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Nachrichten

11.04.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die Regierung des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi hat nach Angaben der Afrikanischen Union (AU) einen Plan der Staatenorganisation zur friedlichen Beilegung des Konflikts mit den Rebellen akzeptiert. Der südafrikanische Präsident Jacob Zuma erklärte nach mehrstündigen Gesprächen einer hochrangigen AU-Delegation in Tripolis, der Friedensplan sehe einen Waffenstillstand, sichere Korridore für Hilfslieferungen an die Zivilbevölkerung sowie einen Dialog zwischen Regierung und Opposition vor. Zuma reiste inzwischen wieder aus Tripolis ab. Die anderen AU-Vertreter wollen an diesem Montag ihre Vermittlungsgespräche in der Rebellenhochburg Bengasi fortsetzen. Die Rebellen schließen bislang eine Waffenruhe aus, solange Gaddafi nicht abtritt. -- Unterdessen gingen die schweren Kämpfe um Adschdabija und Misrata unvermindert weiter. Die NATO gab bekannt, man habe in der Nähe der beiden Städte 25 Panzer der Regierungstruppen zerstört.

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Die Staaten des Golfkooperationsrates haben den seit Wochen von Massenprotesten bedrängten Präsidenten des Jemen, Ali Abdullah Saleh, zum Rückzug aufgefordert. Saleh solle die Macht an Vizepräsident Abed Rabbo Mansur abgeben, erklärten die Außenminister des Kooperationsrates bei einem Treffen in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad. Im Gegenzug solle Saleh Straffreiheit zugesagt werden. Die Außenminister sprachen sich außerdem für die Bildung einer von der Opposition geführten Regierung der nationalen Einheit im Jemen aus. - In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa forderten erneut Zehntausende Demonstranten den sofortigen Rücktritt Salehs. Dies lehnt der seit 32 Jahren amtierende Präsident bislang ab. - Dem Golfkooperationsrat gehören Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Oman Kuwait und Bahrain an.

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Nach den schwersten Kämpfen zwischen Israel und militanten Palästinensern im Gazastreifen seit mehr als zwei Jahren hat die in dem Gebiet herrschende radikal-islamische Hamas zu einem Waffenstillstand aufgerufen. Ihr Vize-Außenminister Ghasi Hamad sagte im israelischen Rundfunk, seine Organisation werde für die Einstellung der Angriffe auf den Süden Israels sorgen, wenn Israel seine Militäraktionen im Gazastreifen einstelle. Israels Verteidigungsminister Ehud Barak erklärte, sollten die Palästinenser die Angriffe stoppen, würden auch die israelischen Streitkräfte ihre Waffen ruhen lassen. - Militante Palästinenser hatten seit Donnerstag vom Gazastreifen aus mehr als 120 Raketen auf den Süden Israels abgefeuert. Bei israelischen Gegenangriffen wurden mindestens 19 Menschen getötet.

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Über den nächsten Präsidenten Perus wird in einer Stichwahl am 5. Juni entschieden. In der ersten Wahlrunde erhielt der linksnationalistische ehemalige Offizier Ollanta Humala nach Auszählung der Hälfte der Stimmen fast 28 Prozent. Der frühere liberale Regierungschef und Ex-Weltbank-Funktionär Pedro Pablo Kuczynski kommt mit gut 23 Prozent auf den zweiten Platz. Die rechtsgerichtete Abgeordnete Keiko Fujimori, Tochter des wegen Menschenrechtsverletzungen und Korruption inhaftierten Ex-Präsidenten Alberto Fujimori, belegt mit knapp 22 Prozent den dritten Rang. Sollte sich dieses Ergebnis bei der weiteren Stimmenauszählung erhärten, würden Humala und Kuczynski in der Stichwahl gegeneinander antreten.

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Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat das am 11. April 1961 in Jerusalem eröffnete Strafverfahren gegen den NS-Verbrecher Adolf Eichmann als Wendepunkt bezeichnet. Zum 50. Jahrestag des Prozessbeginns erklärte Netanjahu, damals hätten der Staat Israel und das jüdische Volk begonnen, Recht über ihre Verfolger zu sprechen und zu sagen: "Nie wieder". Das SS-Mitglied Eichmann war mitverantwortlich für die Deportation und Ermordung von sechs Millionen europäischen Juden durch die Nationalsozialisten. Nach dem 2. Weltkrieg versteckte sich Eichmann in Argentinien. Dort spürten ihn Agenten des israelischen Geheimdienstes auf und entführten ihn nach Jerusalem. In dem Prozess wurde Eichmann zum Tode verurteilt und 1962 gehängt.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wieder viel Sonnenschein bei Temperaturen zwischen 15 Grad Celsius in Holstein und 25 Grad am Rhein. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag endet das sonnige Frühlingswetter. Örtlich muss mit Schauern und Regen gerechnet werden.

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