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Nachrichten

11.04.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:04

Nachrichten von Freitag, 11. April 2014 – langsam gesprochen als MP3

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Die Inflationsrate in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit mehr als dreieinhalb Jahren gesunken. Sie fiel im März auf 1,0 Prozent, nach 1,2 und 1,3 Prozent in den beiden Monaten zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Eine solch niedrige Teuerungsrate gab es zuletzt im August 2010. Ausschlaggebend für die Entwicklung sind nach Angaben der Statistiker deutlich sinkende Preise bei Mineralölprodukten. Die Abschwächung der Inflation dürfte die Debatte über eine mögliche Deflation in der Euro-Zone weiter befeuern. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent an. EZB-Präsident Mario Draghi bekräftigte beim Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden Industrieländer in Washington die Bereitschaft der Zentralbank zu massiven Wertpapierkäufen, um den Risiken einer längeren Phase niedriger Inflation zu begegnen. Draghi machte zugleich aber erneut deutlich, dass er derzeit keine unmittelbare Gefahr eines konjunkturschädlichen Preisverfalls sehe.

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Nach der Drohung Russlands, die Gaslieferungen an die Ukraine zu stoppen, hat US-Präsident Barack Obama den Westen zu einer geschlossenen Haltung gegenüber Moskau aufgerufen. In einem Telefonat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte Obama nach Angaben des Weißen Hauses in Washington, die USA, die EU und andere globale Partner müssten eine Verschärfung der Sanktionen vorbereiten, sollte Russland die Krise weiter eskalieren. Merkel und Obama riefen zudem den russischen Präsidenten Wladimir Putin erneut auf, seine Truppen aus dem Grenzgebiet zur Ukraine abzuziehen.

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Als Reaktion auf die Anträge der Palästinenserführung auf einen Beitritt zu 15 internationalen Verträgen hat Israel seine Drohung wahrgemacht und weitere Strafmaßnahmen gegen die Palästinenser beschlossen. Konkret handele es sich um Maßnahmen im Steuer- und Bankenwesen, sagte ein Regierungsbeamter. So sollen unter anderem die von Israel für die Palästinensische Autonomiebehörde eingesammelten Steuern eingefroren werden. Außerdem setzt Israel den Angaben zufolge seine Beteiligung an der Erschließung eines Gasfelds vor dem Gazastreifen aus. Der palästinensische Chefunterhändler Sajeb Erekat warf Israel daraufhin "Diebstahl" am Vermögen der palästinensischen Bevölkerung vor. Die Vereinten Nationen bestätigten unterdessen die Annahme von palästinensischen Anträgen zum Beitritt zu 13 internationalen Konventionen und Abkommen.

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In der von Unruhen und Gewalt erschütterten Zentralafrikanischen Republik sollen mehrere tausend UN-Soldaten für Stabilität und Frieden sorgen. Der UN-Sicherheitsrat beschloss in New York einstimmig die Entsendung von knapp 12.000 Blauhelmsoldaten, die Mitte September ihren Einsatz in dem Krisenstaat aufnehmen sollen. Die Soldaten hätten "ein robustes Mandat", um die Menschen in dem Land zu schützen und der Übergangsregierung bei der Organisation von Wahlen zu helfen, sagte Frankreichs UN-Botschafter Gérard Araud. Das Land wird seit rund einem Jahr von ausufernder Gewalt zwischen christlichen und muslimischen Bevölkerungsgruppen beherrscht. Der Bundestag entschied unterdessen, dass sich Deutschland mit bis zu 80 Soldaten, zwei Transportmaschinen und einem Sanitätsflugzeug an der bereits beschlossenen EU-Mission in Zentralafrika beteiligt.

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Nach zwei Monaten blutiger Auseinandersetzungen bemühen sich die linksgerichtete Regierung und die Opposition in Venezuela um eine friedliche Lösung ihres Machtkampfes. Präsident Nicolás Maduro kam in Caracas mit Abgesandten der Opposition zusammen. An dem Treffen nahmen auch der Vertreter der südamerikanischen Staatengemeinschaft Unasur und des Vatikans teil. Ein Durchbruch zeichnete sich nicht ab. Man suche ein Modell der gegenseitigen Toleranz, sagte Maduro. Bei Zusammenstößen zwischen Regierungsanhängern, Oppositionellen und Sicherheitskräften sind in Venezuela seit Februar rund 40 Menschen getötet worden. Der Protest der Opposition richtet sich gegen die schlechte Wirtschaftslage, die hohe Kriminalität und gegen den als autoritär empfundenen Regierungsstil Maduros.

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Im US-Bundesstaat Kalifornien sind beim Zusammenstoß eines Busses mit einem Lastwagen eines Paketdiensts mindestens neun Menschen getötet und mehr als 30 verletzt worden. In dem Bus saßen zahlreiche Studenten, die eine Universität in Nordkalifornien besuchen wollten, teilte die Polizei mit. Nach ersten Untersuchungsergebnissen verlor der Lkw-Fahrer auf der Autobahn die Kontrolle über sein Fahrzeug, fuhr über den Mittelstreifen und stieß frontal mit dem Bus zusammen.

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