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Nachrichten

11.04.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:29

Nachrichten von Montag, 11. April 2016 – langsam gesprochen als MP3

Kerry gedenkt in Hiroshima der Atombombenopfer:

Mit einem gemeinsamen Besuch am Mahnmal für die Opfer des Atombomben-Abwurfs von 1945 ist im japanischen Hiroshima das Treffen der G7-Außenminister zu Ende gegangen. Als erster US-Außenminister überhaupt hat John Kerry dort einen Kranz niedergelegt, zur Erinnerung an die bis zu 300.000 Todesopfer der von den USA über der Stadt abgeworfenen Atombombe. In einer gemeinsamen Erklärung sprachen sich die Minister für eine Welt ohne Nuklearwaffen aus. Die sieben großen Industrienationen (G7) wollen bei ihrem Gipfeltreffen im Mai in Japan einen gemeinsamen Aktionsplan zum Kampf gegen den internationalen Terrorismus verabschieden. Darauf verständigten sich die Außenminister bei ihrem Treffen in Hiroshima. Der Plan soll unter anderem einen engeren Datenaustausch und strengere Grenzkontrollen umfassen. Zudem sollen Terror-Organisationen die Finanzierungswege abgeschnitten werden.

Peru: Keiko Fujimori muss in Stichwahl:

Bei der ersten Runde der Präsidentenwahl in Peru hat die rechtspopulistische Politikerin Keiko Fujimori laut Teilergebnissen die meisten Stimmen gewonnen, verfehlte aber die in der ersten Wahlrunde für einen Sieg notwendige absolute Mehrheit. Nach Auszählung von 40 Prozent der Stimmen kommt sie auf gut 39 Prozent. Ihr Gegner bei einer Stichwahl am 5. Juni dürfte der Volkswirt Pablo Kuczynski werden, der bei 24 Prozent liegt. Insgesamt waren 23 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, einen Nachfolger für den scheidenden Präsidenten, den Linkspolitiker Ollanta Humala, zu wählen. Fujimori galt als Favoritin unter den zehn Kandidaten. Ihr Vater hatte Peru von 1990 bis 2000 regiert. 2009 wurde er wegen Menschenrechtsverletzungen zu 25 Jahren Haft verurteilt.

Cameron kündigt Maßnahmen gegen Steuerhinterziehung an:

Der wegen Verwicklungen in Offshore-Geschäfte unter Druck geratene britische Premierminister David Cameron will schärfer gegen Steuerhinterziehung vorgehen. Unternehmen sollen strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden können, wenn sie es nicht verhindern, dass ihre Mitarbeiter beim Hinterziehen von Steuern helfen. Das ist der Kern einer Gesetzesinitiative, die Cameron an diesem Montag dem Parlament präsentieren will. Dem Regierungschef wird im Zusammenhang mit den Enthüllungen der sogenannten Panama Papers zwar kein illegales Verhalten, aber ein schlechtes Krisenmanagement vorgeworfen. Nach Bekanntwerden der Offshore-Geschäfte seines verstorbenen Vaters hatte er an vier Tagen vier unterschiedliche Stellungnahmen abgegeben und erst zum Schluss eine Beteiligung an der väterlichen Investmentfirma eingestanden.

Finanzminister Schäuble sagt Steueroasen den Kampf an:

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hat Ländern, die sich nicht am internationalen Informationsaustausch über Kapitaleinkünfte beteiligen, mit Sanktionen gedroht. Wenn Staaten wie Panama sich dem Abkommen weiterhin verweigerten, kämen sie auf eine schwarze Liste, sagte der CDU-Politiker im ARD-Fernsehen mit Blick auf die Enthüllungen der sogenannten Panama Papers. Dann seien bestimmte Finanzgeschäfte mit diesen Staaten nicht mehr möglich. Die Forderung ist Bestandteil eines Zehn-Punkte-Plans Schäubles gegen Steuerbetrug und Geldwäsche. Dieser umfasst auch die Schaffung von international vernetzten Firmen-Registern, in denen die tatsächlichen Eigentümer von Unternehmenskonstruktionen aufgelistet werden.

Niedersachsen will Boni-Verzicht bei VW:

Das Land Niedersachsen will vom VW-Vorstand wegen der Abgasaffäre einen vollständigen oder zumindest weitgehenden Verzicht auf Bonuszahlungen, wie "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR berichteten. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) wolle am Montag auf der Sitzung des VW-Aufsichtsratspräsidiums die Millionen-Zahlungen verhindern. Das Bundesland ist einer der drei Hauptaktionäre von VW. Vorstandschef Matthias Müller ist bislang nur zu einem teilweisen Verzicht bereit. Müller und einige seiner Vorstandskollegen haben zusätzlich zu ihren Gehältern Anspruch auf Boni in Höhe von 2,5 Millionen Euro und mehr.

5835 minderjährige Flüchtlinge in Deutschland verschwunden:

Im vergangenen Jahr sind in Deutschland 5835 minderjährige Flüchtlinge verschwunden. Von 8006 als vermisst gemeldeten minderjährigen Flüchtlingen seien bisher nur 2171 wieder aufgetaucht, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf das Bundesinnenministerium. Die meisten Vermissten stammen aus Afghanistan, Syrien, Eritrea, Marokko und Algerien. Die flüchtlingspolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Luise Amtsberg, forderte von der Bundesregierung, mehr zum Schutz der Minderjährigen zu tun. Sie wies auf die Gefahren für die Kinder und Jugendlichen durch Zwangsprostitution und Ausbeutung hin.

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