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Langsam gesprochene Nachrichten

11.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:29

Nachrichten von Samstag, 11. März 2017 – langsam gesprochen als MP3

Türkischer Sportminister spricht in Köln über gescheiterten Putsch:

Der türkische Sportminister Akif Cagatay Kilic hat bei einer Veranstaltung in Köln an die deutschen Medien appelliert, sich um ein besseres Verständnis der Putschnacht in der Türkei zu bemühen. Vor rund 400 Zuhörern sagte Kilic, das türkische Volk habe damals durch sein mutiges Eingreifen verhindert, dass die Putschisten Demokratie und Rechtsstaat abgeschafft hätten. Vor und nach seiner Rede wurden Filme gezeigt, in denen die Niederringung der Putschisten gepriesen und Präsident Recep Tayyip Erdogan gefeiert wurde. Die Veranstaltung trug den Titel "Helden unter uns. 15 Juli". Am 15. Juli fand im vergangenen Jahr der Putschversuch in der Türkei statt. Veranstalter des Abends war ein Zusammenschluss verschiedener Organisationen, der sich "Demokratieplattform gegen den Putsch" nennt. Offiziell sollte das ganze eine Kulturveranstaltung sein. Türkische Minister hatten zuletzt in Deutschland mehrfach für Erdogans Verfassungsreform werben wollen, über die im April auch in Deutschland lebende Türken abstimmen können. Mehrere Kommunen hatten den Ministern aber Auftrittsorte verweigert.

 

Japan gedenkt der Opfer von Fukushima:

Sechs Jahre nach der Erdbeben- und Atomkatastrophe gedenkt Japan der Opfer. Überall im Land finden an diesem Samstag Gedenkfeierlichkeiten statt. Für 14.46 Uhr Ortszeit ist eine Schweigeminute für die rund 18.500 Todesopfer geplant. Zu diesem Zeitpunkt suchte am 11. März 2011 ein schweres Erbeben den Nordosten des asiatischen Inselreiches heim. Im Atomkraftwerk Daiichi war es in Folge des Bebens und eines gewaltigen Tsunamis zu Kernschmelzen gekommen. Noch immer können Zehntausende Menschen wegen der Verstrahlung nicht in ihre Häuser zurück.

 

UN-Nothilfekoordinator: 20 Millionen Menschen droht Hungertod:

UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien hat den Weltsicherheitsrat mit dramatischen Worten um Hilfe für Millionen von hungernden Menschen gebeten. Nach seinen Worten droht rund 20 Millionen Menschen in Nigeria, Somalia, im Jemen und im Südsudan der Hungertod, sollte sich die internationale Gemeinschaft nicht zu einer größeren Hilfsaktion entschließen. In einer UN-Mitteilung hieß es außerdem, die Vereinten Nationen stünden vor der größten humanitären Katastrophe seit ihrer Gründung. Noch bestehe die Möglichkeit, das Schlimmste zu verhindern, sagte O'Brien, doch seien rasche Hilfe und finanzielle Unterstützung nötig.:

 

VW bekennt sich in den USA des Betrugs schuldig:

Im Skandal um manipulierte Abgaswerte hat sich Volkswagen vor einem US-Gericht in mehreren Punkten schuldig bekannt. Der VW-Chefjurist Manfred Döss legte das Schuldbekenntnis vor einem Berufungsgericht in Detroit ab. Der Konzern hatte das Geständnis vor zwei Monaten im Rahmen eines Vergleichs mit dem US-Justizministerium zugesagt. Mit der Vereinbarung willigte Volkswagen in Strafzahlungen in der Gesamthöhe von 4,3 Milliarden Dollar ein. Im Gegenzug werden strafrechtliche Ermittlungen eingestellt. Insgesamt nimmt der Konzern in den USA mehr als 20 Milliarden Euro für Vergleiche mit Kunden, Autohändlern, Behörden und Bundesstaaten in die Hand. Der zuständige Richter Sean Cox will am 21. April bekanntgeben, ob er der Einigung mit dem Justizministerium zustimmt.

 

Doppelmord von Herne: 19-Jähriger tötete eiskalt und aus Frust:

Nach dem Doppelmord von Herne werden immer mehr Details zum Motiv des Täters bekannt. Wie die zuständige Mordkommission mitteilte, soll der 19-jährige H. aus purem Frust über private Rückschläge plötzlich Mordlust entwickelt haben. Auslöser für den Mord an dem neunjährigen Nachbarsjungen waren demnach eine Absage auf eine Bewerbung bei der Bundeswehr, der drohende Verlust von Internetanschluss und Online-Videospielen sowie zwei gescheiterte Suizidversuche. Das habe H. der Polizei während seiner Vernehmung geschildert, teilte der Leiter der Mordkommission mit. Der Teenager trete in Vernehmungen "eiskalt" auf, hieß es. Nach seiner ersten Tat habe H. sich in einem Waldstück versteckt und dann Unterschlupf bei einem Mitschüler vom Berufskolleg gesucht. Als der Bekannte von der Fahndung erfuhr und seinen Besucher zur Rede stellte, tötete H. ihn mit 68 Messerstichen.

 

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