun mit einzelnen Ländern bilaterale Handelsabkommen schließen. - TPP hatte zum Ziel, rund um den Pazifik die größte Freihandelszone der Welt zu schaffen. Der APEC gehören insgesamt 21 Pazifik-Anrainerstaaten an. An dem Gipfel nehmen unter anderem die Präsidenten der USA, Chinas und Russlands teil.

 

Burundi will nicht mit Weltstrafgericht kooperieren:

Bei der Ermittlung möglicher Verbrechen im eigenen Land will Burundi nicht mit dem Weltstrafgericht kooperieren. Die Einleitung der Untersuchung sei dem ostafrikanischen Land nicht rechtzeitig kommuniziert worden, so die Justizministerin am Freitag. Dagegen erklärten Richter des Weltstrafgerichts, es gebe eine angemessene Grundlage, um mit einer Untersuchung möglicher Verbrechen gegen die Menschheit fortzufahren. Die Entscheidung sei bereits Ende Oktober gefallen - wenige Tage, bevor Burundi als erster Staat das Weltstrafgericht verlassen hat. Schätzungen zufolge seien seit April 2015 in Burundi mindestens 1200 Menschen mutmaßlich getötet, Tausende weitere unrechtmäßig festgenommen und gefoltert worden. Als mutmaßlich verantwortlich gelten staatliche Akteure und Gruppen. In Burundi war 2015 eine Krise ausgebrochen, als sich Präsident Pierre Nkurunziza entgegen der Verfassung eine dritte Amtszeit sicherte.

 

Tausende Brasilianer protestieren gegen Arbeitsgesetz:

In Brasilien sind am Freitag Tausende Menschen gegen eine Reihe von Sparmaßnahmen der Regierung auf die Straße gegangen, darunter ein neues Arbeitsgesetz und eine Rentenreform. Allein in der Wirtschaftsmetropole São Paulo demonstrierten nach Schätzungen eines AFP-Reporters rund 10.000 Brasilianer, weitere Proteste gab es in Rio de Janeiro und Brasília. Das neue Arbeitsgesetz tritt am Samstag in Kraft. Es sieht flexiblere Verträge vor und hebt Pflichtzahlungen an die Gewerkschaften auf. Die Regierung von Präsident Michel Temer will ein drastisches Sparprogramm durchsetzen und öffentliche Ausgaben für 20 Jahre einfrieren. Dabei gelten das brasilianische Bildungs- und das Gesundheitswesen schon jetzt als unterfinanziert. Das Land steckt in einer schweren Wirtschaftskrise mit mehr als 14 Millionen Arbeitslosen.

 

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