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Nachrichten

11.07.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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US-Außenministerin Hillary Clinton hat einen als historisch bezeichneten Besuch im kommunistischen Laos begonnen. Als erste Chefdiplomatin der USA seit 57 Jahren traf Clinton in der Hauptstadt Vientiane ein. Bei dem Besuch sollte es vor allem um die Folgen des Vietnam-Krieges gehen, darunter die noch immer spürbaren Auswirkungen der US-Luftangriffe mit dem Entlaubungsmittel "Agent Orange". Auch die bis heute im Land verteilten Blindgänger aus jener Zeit dürften angesprochen werden. Ein weiteres Thema auf der Tagesordnung war ein umstrittenes Staudammprojekt am Fluss Mekong. Das Verhältnis zwischen den beiden Ländern war lange angespannt. Während des Vietnam-Krieges bombardierten die USA auch das Nachbarland Laos, um die Nachschubwege des kommunistischen Nordvietnam abzuschneiden. Dabei wurden Schätzungen zufolge 50.000 Menschen getötet oder verwundet.

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In den Machtkampf zwischen dem neuen ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi und dem Militärrat hat sich erneut das Verfassungsgericht des Landes eingeschaltet. Es hob das umstrittene Dekret Mursis zur Wiedereinsetzung des Parlaments offiziell auf. Die jüngste Gerichtsentscheidung erfolgte nur wenige Stunden nachdem die Abgeordneten zu einer Sitzung zusammengekommen waren und sich damit der Anordnung der Militärs widersetzt hatten. Der Militärrat hatte das Parlament aufgelöst, nachdem das ägyptische Wahlgesetz vom Verfassungsgericht in weiten Teilen für illegal erklärt worden war. - Bundesaußenminister Guido Westerwelle warnte bei seinem Besuch in Kairo vor einem "Demokratievakuum" in Ägypten. Er war am Dienstag mit Mursi zusammengetroffen.

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Die USA verschärfen ihren Ton gegenüber Syriens Machthaber Baschar al-Assad. Dieser werde in die Geschichte als ein brutaler Tyrann und Mörder seines eigenen Volkes eingehen, erklärte der Sprecher des Weißen Hauses in Washington, Jay Carney. Zugleich forderte er hohe Politiker und Militärs in Damaskus auf, "mit Assad zu brechen" und sich auf die "Seite des Volkes" zu stellen. - An diesem Mittwoch will der Syrien-Sondergesandte Kofi Annan den UN-Sicherheitsrat über seine jüngsten Bemühungen um eine Lösung des Konflikts informieren. Im Rahmen seiner Vermittlungsmission hatte er am Dienstag auch die iranische Hauptstadt Teheran besucht. Annan setzt nach eigenen Worten darauf, dass die Regionalmacht Iran an einer Lösung in Syrien mitwirkt. Der Vorstoß des früheren UN-Generalsekretärs stößt insbesondere bei den USA jedoch auf wenig Zustimmung.

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Ein Unterstützer des Terrornetzwerks Al Kaida hat sich vor einem US-Gericht schuldig bekannt, mit ferngesteuerten Modellflugzeugen Sprengstoffanschläge auf das Pentagon und den Kongress geplant zu haben. Wie das Justizministerium in Washington mitteilte, gestand der 26-jährige aus den USA stammende Muslim zudem, versucht zu haben, Terroristen mit Materiallieferungen zu unterstützen. Anklage und Verteidigung hatten sich zuvor darauf verständigt, dass im Gegenzug für das Teilgeständnis weitere Anklagepunkte gegen den Beschuldigten fallengelassen werden. Nach der Vereinbarung soll er nun für 17 Jahre hinter Gitter.

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Zum Jahrestag des Massakers von Srebrenica sind Tausende Menschen ins nahegelegene Potocari gepilgert, wo an diesem Mittwoch der Opfer gedacht wird. Im Bosnien-Krieg hatten serbische Truppen am 11. Juli 1995 die damalige UN-Enklave Srebrenica überrannt. Dabei waren rund 8000 muslimische Jungen und Männer gefangengenommen und anschließend systematisch getötet worden. Das UN-Tribunal für das ehemalige Jugoslawien stuft das Geschehen als Völkermord ein.

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