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Nachrichten

11.05.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

In Griechenland setzt der Vorsitzende der sozialistischen Pasok-Partei, Evangelos Venizelos, an diesem Freitag seine Gespräche zur Bildung einer neuen Regierung fort. In Athen kommt er mit dem Chef der konservativen "Nea Dimokratia", Antonis Samaras, zusammen. Die beiden großen Parteien haben bei der Wahl am vergangenen Sonntag ihre Mehrheit im Parlament verloren und sind auf weitere Koalitionspartner angewiesen. Sozialisten-Chef Venizelos hatte nach einem Sondierungstreffen mit der gemäßigten Demokratischen Linken - Dimar - von einem "guten Omen" für eine mögliche Koalition gesprochen. Er kündigte an, eine Einheitsregierung aus pro-europäischen Kräften schmieden zu wollen. Venizelos ist nach dem Konservativen Antonis Samaras und dem Linksradikalen Alexis Tsipras bereits der dritte griechische Spitzenpolitiker, der sich mit der Regierungsbildung versucht.

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Der UN-Sicherheitsrat hat den folgenschwersten Anschlag in Syrien seit Beginn des Aufstandes gegen Staatspräsident Baschar al-Assad scharf verurteilt. In einer gemeinsamen Erklärung der 15 Ratsmitglieder forderte das höchste Gremium der Vereinten Nationen die Konfliktparteien abermals auf, die Gewalt zu beenden und den Friedensplan des Sondergesandten Kofi Annan umzusetzen. Bei der Explosion zweier Bomben waren am Donnerstag in Damaskus nach offiziellen Angaben mindestens 55 Menschen getötet worden, mehrere hundert wurden verletzt. Die syrische Führung machte "Terroristen" für den Anschlag verantwortlich. Vertreter der Opposition wiesen jede Verantwortung zurück.

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Erstmals seit Beginn des Arabischen Frühlings ist in Algerien ein neues Parlament gewählt worden. Erste Ergebnisse sollen an diesem Freitag bekanntgegeben werden. Politische Beobachter rechnen damit, dass die Nationale Befreiungsfront (FLN) von Präsident Abdelaziz Bouteflika an Boden verlieren wird. Islamisten dürften hingegen gestärkt aus der Wahl vom Donnerstag hervorgehen. Um die 462 Parlamentssitze hatten sich nach offiziellen Angaben Tausende Kandidaten aus 44 Parteien beworben, von denen viele erst in diesem Jahr zugelassen wurden. Wie aus Algier verlautete, war das Interesse der Bevölkerung an der Wahl jedoch eher gering. Die politische Macht des algerischen Parlaments gilt als beschränkt.

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Frankreichs künftiger Präsident François Hollande will Mitte kommender Woche seine neue Regierung präsentieren. Er werde noch vor einem für Dienstag geplanten Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin den Premierminister ernennen, bis Mittwochabend werde dann die gesamte Regierung stehen, teilte der sozialistische Politiker mit. Die offizielle Übergabe des Präsidentenamts durch den bisherigen Staatschef Nicolas Sarkozy soll am Dienstagvormittag erfolgen. Hollande will den EU-Fiskalpakt für mehr Haushaltsdisziplin um eine Wachstumskomponente ergänzen. Eine Neuverhandlung des unterzeichneten und in einigen Ländern bereits ratifizierten Abkommens schließt Merkel allerdings aus.

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Die US-Großbank JPMorgan Chase hat durch ein riskantes Handelsgeschäft einen Milliardenverlust erlitten. Der Betrag beläuft sich auf umgerechnet etwa 1,54 Milliarden Euro. Bei dem Geschäft ging es um sogenannte Finanzderivate, die das Kreditinstitut eigentlich gegen Risiken absichern sollten. Bank-Chef Jamie Dimon räumte vor Journalisten ein, es habe Fehler, Schlampereien und schlechtes Urteilsvermögen gegeben.

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