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Nachrichten

11.10.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko ist wegen Amtsmissbrauchs schuldig gesprochen worden. Ein Gericht in der Hauptstadt Kiew sah es als erwiesen an, dass Timoschenko in ihrer Regierungszeit mit Russland Gasverträge zum Nachteil der Ukraine abgeschlossen habe. Dadurch habe die Ex-Sowjetrepublik einen Schaden von umgerechnet rund 137 Millionen Euro erlitten. Ein Strafmaß nannte der Vorsitzende Richter zunächst nicht. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von sieben Jahren gefordert. Die Europäische Union und die USA hatten den Prozess als politisch motiviert kritisiert und das Land vor Konsequenzen gewarnt.

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Mit Hochspannung wird an diesem Dienstag die Abstimmung in der Slowakei über die Erweiterung des Euro-Rettungsschirms erwartet, die letzte Abstimmung darüber in der Euro-Zone. Die Mitte-Rechts-Regierung von Ministerpräsidentin Iveta Radicova verfügt derzeit im Parlament über keine Mehrheit, da die an der Koalition beteiligte Partei "Freiheit und Solidarität" gegen die Ausweitung stimmen will. Ein Nein der Slowakei würde die Reform des Euro-Rettungsschirms blockieren, da diese nur mit Zustimmung aller 17 Euro-Länder möglich ist. Am Montagabend hatte das Parlament Maltas der Erweiterung des Euro-Fonds einstimmig zugestimmt. Mit dem auf 440 Milliarden Euro aufgestockten Rettungsfonds soll hochverschuldeten Euro-Ländern wie Griechenland oder Portugal unter die Arme gegriffen werden, um eine Staatspleite zu verhindern.

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An der Rettung des fast bankrotten Griechenlands sollten sich nach Auffassung von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso - wenn möglich - alle 27 EU-Staaten beteiligen. Wenn der Euro wanke, bringe das alle Länder in Schwierigkeiten - auch die mit einer eigener Währung, sagte Barroso der "Bild"-Zeitung. Er ging auch auf die Lage in Deutschland ein und meinte, mögliche finanzielle Folgen durch die eingegangenen Bürgschaften der Bundesregierung für Griechenland und andere Schuldenstaaten seien verkraftbar. Deutschland als größte Volkswirtschaft Europas profitiere am meisten vom Euro, meinte Barroso weiter.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zum Auftakt ihres Vietnam-Besuchs von Ministerpräsident Nguyen Tan Dung empfangen worden. In der Hauptstadt Hanoi will sich die deutsche Regierungschefin für eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem kommunistisch geführten Staat einsetzen. Bei ihren Gesprächen mit Politik und Wirtschaft sollen aber auch die Defizite bei den Menschenrechten in dem ostasiatischen Land Thema sein. Die Christdemokratin will auch Vertreter der buddhistischen, evangelischen und katholischen Religionsgemeinschaften sprechen. Zuletzt war mit Gerhard Schröder 2004 ein deutscher Kanzler in Vietnam. Am Mittwoch fliegt Merkel weiter in die Mongolei.

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Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin ist zu einem zweitägigen Besuch in China eingetroffen. Im Mittelpunkt der Gespräche mit Chinas Regierungschef Wen Jiabao und Staats- und Parteichef Hu Jintao stehen der Ausbau der Wirtschaftskooperation und der strategischen Beziehungen. Es ist Putins erste Auslandsreise seit seiner Ankündigung, im nächsten Jahr wieder bei der Präsidentenwahl anzutreten. Während des Besuchs sollen nach russischen Angaben etwa 20 Abkommen mit einem Umfang von rund 5,5 Milliarden Euro unterzeichnet werden. In den seit rund fünf Jahren laufenden Verhandlungen über russische Gaslieferungen an die Volksrepublik wird aber kein Durchbruch erwartet.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viele Wolken und vor allem nördlich der Mittelgebirge häufig Regen. Auflockerungen nur im Süden und an den Küsten. Die Höchsttemperaturen bewegen sich zwischen 13 und 22 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Mittwoch herrscht ein Mix aus Wolken und Sonne. Vor allem im Nordosten und Süden länger freundlich. Ansonsten fällt aus dichten Wolken gebietsweise Regen.

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