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Nachrichten

11.11.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Der Generaldirektor des britischen Senders BBC, George Entwistle, ist nach nur zwei Monaten im Amt zurückgetreten. Hintergrund ist die Ausstrahlung eines Beitrages in der investigativen Sendung "Newsnight", nach dem der ehemalige Schatzmeister der Konservativen Partei, Alistair McAlpin, fälschlicherweise des Kindesmissbrauchs beschuldigt wurde. Als Generaldirektor sei er "letztlich verantwortlich für den gesamten Inhalt" der BBC-Sendungen, begründete Entwistle seinen Schritt. Die BBC steht bereits wegen eines Missbrauchsskandals um den ehemaligen Mitarbeiter Jimmy Savile ohnehin schon in der Kritik. Der vor einem Jahr gestorbene Star-Moderator der Kultsendung "Top of the Pops" soll über Jahre hinweg Hunderte Kinder sexuell missbraucht haben. Die "Newsnight"-Redaktion soll einen eigenen Bericht über diese Vorwürfe nicht ausgestrahlt haben.

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In Birma sind bei einem Erdbeben der Stärke 6,6 mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen und 21 verletzt worden. Zudem werden fünf Arbeiter vermisst, nachdem eine im Bau befindliche Brücke über den Fluss Irrawaddy einstürzte. Das Beben ereignete sich am frühen Sonntagmorgen, das Epizentrum lag rund 120 Kilometer nördlich von Birmas zweitgrößter Stadt Mandalay. Von dort wurden kaum Schäden gemeldet. Einige Häuser wurden beschädigt, aber mehrere Hotels berichteten von keinerlei Problemen. Birma gehört zu den ärmsten Staaten Asiens. Nach Jahrzehnten der Isolation unter einer Militärherrschaft beginnt sich das Land seit dem vergangenen Jahr zu öffnen.

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Das Parlament in Griechenland muss am Sonntagabend eine entscheidende Hürde für die Auszahlung der zweiten Kredittranche nehmen. Dazu müssen die Abgeordneten den Haushaltsentwurf der Regierung für 2013 verabschieden. Bereits am Mittwoch billigte das Parlament ein neues Sparprogramm. Dies war die erste Voraussetzung für die Auszahlung von 31,5 Milliarden Euro aus dem laufenden Hilfsprogramm von 130 Milliarden Euro. Am Montag wird nach Angaben aus EU-Diplomatenkreisen der Bericht der Troika aus EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank zur Situation in Griechenland erwartet.

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Der wiedergewählte US-Präsident Barack Obama ist am Samstag auch im Swing State Florida zum offiziellen Sieger gekürt worden. Vier Tage nach der Wahl waren in dem Staat an Amerikas Südostküste nahezu alle Stimmen ausgezählt. Nach Angaben der Behörden entfielen 50 Prozent der Stimmen auf Obama, sein Herausforderer, der Republikaner Mitt Romney, erhielt demnach 49,1 Prozent. Die Auszählung in Florida, die in den US-Staaten als letzte beendet wurde, war allerdings nicht mehr ausschlaggebend für den Sieg Obamas.

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Bei Gefechten zwischen Palästinensern und israelischem Militär im Gazastreifen sind am Samstag mindestens vier Palästinenser getötet und 25 verletzt worden. Wie die israelischen Streitkräfte mitteilten, hatten palästinensische Extremisten zunächst einen Panzerjeep mit Raketen angegriffen, der auf Patrouillenfahrt unterwegs war. Anschließend beschossen die Israelis nach Angaben von Augenzeugen Wohngebiete in Gaza-Stadt. Die Todesopfer sollen Behördenangaben zufolge zwischen 16 und 18 Jahre alt gewesen sein. Unter den Verletzten seien auch Kinder. Verteidigungsminister Ehud Barak warnte, Israel werde eine weitere Eskalation der Gewalt nicht tolerieren. An dem schwer bewachten Grenzzaun waren in den vergangenen Wochen immer wieder Sprengstoffanschläge verübt worden.

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In Slowenien hat die Präsidentschaftswahl begonnen. Rund 1,6 Millionen Wähler können bis 19 Uhr ihre Stimme abgeben. Nach Umfragen ist Amtsinhaber Danilo Türk der Favorit. Der 60-Jährige ist der Kandidat des linken Lagers. Mit ihm stellen sich zwei weitere Bewerber zur Wahl. Da voraussichtlich keiner der Kandidaten die notwendige absolute Mehrheit erzielen wird, kommt es wahrscheinlich am 2. Dezember zu einer Stichwahl. Die slowenische Verfassung weist dem Präsidenten rein repräsentative Pflichten zu. Slowenien ist durch marode Banken in die Krise geraten. Die Mitte-Rechts-Regierung verordnete zuletzt drastische Sparmaßnahmen.

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