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Nachrichten

11.08.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:56

Nachrichten von Montag, 11. August 2014 – langsam gesprochen als MP3

Wahlsieger Erdogan spricht von einem historischen Tag für die Türkei:

Nach seinem Sieg bei der Präsidentschaftswahl hat der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan einen Neuanfang für sein Land angekündigt. Er wolle eine "neue Ära" beginnen, sagte der islamisch-konservative Politiker in einer Ansprache vor Anhängern in Ankara. Erdogan sprach angesichts seines Wahlsiegs von einem historischen Tag. Der 60-Jährige hat die erste Direktwahl eines türkischen Präsidenten laut vorläufigem Ergebnis auf Anhieb mit rund 52 Prozent der Stimmen gewonnen. Sein Hauptrivale Ekmeleddin Ihsanoglu kam auf knapp 38 Prozent der Stimmen, der Kandidat der kurdischen Minderheit, Selahattin Demirtas, erhielt 9,7 Prozent. Erdogans Amtseinführung ist für den 28. August geplant.

Keine Verstöße gegen Waffenruhe in Nahost:

Die neue Waffenruhe im Gaza-Konflikt hält vorerst. Eine israelische Armeesprecherin sagte in Tel Aviv, seit Mitternacht habe es keine Angriffe aus dem Gazastreifen mehr gegeben. Minuten vor Inkrafttreten der dreitägigen Feuerpause hätten militante Palästinenser noch eine Rakete Richtung Tel Aviv abgefeuert. Israel will die Verhandlungen mit den Palästinensern über eine dauerhafte Waffenruhe wieder aufnehmen, falls die Feuerpause hält. Der israelische Geheimdienstminister Juval Steinitz bekräftigte die Forderung Jerusalems nach einer vollständigen Entmilitarisierung des Gazastreifens.

Maliki lässt Spezialtruppen in Bagdad auffahren:

Im Machtkampf im Irak hat der amtierende Ministerpräsident Nuri al-Maliki ihm ergebene Spezialtruppen an strategisch wichtigen Orten in der Hauptstadt Bagdad auffahren lassen. Das verlautete aus Polizeikreisen. Die Truppen seien rund um die grüne Zone, dem Regierungs- und Diplomatenviertel, stationiert worden und hätten mehrere Brücken blockiert. In einer Fernsehansprache hatte Maliki zuvor bekräftigt, dass er im Amt bleiben werde. Zudem kündigte er Verfassungsbeschwerde gegen den gerade gewählten Staatspräsidenten Fuad Massum an, weil dieser sich geweigert habe, ihn zum Regierungschef zu ernennen. Malikis Partei war aus der Parlamentswahl zwar als stärkste Kraft hervorgegangen, verfügt aber über keine Mehrheit. Er ist nicht nur bei der Opposition aus Kurden und Sunniten, sondern zunehmend auch im eigenen schiitischen Lager umstritten. Die USA sicherten Massum ihre volle Unterstützung zu.

Jesidische Flüchtlinge im Irak bei großer Hitze eingeschlossen:

Die Lage der Flüchtlinge, die sich im Irak vor den Terrormilizen des "Islamischen Staats" (IS) in die Berge geflüchtet haben, bleibt weiterhin dramatisch. Vornehmlich jesidische Familien sind noch immer bei Temperaturen von mehr als 40 Grad Celsius im Sindschar-Gebirge eingeschlossen. Die Mission der Vereinten Nationen im Irak schätzte die Zahl der betroffenen Menschen auf 15.000 bis 55.000. Die jesidische Parlamentsabgeordnete in Bagdad, Vian Dachil, warnte vor einem Massensterben, sollten die jesidischen Flüchtlinge nicht innerhalb von zwei Tagen in Sicherheit gebracht werden. Die Jesiden sind eine alte monotheistische Glaubensgemeinschaft, der vor allem Kurden angehören. Die IS-Milizen machen Jagd auf die Jesiden.

Militärische Lage um Donezk wird prekär:

Trotz einer von Separatisten angebotenen Waffenruhe hat die ukrainische Armee ihren Belagerungsring um die Stadt Donezk enger gezogen. Mit Artilleriefeuer versuchte das Militär, eine strategisch wichtige Versorgungsroute der Aufständischen zum russischen Grenzgebiet abzuschneiden. Für eine Feuerpause müssten die Rebellen zuerst die Waffen niederlegen, sagte ein Armeesprecher. Separatistenführer Alexander Sacharschenko drohte, sollte das Militär in Donezk einmarschieren, erlebe es dort sein "Stalingrad".

Amnesty wirft US-Justiz schwere Versäumnisse in Afghanistan vor:

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat der US-Militärjustiz schwere Versäumnisse bei der Aufklärung möglicher Kriegsverbrechen in Afghanistan vorgeworfen. Selbst offensichtliche Hinweise auf Kriegsverbrechen seien ignoriert und die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft gezogen worden, heiße es in einem Bericht, der in Kabul und Berlin vorgestellt wurde. Darin werden zehn Razzien und Luftangriffe zwischen 2009 und 2013 beschrieben, bei denen nach Amnesty-Recherchen 140 Zivilisten ums Leben kamen. Keine dieser Taten sei strafrechtlich verfolgt worden, sagte Richard Bennett von Amnesty International in Kabul. Die US-Militärjustiz ziehe in fast allen Fällen ihre Soldaten bei unrechtmäßiger Tötung und anderen Übergriffen nicht zur Verantwortung. Damit hätten aber die Opfer und deren Familien wenig Chancen auf Entschädigung. Bennett forderte die US-Armee auf, die genannten Vorfälle umgehend zu untersuchen.

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