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Nachrichten

11.06.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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In Syrien geht die Armee weiter mit großer Härte gegen Gegner des Regimes von Präsident Baschar al Assad vor. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten rückten Regierungstruppen weiter auf Dschisr al-Schogur im Nordwesten Syriens vor, einem Zentrum der Auseinandersetzungen zwischen Regime und Opposition. Die meisten Einwohner seien aus der Kleinstadt geflüchtet. Die Zahl der syrischen Flüchtlinge in der Türkei sei auf rund 4300 gestiegen, hieß es in Agenturberichten. Das staatliche syrische Fernsehen meldete, Soldaten hätten in Dschisr al-Schogur Anführer bewaffneter Gruppen festgenommen. Assad macht seit Monaten Ausländer und Terroristen für die Massenproteste gegen sein autoritäres Regime verantwortlich. - Am Freitag waren bei Demonstrationen gegen Assad nach Angaben von Oppositionellen landesweit mindestens 36 Menschen getötet worden. In der Nähe von Dschisr al-Schogur feuerten Soldaten von Hubschraubern aus auf Demonstranten.

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In Afghanistan sind bei Bombenanschlägen mehr als 20 Menschen getötet worden. Der folgenschwerste Anschlag ereignete sich in der südlichen Provinz Kandahar. Dort wurden 15 Zivilisten, unter ihnen acht Kinder, getötet, als ein am Straßenrand versteckter Sprengsatz neben ihrem Kleinbus explodierte. - Zudem wurden Selbstmordattentate aus den Provinzen Chost und Ghasni gemeldet. - Wie die UN-Mission in Kabul mitteilte, wurden im Mai in Afghanistan insgesamt 368 Zivilisten getötet, so viele wie noch nie in einem Monat seit mindestens vier Jahren. Mehr als drei Viertel der Zivilisten - nämlich 301 - seien von den aufständischen Taliban getötet worden, so die UN-Vertretung weiter.

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Drei Monate nach der Dreifach-Katastophe aus Erdbeben, Tsunami und Atomunfall hat Japan der Opfer gedacht. In der schwer betroffenen Provinz Iwate wurde bei einem Besuch von Ministerpräsident Naoto Kan in Kamaishi eine Gedenkminute eingelegt, um 14.46 Uhr Ortszeit, dem Zeitpunkt, als am 11. März der Nordosten Japans von dem Beben der Stärke 9,0 erschüttert worden war. Bislang konnten fast 15.500 Tote geborgen werden, mehr als 8.000 Menschen gelten weiter als vermisst. Noch immer leben fast 100.000 Menschen in Notlagern. Zehntausende Menschen, die durch die Katastrophe ihren Arbeitsplatz verloren haben, suchen verzweifelt nach neuen Möglichkeiten, ihren Lebensunterhalt zu sichern. Zugleich wächst die Sorge der Bevölkerung vor der weiter austretenden radioaktiven Strahlung und dem verseuchten Wasser aus dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima. In mehreren Städten des Landes gab es Demonstrationen gegen die Nutzung der Kernenergie.

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Der NATO-Partner Türkei hat dem libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi Unterstützung bei einem Gang ins Exil angeboten. Gaddafi habe keine andere Wahl als das Land zu verlassen, sagte Regierungschef Recep Tayyip Erdogan im türkischen Fernsehen. Man habe bisher jedoch keine Antwort aus Tripolis bekommen. Bei schweren Gefechten zwischen Gaddafi-Truppen und Aufständischen um die von Rebellen gehaltene Stadt Misrata wurden nach Angaben von Ärzten mehr als 30 Menschen getötet und über 110 verletzt. NATO-Kampfflugzeuge setzten am Freitag ihre Angriffe auf Ziele in der Hauptstadt Tripolis fort. Die NATO fliegt seit Anfang der Woche die schwersten Luftangriffe seit Beginn des internationalen Militäreinsatzes am 19. März.

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Nach dem Fund verseuchter Sprossen suchen die Behörden nun nach dem genauen Weg der Infektion. Unklar sei etwa, wie der aggressive Darmkeim EHEC auf den verdächtigen Biohof im Landkreis Uelzen gekommen sei, sagte der niedersächsische Landwirtschaftsminister Gert Lindemann. Am Freitag war erstmals der gefährliche EHEC-Typ O104 an Sprossengemüse nachgewiesen worden. Die Auswertung einer Gegenprobe vom zuständigen Bundesinstitut für Risikobewertung steht allerdings noch aus. Ob es sich genau um den Erregerstamm handelt, der zum Tod von 32 Menschen führte, ist noch nicht geklärt. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr will nun die Meldeverfahren modernisieren und beschleunigen. Er nannte es unverständlich, dass die Meldungen größtenteils noch immer über veraltete Kommunikationswege wie den Postweg liefen.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von der Mitte zieht ein breites Regenband weiter nach Osten. Dahinter wieder aufgelockert und freundlich. Maximal 16 bis 23 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag teils heiter und meist trocken. Höchsttemperaturen zwischen 18 und 25 Grad. - Am Pfingstmontag stärker bewölkt, gebietsweise regnerisch und mäßig warm.

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