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Nachrichten

11.05.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die von Bundeskanzlerin Angela Merkel eingesetzte Ethikkommission hält Medienberichten zufolge einen Ausstieg aus der Atomenergie bis spätestens 2021 für möglich. Die nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima abgeschalteten ältesten sieben Reaktoren und das Kernkraftwerk Krümmel könnten ohne Gefährdung der Versorgungssicherheit vom Stromnetz getrennt bleiben, berichteten die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und "Spiegel online" unter Berufung auf den Anschlussbericht der Kommission, der Ende Mai vorgelegt werden soll. Der weitere Ausstieg könne schrittweise vollzogen werden. Es gebe Alternativen zum Atomstrom, die allesamt weniger Risiken aufwiesen. Das Jahr 2021 sei ein Datum für den endgültigen Ausstieg. Bestenfalls könne das letzte Atomkraftwerk schon deutlich eher abgeschaltet werden.

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Aus Protest gegen die von der Regierung angekündigte Verschärfung des Sparprogramms haben die Gewerkschaften in Griechenland zu einem Generalstreik aufgerufen. Betroffen sind unter anderem der Flug- und Fährverkehr, staatliche Behörden und Schulen. Auch die Journalisten werden für 24 Stunden streiken. Außerdem sind in der Hauptstadt Athen und anderen Städten Kundgebungen geplant. Griechenland soll Medienberichten zufolge ein weiteres Hilfspaket erhalten, um den drohenden Staatsbankrott abzuwenden. Im Gegenzug muss das hochverschuldete Land noch härtere Auflagen erfüllen, melden griechische Medien und das deutsche "Handelsblatt". EU-Währungskommissar Olli Rehn bestätigte am Dienstag erstmals, dass entsprechende Entscheidungen vorbereitet würden. Es sei aber zu früh, um genaue Zahlen zu nennen.

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Der designierte FDP-Vorsitzende Philipp Rösler hat die personellen Veränderungen in seiner Partei als ersten Schritt aus der Krise bezeichnet. In verschiedenen Interviews begründete er seinen anstehenden Wechsel an die Spitze des Wirtschaftsministeriums mit dem neuen Gesamtkonzept, das eine inhaltliche Erneuerung der FDP als Ziel habe. Die FDP-Fraktion hatte den bisherigen Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Rösler folgt ihm wohl noch in dieser Woche im Ministeramt nach. Das Gesundheitsressort wird dann vom bisherigen Staatssekretär Daniel Bahr übernommen. Auf dem am Freitag beginnenden Bundesparteitag wollen die Liberalen Rösler als Nachfolger von Guido Westerwelle zum FDP-Chef wählen. So will die FDP sich aus ihrer aktuellen schwierigen Lage befreien. Nach den Umfragewerten würden nur rund fünf Prozent der deutschen Wähler ihre Stimme der FDP geben.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich trotz eines absehbaren Rekords bei den Steuereinnahmen gegen eine schnelle Entlastung der Bürger ausgesprochen. Zunächst müsse der Bundeshaushalt für 2012 unter Dach und Fach stehen, betonte die Kanzlerin. Nach Berechnungen des Bundesfinanzministeriums nimmt der Fiskus in diesem und in den kommenden drei Jahren voraussichtlich 136 Milliarden Euro mehr ein als gedacht. Das Geld verteilt sich etwa zur Hälfte auf den Bund sowie die Länder, Gemeinden und die EU. Bis 2015 dürften die Einnahmen sogar auf 655 Milliarden Euro steigen - ein Rekord. Offiziell vorgestellt wird die Prognose zu den Steuereinnahmen am Donnerstag.

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Die jüngsten Berichte über den Beschuss von Wohnvierteln in Syrien sind nach den Worten der UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos "alarmierend". Im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zeigte sie sich besorgt über den Einsatz von Panzern. Der syrische Botschafter Baschar Dscha'afari forderte indessen, bei der Debatte die Souveränität Syriens zu respektieren. Nach Angaben einer syrischen Menschenrechtsgruppe sind seit Beginn der Proteste gegen Präsident Baschar Assad Mitte März über 750 Menschen ums Leben gekommen.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: An Oder und Neiße längere Zeit heiter. Sonst Wechsel von Sonne, Wolken und einzelnen Schauern oder Gewittern. Tageshöchstwerte um 17 Grad an der Nordsee und bis 27 Grad in der Lausitz. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag eine Mischung aus Sonne, Wolken und Gewittern. Es wird etwas kühler mit Tagestemperaturen zwischen 15 und 24 Grad.

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