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Nachrichten

11.04.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Angesichts der anhaltenden Gewalt in Syrien hat der Weltsicherheitsrat in New York den syrischen Staatschef Baschar al-Assad dazu aufgerufen, sich an die bis Donnerstag gesetzte Frist einer vollständigen Waffenruhe im Land zu halten. In einer gemeinsamen Erklärung zeigen sich die 15 Mitgliedsländer sehr besorgt darüber, dass die syrische Führung ihre Truppen und schweren Waffen nicht wie vereinbart aus den Städten abzieht. Die Opposition wurde ebenfalls zu einem Ende der Gewalt aufgerufen. Sie solle den Assad-Truppen keinen Vorwand zum Wortbruch liefern, hieß es weiter. Dienstag früh hatte eigentlich eine 48-Stunden-Frist für die Umsetzung der Waffenruhe begonnen. Dem entsprechenden Friedensplan des internationalen Syrien-Gesandten Kofi Annan hatten Assad und die Opposition zugestimmt. Dennoch gingen die Gefechte am Dienstag weiter.

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Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur bei den US-Republikanern ist der Weg nun für den Favoriten Mitt Romney frei. Sein schärfster Rivale, der 53-jährige erzkonservative Politiker Rick Santorum, erklärte seinen Rückzug aus dem Vorwahlkampf. Vor Journalisten in Gettysburg (Pennsylvania) sagte Santorum, er habe die Entscheidung am Wochenende gemeinsam mit seiner Familie getroffen. Seine jüngste Tochter, die dreijährige Isabella, leidet an einem seltenen genetischen Defekt und musste zu Ostern wieder ins Krankenhaus gebracht werden. - Der Multimillionär Romney verbuchte bisher 24 Vorwahlsiege. Die verbliebenen Mitbewerber Ron Paul und Newt Gingrich haben wegen schwacher Wahlergebnisse keine reelle Chance, von den Republikanern als Herausforderer von Präsident Barack Obama bei der Wahl im November aufgestellt zu werden.

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Bei der Parlamentswahl in Südkorea zeichnet sich eine geringe Beteiligung ab. Etwa drei Stunden vor Schließung der Wahllokale hätten 37,2 Prozent der 40 Millionen Wahlberechtigten abgestimmt, teilte die staatliche Wahlkommission in Seoul mit. Die Abstimmung gilt auch als Test für Präsident Lee Myung Bak und seine konservative Saenuri-Partei. Das konservative Lager hatte bei den Regionalwahlen im Sommer 2010 erhebliche Einbußen hinnehmen müssen. Auch bei dieser Wahl werden deutliche Verluste befürchtet. Lees Saenuri-Partei, die bis vor kurzem noch Große Nationalpartei hieß, hält derzeit noch eine Mehrheit von 165 Sitzen in dem 300 Abgeordnete zählenden Einkammerparlament. Letzte Umfragen deuteten auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der größten Oppositionspartei, der Demokratischen Vereinigten Partei (DUP), hin.

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Nach ihrer historischen Wahl zur Parlamentsabgeordneten ist die birmanische Oppositionschefin Aung San Suu Kyi von Präsident Thein Sein empfangen worden. Nach Angaben ihrer Partei, der Nationalen Liga für Demokratie (NLD), kam die Friedensnobelpreisträgerin mit dem Staatschef in dessen Residenz in der Hauptstadt Naypyidaw zusammen. Dort war nach dem Gespräch ein Essen mit der Familie Thein Seins geplant. Es ist das zweite Mal, dass der Staatspräsident die Friedensnobelpreisträgerin empfängt. Das laut einem Regierungsvertreter nicht öffentliche Treffen war erst am späten Dienstagabend bekanntgegeben worden. Suu Kyi und ihre NLD hatten bei der Nachwahl zum Parlament am 1. April einen haushohen Sieg davongetragen, nachdem das birmanische Militär die Opposition jahrzehntelang unterdrückt hatte. Die formal zivile Regierung unter Thein Sein verfolgt seit geraumer Zeit eine Politik der Öffnung. Im Gegenzug lockert der Westen derzeit schrittweise seine Sanktionen gegen Birma.

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Nach den jüngsten politischen Unruhen im westafrikanischen Mali hat der Verfassungsgerichtshof den Weg für die Bildung einer Übergangsregierung freigemacht. Parlamentspräsident Dioncounda Traoré werde die Amtsgeschäfte des Staatschefs für maximal 40 Tage kommissarisch führen und Neuwahlen organisieren, teilte das Gericht mit. Er soll am Donnerstag als Interimspräsident vereidigt werden. Am 21. März hatte ein Teil der Streitkräfte gegen Präsident Amadou Toumani Touré geputscht. Am Wochenende erklärten sich die Militärs zu einer Rückkehr zur verfassungsgemäßen Ordnung bereit.

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Die Vorsitzende der Linkspartei, Gesine Lötzsch, hat ihren Rücktritt erklärt. Zur Begründung verwies sie auf die Erkrankung ihres Mannes. Die 50-Jährige teilte sich den Vorsitz der Partei "Die Linke" seit Mai 2010 mit Klaus Ernst. Im vergangenen Oktober noch hatte sie erklärt, sie wolle bei dem für Juni 2012 geplanten Parteitag wieder für das Amt kandidieren. Lötzsch und Ernst stehen seit Monaten wegen schwacher Umfragewerte unter Druck und werden für das schlechte Erscheinungsbild der Partei entscheidend mitverantwortlich gemacht. So geriet "Die Linke" wegen einer von Lötzsch ausgelösten Kommunismusdebatte in Bedrängnis. Für Zweifel an der Kompetenz der Parteichefs sorgte im vergangenen Jahr auch ein Glückwunschschreiben der beiden an den kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro zu dessen 85. Geburtstag.

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