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Nachrichten

11.09.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Am Ground Zero in New York wird mit Feierlichkeiten des zehnten Jahrestages der Anschläge vom 11. September 2001 gedacht. Die Trommeln einer Dudelsackkapelle hallten über das Areal, an dem bis vor zehn Jahren das World Trade Center stand. Zuvor war US-Präsident Barack Obama zur Gedenkveranstaltung eingetroffen. Er kam in Begleitung seiner Frau Michelle sowie seines Vorgängers George W. Bush und dessen Frau Laura zum Ground Zero. Statt einer politischen Rede verlas Obama einen religiösen Text. Anschließende Worte von New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg wurden für eine Schweigeminute unterbrochen. Sie markierte den Zeitpunkt von 8 Uhr 46 Ortszeit, zu dem vor zehn Jahren das erste Flugzeug den Nordturm des World Trade Centers traf.

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Auch in Deutschland wird an die Anschläge vom 11. September erinnert. Bundespräsident Christian Wulff bezeichnete jeglichen Terror als "zutiefst inhuman". "Er widerspricht dem eigentlichen Wesen von Religion und kann sich auf keine berufen", erklärte Wulff am Sonntag auf seiner Internetseite. Bundeskanzlerin Angela Merkel rief zur Wachsamkeit auf. Der Terrorismus sei weiter eine "sehr reale Bedrohung" auch für Deutschland, sagte sie im "Tagesspiegel am Sonntag". Beim Internationalen Friedenstreffen in München rief der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, dazu auf, sich von Terror und Gewalt nicht entmutigen zu lassen. Nicht Gewalt und Rache sollten die Menschen antreiben, sondern die Kraft zur wechselseitigen Vergebung.

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Die schwedische Sicherheitspolizei hat vier Terrorverdächtige festgenommen. Die in Göteborg gefassten Männer hätten offenbar einen Anschlag vorbereitet, erklärten Sprecher von Polizeibehörden und Geheimdienst Säpo ohne nähere Details zu nennen. Verwiesen wurde lediglich auf die Evakuierung eines Kunstzentrums in der Stadt in der Nacht zum Sonntag, wegen einer "ernsten Bedrohung", wie es hieß. Ob es einen Zusammenhang zum Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 gibt, blieb zunächst unklar.

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Am zehnten Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September hat die pakistanische Regierung ihre Entschlossenheit im Kampf gegen den Terrorismus bekräftigt. Als Land, das selbst massiv von Terrorismus betroffen sei, werde sich Pakistan für eine weitere Stärkung der internationalen Zusammenarbeit einsetzen, um den Terrorismus eliminieren zu können, heißt es in einer Erklärung des pakistanischen Außenministeriums. - Nach den Anschlägen von New York und Washington war Pakistan nach erheblichem Druck der US-Regierung Teil der internationalen Anti-Terror-Koalition geworden. Derzeit kämpfen mehr als 140.000 pakistanische Sicherheitskräfte in den Stammesgebieten an der Grenze zu Afghanistan gegen radikal-islamische Aufständische und Terroristen. Zudem wurden in den letzten Jahren zahlreiche Terroristen festgenommen. Gleichzeitig wird der Regierung in Islamabad und Teilen der Sicherheitsbehörden vorgeworfen, nicht genug gegen Extremisten zu unternehmen.

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Nach dem Sturm auf die israelische Botschaft in Kairo wollen Ägypten und Israel eine weitere Eskalation vermeiden. Die ägyptische Regierung kündigte ein hartes Durchgreifen gegen Demonstranten und einen besseren Schutz von diplomatischen Vertretungen an. Auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu war sichtlich bemüht, die aufgebrachten Gemüter zu beruhigen. In einer Fernsehansprache dankte er den ägyptischen Sicherheitskräften für die Rettung israelischer Diplomaten und betonte die Bedeutung der strategischen Beziehungen zu Ägypten. Bei den schweren Ausschreitungen gegen die israelische Botschaft waren drei Ägypter getötet und rund 1000 weitere verletzt worden. Der israelische Botschafter und sein Personal mussten in Sicherheit gebracht werden. Sie verließen anschließend Ägypten. -- Hintergrund der Proteste in Kairo ist der Tod fünf ägyptischer Grenzpolizisten an der israelisch-ägyptischen Grenze im August. Israelische Sicherheitskräfte hatten sie versehentlich getötet, als sie militante Islamisten verfolgten.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von West nach Ost durchziehende, mitunter kräftige Schauer und Gewitter. Im Osten und Südosten zuvor noch länger sonnig. Höchstwerte im Nordwesten zwischen 19 und 25 Grad, sonst bis 30 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Montag wechselnd wolkig mit teils längeren freundlichen Abschnitten. An den Alpen und an der Nordsee auch einzelne Schauer. Temperaturen bei 19 bis 25 Grad.

 

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