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Nachrichten

11.06.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Gut einen Monat nach der Wahl des Sozialisten François Hollande zum Staatspräsidenten liegt das linke Lager in Frankreich auch bei der Parlamentswahl klar in Führung. Wie nach der ersten Wahlrunde vom Sonntag deutlich wurde, kann Hollandes Sozialistische Partei (PS) gemeinsam mit den Grünen eine absolute Mehrheit in der Nationalversammlung erreichen. Dann könnte die französische Linke nahezu ungehindert die Politik der zweitgrößten EU-Volkswirtschaft bestimmen. Die rechts-konservative UMP des abgewählten Präsidenten Nicolas Sarkozy kam landesweit zwar auf ein ähnliches Ergebnis wie die PS. Mangels geeigneter Koalitionspartner muss sie nun aber wohl auf die Oppositionsbank. Die endgültige Zusammensetzung der neuen Nationalversammlung steht erst nach der zweiten Wahlrunde am 17. Juni fest. Bei ihr wird in allen Wahlkreisen noch einmal gewählt, in denen keiner der Kandidaten schon am Sonntag die absolute Mehrheit schaffte. In einer Woche reicht dann eine relative Mehrheit für einen Abgeordnetensitz.

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In Libyen werden die ersten freien Wahlen nach dem Sturz von Diktator Muammar al-Gaddafi später als geplant stattfinden. Wie die Wahlkommission in Tripolis mitteilte, wurde die ursprünglich für den 19. Juni angesetzte Abstimmung wegen logistischer Probleme verschoben. Die Libyer sollen nun erst am 7. Juli über die Zusammensetzung einer 200-köpfigen Versammlung entscheiden, die den bisher regierenden Nationalen Übergangsrat ersetzen und eine neue Verfassung für das nordafrikanische Land ausarbeiten soll.

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Die radikal-islamische Sekte Boko Haram hat sich zu zwei Anschlägen auf christliche Kirchen in Nigeria bekannt. Dabei waren am Sonntag in den Städten Jos und Biu wieder mehrere Menschen getötet worden, zahlreiche Personen wurden verletzt. Mit den Anschlägen habe man beweisen wollen, dass Boko Haram entgegen den Angaben der Regierung "nicht geschwächt" sei, erklärte ein Sprecher der Sekte. Boko Haram kämpft für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias und verübt immer wieder Anschläge auf Polizei, Behörden und Kirchen.

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Vor den möglicherweise entscheidenden Gesprächen über eine Zustimmung zum Fiskalpakt für mehr Haushaltsdisziplin in dieser Woche hat die Opposition der Bundesregierung einen Vertrauensbruch vorgeworfen. Die schwarz-gelbe Koalition habe all das, was sie am Freitag unterzeichnet habe, wieder in Frage gestellt, sagte SPD-Chef Sigmar Gabriel. Der Fraktionschef der Grünen, Jürgen Trittin, schloss es nicht aus, den Fiskalpakt im Bundestag scheitern zu lassen. Finanzminister Wolfgang Schäuble hatte erklärt, er halte die Einführung der von SPD und Grünen geforderten Finanztransaktionssteuer bis zur nächsten Bundestagswahl 2013 für unwahrscheinlich. SPD und Grüne machen ihre notwendige Zustimmung zum europäischen Fiskalpakt von der Einführung einer Steuer auf Finanztransaktionen abhängig. Für eine Billigung des Fiskalpakts für mehr Haushaltsdisziplin in Europa ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit in Bundestag und Bundesrat nötig. Die schwarz-gelbe Koalition ist deshalb auf die Unterstützung von SPD und Grünen angewiesen.

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In den US-Bundesstaaten Colorado und New Mexico wüten schwere Waldbrände und Buschfeuer. Hunderte Menschen mussten schon vor den Flammen fliehen, ein Mensch wird vermisst. Etliche Häuser wurden zerstört. In Colorado sind 35 Quadratkilometer von den Flammen betroffen. Das Gebiet liegt hundert Kilometer nordwestlich von Denver. Im südlichen New Mexico wütete ein Buschbrand auf 65 Quadratkilometern. Mehrere hundert Feuerwehrleute sind im Einsatz. Die Ursachen für den Ausbruch der Großbrände werden noch untersucht.

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