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Nachrichten

11.07.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:10

Nachrichten von Montag, 11. Juli 2016 – langsam gesprochen als MP3

Portugal ist Fußball-Europameister:

Portugal ist nach einem 1:0-Sieg über Frankreich Fußball-Europameister. Den entscheidenden Treffer erzielte Eder in der 109. Minute. Portugals Mannschaftskapitän Cristiano Ronaldo war bereits in der ersten Halbzeit verletzungsbedingt ausgewechselt worden. Während in Portugal zehntausende Menschen den ersten Europameistertitel des Landes feierten, kam es in Paris nach Spielende zu Zusammenstößen zwischen enttäuschten Fans und der Polizei. Mehrere Personen wurden festgenommen.

UN-Sicherheitsrat fordert sofortigen Stopp der Kämpfe im Südsudan:

Der UN-Sicherheitsrat hat die Bürgerkriegsparteien im Südsudan zur sofortigen Einstellung der Kämpfe aufgefordert. In einer einstimmig verabschiedeten Erklärung zeigten sich die 15 Ratsmitglieder bereit, die Blauhelmmission in dem Land weiter aufzustocken. Sie riefen die anderen Länder in der Region auf, wenn nötig, weitere Soldaten für die UN-Mission zur Verfügung zu stellen. Kurz vor dem fünften Jahrestag der Unabhängigkeit waren in der Hauptstadt Juba erneut Kämpfe zwischen Anhängern von Präsident Salva Kiir und seinem Rivalen, Vize-Präsident Riek Machar, ausgebrochen. Dabei geriet auch die UN-Mission unter Beschuss. Seit Freitag wurden mehr als 270 Menschen getötet.

Steinmeier: Bundeswehr-Einsatz in Mali wird nicht ausgeweitet:

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat Spekulationen über eine Ausweitung des Bundeswehreinsatzes im gefährlichen Norden Malis zurückgewiesen. Der überraschende Abzug niederländischer Rettungs- und Kampfhubschrauber von dem gemeinsamen Stützpunkt in der früheren Rebellenhochburg Gao müsse von anderen Verbündeten kompensiert werden, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Nicht Deutschland stehe in der Pflicht und schon gar nicht in der ersten Reihe, die bisher von den Niederländern gestellten Hubschrauber zu ersetzen. Die Vereinten Nationen, die den Einsatz führen, müssten vorrangig andere Mitgliedstaaten für einen qualifizierten Beitrag zu dieser wichtigen Mission gewinnen. Nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen sind die UN bereits in Kontakt mit Ländern, die einspringen könnten. Die Bundeswehr ist seit fünf Monaten im Norden des westafrikanischen Krisenstaats im Einsatz.

Italien nimmt Guantanamo-Häftling auf:

Die USA haben einen 41-jährigen Mann aus dem Gefangenenlager Guantánamo Bay nach Italien entlassen. Wie das Washingtoner Verteidigungsministerium mitteilte, ging dem Schritt eine eingehende Sicherheitsüberprüfung voraus. Nach einem Bericht der Zeitung "Miami Herald" stammt der Mann aus dem Jemen und befand sich seit 2002 in dem Lager auf Kuba. Dort werden dem Pentagon zufolge nun noch 78 Gefangene festgehalten. Präsident Barack Obama will das Lager schließen, ist aber bisher am Widerstand des Kongresses gescheitert. Dieser sperrt sich gegen eine Verlegung von jenen Häftlingen in die USA, die nicht in andere Länder geschickt werden können oder sollen.

Fast 900 Sexualdelikte mit 1.200 Opfern an Silvester:

Bei den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht hat es nach Angaben des Bundeskriminalamtes deutschlandweit insgesamt knapp 900 Sexualdelikte mit mehr als 1200 Opfern gegeben. Es seien aber nur 120 Verdächtige ermittelt worden, heißt es in einer Bilanz des BKA, die dem Rechercheverbund von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR vorliegt. Man müsse davon ausgehen, dass viele dieser Taten auch im Nachgang nicht mehr ermittelt werden könnten, sagte BKA-Präsident Holger Münch. Da es um Übergriffe in Gruppen geht, seien nach Schätzungen wohl mehr als 2000 Männer an den Taten beteiligt gewesen. Die meisten sollen aus Nordafrika stammen, Syrer seien nicht beteiligt gewesen. Rund 650 Übergriffe erfolgten in Köln, mehr als 400 in Hamburg sowie weitere in Stuttgart, Düsseldorf und an anderen Orten. Bislang habe es bundesweit nur vier Verurteilungen gegeben.

Mehr Megacitys in Afrika:

Afrikas Städte stehen in den kommenden Jahren vor einem dramatischen Anstieg der Bevölkerung. Zu diesem Ergebnis kommt das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, BiB, nach der Auswertung von UN-Daten. Während es in Afrika gegenwärtig nur sieben Städte mit mehr als fünf Millionen Einwohnern gebe, werden es laut BiB im Jahr 2030 bereits 18 sein. Die Metropolen Kairo und Lagos dürften nach Einschätzung des Instituts mit rund 25 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichsten Städte Afrikas werden. Im selben Zeitraum werde sich auch die Zahl der kleineren Großstädte mit zwischen 500.000 und fünf Millionen Einwohnern von 104 auf 199 fast verdoppeln.

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